Ein Leben ohne Arbeitszwang?

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13 Antworten

"Am liebsten würde ich einen Beruf mit Kampfsport erlernen. Mit meinem
Körper, Geist und Technik alle übertreffen und der Beste werden."

Prima! Dann hast du also ein Ziel. Kennst du Cesar Millan? Der ist einer der besten Hundeverhaltenstrainer der Welt. Die Promis buchen ihn sogar. Er tourt weltweit mit seinen behaviour-Infos herum, hat TV-Sendungen usw.

Als Junge lebte er in Mexiko. Er hatte keine Zukunft. Lebte gerne bei den Hunden, die da überall rumliefen und beobachtete sie. Dann sah er Lassie im Fernsehen (ich hoffe ich erinnere mich nicht falsch) und er bekam den unbändigen Wunsch in die USA zu ziehen (was ja nicht ging ohne Erlaubnis als Mexikaner, haha) und mit Hunden professionell zu arbeiten. Irgendwann war sein Wunsch so groß, dass er nicht nur mit Hunden professionell arbeiten wollte sondern auch den dringenden Wunsch spürte "ich will einer der besten Hundetrainer werden". Und dann ist er über die Grenze. Als Illegaler. Er hat es mehrfach vergebens versucht, bis es funktioniert hat. Also das war nicht leicht. Er hatte keinen Job. Dann traf er jemanden, dessen Hund niemand beim Hundefrisör behandeln wollte, weil er so aggressiv war (also der Hund). Da sagt er spontan "ICH mach das" und er hat wohl total lange gebraucht, hat kaum Geld bekommen, aber er konnte den Hund bändigen. Immer mehr Leute brachten die schwierigen Hunde immer lieber nur zu ihm... so hat es sich entwickelt.

Hätte er eine "normale" Schullaufbahn in Mexiko hinter sich gehabt, hätte einen Beruf gelernt oder eine Farm bewirtschaftet, wie viele andere, was wäre aus ihm geworden? Es hätte auch anders ausgehen können. Er hätte als Illegaler in der Gosse enden können (er lebte auch lange auf der Straße), aber so lief es nicht. Das Leben ist nicht immer berechenbar. Such dir aus, was du tun möchtest und dann such dir Wege. Viel Glück, dein Leben so zu gestalten, wie du das möchtest. (P.S. die Schulpflicht in D find ich auch ka**e, aber die hast du ja wohl eh schon hinter dir. Willst du mal sehen, dass es auch anders geht (leider nicht in D) dann googel mal nach "Andre Stern" oder dem Film "Alphabet". Auch auf youtube wirst du einiges finden...

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Viele andere wollen auch der "allerbeste Kampfsportler" sein... ;)

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Gibt´s nicht.

Selbst jede Meise muß den ganzen Tag fliegen und suchen, um ihre Würmchen zu finden.

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Kein Mensch zwingt dich zu arbeiten.

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Was hindert dich dann, sich realistische Gedanken über einen Beruf zu machen, mit dem man zufriedener wäre und diesen auszuüben ?

Es sollte natürlich schon "machbar" sein. Aus deinem Traum ließe sich, wenn vielleicht auch nicht in der Art, wie du dir das jetzt so vorstellst, doch ein vielleicht etwas "leichter" zu realisierender machen: Arbeite darauf hin, ein Kampfsportstudio eröffnen zu können, zum Beispiel.

Das was du dir da erträumst, ist ja sportlicher Erfolg, und ob der sich tatsächlich nur immer ohne "Arbeit" (in welcher Forma auch immer) realisieren lässt, bleibt mal dahingestellt....oder ob der Anspruch "alle zu übertreffen und der beste zu werden", nicht mit so viel Mühe, Arbeit und auch Entbehrungen zu realisieren ist, dass dir dies auch wieder wie ein  "Zwang" erscheint.

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Ein Leben ohne Arbeitszwang führt man auch wenn man berufstätig ist.

Es ist ja jedem selbst überlassen einen Beruf zu ergreifen wo er seine persönlichen Interessen mit finanziellem Erfolg verbinden kann.

Wer Spass an seiner Arbeit hat und sowohl das berufliche Umfeld als auch seine Tätigkeiten mag, fühlt sich nicht gezwungen zu arbeiten sondern ihm würde was fehlen wenn er z. B. aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss.

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Kommentar von NewKemroy
25.11.2016, 15:00

Tatsache ist aber auch, wenn jemand Arbeit in Deutschland komplett verweigert, dann ist er mindestens bedroht in Sachen Nahrung, Unterkunft, Kleidung und medizinische Versorgung. Das heißt nicht dass er gleich sterben wird. Aber er wird sehr leiden. Er wird möglicherweise im Winter frieren, sich unansehnlich kleiden müssen, sich nicht gesund ernähren können, keine ausreichende Körperpflege betreiben können und auch einige Heilmittel und Arzneien verzichten müssen.

Also wenn Leid kein Zwang ist, dann weiß ich nicht was Zwang ist (umguck - wo ist eigentlich meine Peitsche)?

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gar nichts arbeiten ist unsozial oder auch asozial. Auch vor ein paar tausend Jahren, als noch kaum jemand wegen der Bezahlung gearbeitet hat, sondern um zu überleben musste jeder seinen Teil dazu beitragen, dass die Sippe überlebt. Daraus entwickelten sich dann Berufe, da es immer Sachen gab, die jemand besser konnte (oder auch mehr Spass dran hatte). Wenn sich jemand absolut nicht an der Arbeit beteiligen wollte, hat man ihn im besten Fall aus der Sippe verstossen.

