Frage von Metem, 64

Ein Mitarbeiter der nichts einhält, was man ihm sagt, Kündigung?

Ein Angestellte, mit dem ich Viel Geduld hatte. Aber man redet gegen Beton. Sagt man ihm 50 tage hintereinander, jeden tag muss Müll raus, am 51. Tag steht wieder Müll unentlehrt. Sagt man ihm, du musst jeden Tag als erstes Termine kontrollieren, nach 100 Warnungen hat er es am nächsten tag vergessen. Nun aber Kündigung. Mit welcher Begründung? Was soll ich reinschreiben

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von frodobeutlin100, 25

wenn es noch die Probezeit ist, muss gar keine Begründung geliefert werden ...

ansonsten eine personenbedingte Kündigung

http://www.kanzlei-hasselbach.de/2014/personenbedingte-kuendigung/12/#Grund


Eine schwache Arbeitsleistung (sog. „Low-Performer“) kann dagegen nur
dann eine personenbedingte Kündigung rechtfertigen, wenn von dem
Mitarbeiter aufgrund seiner persönlichen Umstände auch in Zukunft keine
Leistungssteigerung zu erwarten ist. Beruht die Minderleistung also
nicht auf dem fehlenden Willen des Arbeitnehmers, sondern auf einem
fehlenden Können, kann ein personenbedingter Kündigungsgrund gegeben
sein (2 AZR 386/03).



Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, Arbeitsrecht, Kündigung, 26

Hast Du den Mitarbeiter immer nur mündlich ermahnt und ihm nie mit Konsequenzen "gedroht"?

Bevor Du kündigst, solltest Du ihm eine schriftliche Abmahnung geben und da sollte auch drin stehen dass im Wiederholungsfall die Kündigung folgt.

Wenn Du immer nur geredet hast und es nie Konsequenzen gab (außer einer erneuten "Ansprache"), brauchst Du Dich nicht zu wundern, dass sich das Verhalten des Angestellten nicht ändert.

So eine Kündigung ist übrigens eine "verhaltensbedingte Kündigung". Du brauchst aber in die Kündigung selbst keinen Grund zu schreiben. Das ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Kommentar von frodobeutlin100 ,

50 Tage hineinander riecht  für mich stark nach Probzeit .... da muss man gar nicht abmahnen, sondern kann (von beiden Seiten) ohne Angabe von Gründen kündigen ....

Kommentar von Hexle2 ,

Ich  verstehe den Satz:....sagt man ihm 50 Tage hintereinander....." als Beispiel.

Selbstverständlich kann man während der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Außerdem vermute ich mal, dass es sich hier um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt und somit das Kündigungsschutzgesetz ebensowenig greift wie in dem Fall dass der AN noch nicht länger als sechs Monate im Betrieb ist.

Solange das aber nur Vermutungen und Spekulation sind, werde ich meine Antworten so geben wie ich es getan habe. Mit mehr Details werden die Antworten selbstverständlich genauer aber einfach davon ausgehen dass eine Kündigung problemlos möglich ist, werde ich ohne genauere Angaben nicht.

Antwort
von bikerin99, 34

Kann einfache und verständliche Anleitungen nicht selbständig Folge leisten
oder: ist nicht in der Lage ohne tägliche Anleitung sich wiederholende einfache Arbeiten zu leisten, wie z.B. täglich den Müll zu entleeren.

Antwort
von DerHans, 18

Wenn es sich um einen Kleinbetrieb handelt, kann man einfach abmahnen und beim nächsten Mal kündigen. Die mündlichen Ermahnungen, die bereits erfolgt sind, reichen völlig aus

Antwort
von Jewi14, 19

Ganz so einfach ist das nicht. Ich würde ihn schon 2 Abmahnungen zukommen lassen, wo du sein Fehlverhalten aufzeigst und darauf hinweist, dass die Kündigung droht.

So einfach kündigen sehe ich wenig Erfolgschancen. Einzig wenn du Kleinunternehmer bist und nicht unter dem Kündigungsschutzgesetz fällt, sind die Chancen größer.

Antwort
von Lichtkraft, 20

Da hast Du Dir aber wirklich einen "Depp" als Mitarbeiter eingefangen... Es gibt so viele Gründe, aus denen man kündigen kann, wenn ein Mitarbeiter "nicht funktioniert", d.h. seine Aufgabe nicht erwartungsgemäß erfüllt... ABER: Man muss auch seinem Mitarbeiter ganz am Anfang, bevor er das 1. Mal für Dich arbeitet und überhaupt Geld kriegt, genau sagen, was er zu tun hat und was man genau von ihm erwartet. Ich habe meine Mitarbeiter immer vorher in einem Gespräch "kennengelernt" und ein paar Testfragen gestellt. An seinen Antworten habe ich bemerkt, ob es ein Mensch ist, der selbst mitdenkt bei seiner Arbeit, der selbst sieht, "was zu tun ist" und dann auch selbst danach handelt, oder ob man ihm alles haarklein vorsagen muss. Solche Leute machen nämlich mehr Arbeit als dass sie helfen! Die sind nie Geld wert!  Ich wünsche Dir, dass Du Dein Problem löst: Entweder Dein jetziger Mitarbeiter weiß nicht, was Du von ihm erwartest, oder er ist wirklich nur ein "Depp" und Du musst ihn austauschen!

Antwort
von Steffile, 31

Unzuverlaesslichkeit.

Antwort
von steefi, 19

Mitarbeiter ist auch nach mehrmaliger Wiederholung nicht gewillt die ihm aufgetragenen (leichen) Aufgaben zu erfüllen. Mitarbeiter ist völlig unmotiviert.

Kommentar von frodobeutlin100 ,

bei einem solchen Verhalten muss man sich schon die Frage stellen "will er nicht" oder "kann er nicht"

Kommentar von steefi ,

in beiden von Dir genannten Fällen kann der Mitarbeiter an diesem Arbeitsplatz nicht weiter beschäftigt werden

Antwort
von internetrambo, 27

Wieso muss er denn den Müll leeren? Wird er dafur bezahlt? 

Kommentar von Steffile ,

Wozu glaubt du, bezahlt  der Chef Arbeiter - um selbst den Muell zu leeren?

Kommentar von internetrambo ,

Gut. Weil wenn er nicht dafur bezahlt werden würde, wieso sollte er das tun ;)

Kommentar von frodobeutlin100 ,

das Aufräumen des Arbeitsplatzes gehört bei vielen Arbeitnehmern mit dazu ....

Kommentar von Metem ,

Mit dem Müll,  war es nur ein Beispiel, also er muss nicht Müll entlehren. Aber ich wollte nicht einzelne Falle eintragen. Es ging nur darum, ruber zu bringen, dass er nie etwas tut wenn man ihm auch 50 mal etwas sagt. Danke

Kommentar von internetrambo ,

Ach so verstehe 

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