Frage von ZuDoofFuerSSO, 89

Ein paar Fragen rund um Isländer?

1wofür sind die hufschuhe bzw. wann verwendet man sie? 2. wie kommt man in den pass 3. wie kommt man in den Tölt (wie töltet man an?) 4. warum haben Isländer solche Satteldecken, die die form von dem sattel haben? 5. wieso brauchen Isländer einen speziellen sattel? 6. brauchen sie den UNBEDINGT?

danke schonmal für die antworten:)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tina1985, 28

1. Hufschuhe sind Hufschutz. Sie werden benutzt, wenn das Pferd barhuf (also ohne Hufeisen) nicht zurecht kommt. Dies wäre der Fall, wenn der Boden sehr hart / steinig ist und das Hufhorn zu sehr abgerieben wird. In so einem Fall verwenden einige Pferdebesitzer Hufschuhe, um die Hufe ihres Pferdes zu schützen. Die Hufschuhe haben die Pferde aber i. d. R. nicht ständig an, sondern nur bei Bedarf.

2. + 3. Das hängt von vielen Faktoren ab. Mit Pass kenne ich mich gar nicht aus. Auch das Antölten ist theoretisch nicht so einfach zu erklären. Das muss man beim Reiten selbst erlernen / erfühlen.

4. Vielen Isländer- oder Ponybesitzern gefallen diese Satteldecken besser, weil Ponys mit Schabracken oft 'eingedeckt' aussehen. Das ist aber eine reine Geschmackssache. Es gibt auch Isländerbesitzer, die nur ein Gelpad oder ein Anit-Rutsch-Pad unter dem Sattel haben. Aber natürlich kann man auch eine Schabracke für einen Isländer nehmen.

5. Manche Isländerreiter haben spezielle Töltsättel. Die haben den Schwerpunkt weiter hinten.

6. Nein, wichtig ist, dass die Ausrüstung passt. Es ist egal, welche Sattel-Art oder welche Sattelunterlage verwendet wird. Wichtig ist, dass die Ausrüstung dem Pferd passt, der Reiter gut sitzen kann und dem gewünschten Einsatzzweck angepasst ist. Ein Westernreiter mit Isländer wird sicherlich eher auf einen Westernsattel als auf einen Töltsattel zurück greifen.

Antwort
von Isildur, 33

1. Meinst du "ganz normale" Hufschuhe, oder aber die BAllenboots. Hufschuhe dienen zum Schutz des Hufes, bzw. sind auch hilfreich bei der Umstellung von Eisen auf barhuf

2. Meinst du Rennpass? Je nach dem wie das PFerd es gelernt hat, bei meinem hat angaloppieren in 'nem schlechten gelaufen Galopp gereicht (Entlastungssitz) und dann in wieder in den Dressursitzt zurück - schwups Pony war gelegt.

3. Siehe Rennpass. Gelernt habe ich es mit Zügel anstehen lassen, schwer reinsetzten und treiben - Halte ich für Kontraproduktiv. Meiner töltet aus einem Schultervor an, in dem ich in anfange zu versammeln und i richtigen Moment das richtige Hinterbein aktiviere.

4. Das sind in den meisten Fällen stinknormale Satteldecken und Satteldecken haben nunmal die Form vom Sattel. Kurze Pferdchen und Schabracke sieht meistens einfach sau blöd aus.

5. Schwerpunkt ist anders, Früher waren es noch die traditionellen Trachtensättel, von denen man jetzt in den meisten Fällen weg ist

6. Auch wenn mich jetzt einige erschlagen - Nein, braucht man nicht. Ich reite seit langem mit einem stinknormalen VS Sattel. Pferdchen ha einen wunderbaren Rücken und läuft wie 'ne 1.

Kommentar von pMaIq ,

Ich würde zu 5. gerne noch ergänzen: Moderne Islandsättel sind wie Dressursättel, nur mit einem nicht so hohen Efter. Dadurch soll man mehr Bewegungsfreiheit in der Hüfte haben. 

Viele der etwa älteren Islandsättel haben einen weit hinten gelegenen Schwerpunkt, so etwa um den 14.-15. Brustwirbel rum. Dadurch bekommt das Pferd häufig zu viel Druck in der Nierengegend, verspannt und läuft dann eher lateral.

Die ganz alten Islandsättel waren häufig so genannte Trachtensättel, da geht der Baum noch weiter nach hinten heraus soll den Druck über eine größer Fläche verteilen. Da ist man aber zum Glück wieder von weg, davon bitte die Finger lassen.

Kommentar von Smileypony ,

Zu deinem 6. Punkt: das sehe ich genauso, meiner läuft auch klasse mit seinem VS Sattel :-)

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