Heute herscht theoretisch freie Berufswahl. Die Chancen sind zumindest verteilt. Spass am Beruf sollte vorhanden sein, was bei Hilfsarbeiterjobs und der damit verbundenen niedrigen Bezahlung natürlich eher nicht der Fall ist.

Wenn du der absolute Spezialist in sachen Kampfsport bist, was hindert dich dann daran als professioneller Trainer zu arbeiten? Für einen Volzeitjob dürften allerdings zu wenig Kunden vorhanden sein. Weil die, die sowas beigebracht bekommen wollen, gehen in der Regel auch arbeiten. Also wird dein Traumberuf dann überwiegend abends ausgeübt. Da aber auch kein Mangel besteht an Trainern für Kampfsportarten, dürfte es eher schlecht stehen, damit du damit Geld verdienen und leben kannst.

Du möchtest nicht als Sklave von der Wirtschaft abhängig sein. Ein bisschen mehr Realismus würde nicht schaden. Oder möchtest du dich lieber von unserem sozialen Auffangnetz abhängig machen?.

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Dich zwingt doch keiner, darfst dann nur keine Hilfe vom Staat erwarten! Arbeit kann übrigens auch Spaß machen!

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Ja, bau dir ne Hütte im Wald und ernähre dich von Kräutern und Beeren...

So kannst du völlig autark leben, natürlich ohne große Ansprüche...

Aber diese muss man sich verdienen.


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Niemand zwingt dich zu arbeiten.

Du kannst dich auch mit einem Kaffeebecher in die Fußgängerzone setzen.

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Kommentar von Shedopen
25.11.2016, 14:48

Man wird insofern gezwungen zu Arbeiten, weil man ja ohne Geld nicht auskommt?

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Kommentar von NewKemroy
25.11.2016, 15:03

Das ist herablassend, um nicht zu sagen sehr schäbig.

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Ich verstehe was Du meinst. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt wäre einen Arbeitsmarkt zu schaffen bei dem sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf gleicher Augenhöhe begegnen. Momentan ist das ja definitiv nicht so. Momentan ist der Arbeitnehmer Bittsteller und Underdog, während der Arbeitgeber oder dessen Finanzier die Position eines Gönners und Feudalherren bekleidet.

Aber das liegt nur daran, dass sich Geld nicht anbieten muss. Im Gegensatz hierzu muss sich Arbeit aber anbieten, wenn sie nicht verhungern oder von so einem Sozialamtmitarbeiter in irgendwelchen perspektivlosen, motivationsvernichtenden Maßnahmen geparkt werden will.


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Wäre sehr schön und würde der Gesellschaft viele Möglichkeiten eröffnen. Wenn Menschen ihr Zeit nicht zu einem so großen Teil nur für den Lebenserhalt aufbringen müssten...

Ja natürlich gibt es auch Berufe, die Spaß machen und es muss auch kein Zwang sein, arbeiten zu gehen. Aber wer hier schreibt "musst ja nicht", "such dir was Spaß macht", "jeder kan frei entscheiden" .... nun ja. Ich glaube der Großteil der Arbeitnehmer sieht das nicht so.... frag mal eine 60jährige, ob sie gern bei anderen putzt, weil sie kurz vor der Rente nichts mehr bekommt. Oder Geringverdiener, die sich mit zwei Jobs über Wasser halten, um eben nicht vom Staat abhängig sein zu müssen. Eine alleinerziehende Mutter, die einen Job weit unter ihrer Qualifikation machen muss, weil sie in ihrem Job keine Stelle findet - denn sie ist Alleinerziehend.

Nicht jeder ist so priviligiert, eine gute Ausbildung zu habe, in einem Job, der ihm auch nach 30 Jahren noch Spaß macht. Oder einen Job zu haben, bei dem man seine Familie ernähren kann ohne vom AG ausgenutzt zu werden.

Klar, gibt es alles....aber das sind auch Privilegien und unsere heutige Arbeitswelt ist ja nun nicht so romantisch, dass man alle Möglichkeiten hat, wenn man nur will und zugreift.

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Kommentar von janfred1401
25.11.2016, 15:54

in einem Job, der ihm auch nach 30 Jahren noch Spaß macht.

Wer an seiner Arbeit Spass hat und mit seiner Bezahlung zufrieden ist, der macht mit Sicherheit nicht 30 jahre lang das gleiche. Erfolg im Beruf haben, so dass der Chef den Angestellten oder auch Facharbeiter wirklich braucht und somit gut bezahlt, setzt immer Weiterbildung vorraus. Das Lernen endet nicht mit Beendigung der Schule/Ausbildung sondern geht das Leben lang weiter. Auch dafür muss man Spass entwickeln.

Wer das nicht kapiert, der gehört zu denen, wie der Fragesteller und all die, die sagen, eine Arbeit kann keinen Spass machen und man wird nur ausgebeutet.

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Ja das sind unsere Rentner! 

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Kommentar von biggie55
25.11.2016, 15:10

...........die ihr Leben lang gearbeitet haben,sonst würden sie nämlich keine bekommen^^....

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