Frage von SteinbockRalph, 45

Ein Mieter akzeptiert eine Mieterhöhung. Jetzt stellt sich heraus, das die neue Miete gute 30% über dem gültigen Mietspiegel liegt.?

Ein Mieter akzeptiert eine Mieterhöhung. Jetzt stellt sich heraus, das die neue Miete gute 30% über dem gültigen Mietspiegel liegt. Das BGB sieht jedoch nur Erhöhungen bis zur ortsüblichen Miete vor. Der Vermieter will trotzdem seine Miete will jetzt aber nicht von der Erhöhung absehen. Die Erhöhung sei ja akzeptiert worden.?

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 17

Wenn der Mieter die neue Miete akzeptiert, ist es doch egal, wie hoch sie über dem Mietspiegel liegt.

Man muss zusätzlich bedenken, dass der Mietspiegel keine absoluten Zahlen enthält, sondern schon einen großen Spielraum aufgrund von Lage und Ausstattung der Wohnung zuläßt.

Liegt die neue Miete aber 30 % oberhalb von dem, was der Mietspiegel bei optimaler Lage und bester Ausstattung vorsieht, würde es sich ggf. lohnen, sich mit einem versierten Rechtsanwalt zu beraten, ob man jetzt im Nachhinein noch was machen kann.

Beispiel:

Der Mietspiegel von München sieht auch in optimaler Lage keine m²-Preise von 50 € vor. Dennoch gibt es Mieter, die das gerne bezahlen und gar nicht darüber reden, ob das noch im Rahmen ist oder nicht. Das sind dann vorwiegend ausländische Mieter, die gar nicht selbst hier (dauerhaft) wohnen wollen und für die ggf. auch diese Miete noch ein Spottpreis ist.

Damit wollte ich nur aufzeigen, dass der Mietspiegel kein Massstab ist, wenn sich Mieter und Vermieter einig sind.

Antwort
von Mikkey, 31

Für einen genaueren TIp müsste man den Text des Mieterhöhungsverlangens kennen und was genau bestätigt wurde.

So kann man Dir nur raten, einen Anwalt zu rate zu ziehen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden dessen Kosten ohnehin vom Vermieter getragen.

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