Ein KKH hat eine Rechnung für 3 Tage Aufenthalt an meine PKV geschickt. Der Betrag ist 4400€. Wie kann es sein?

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4 Antworten

Das sind völlig normale Kosten der Kliniken, wenn sie die wie in deinem Fall Privatpatienten abrechnen dürfen. Das hängt natürlich auch von der Krankheit ab!

Alleine die Bereitstellung des Bettes und der „normalen“ Unterbringung dürfte derzeit locker bei 800 € liegen. Der Rest ist eher „Kür“ für die PKK … :-)

In 99 % der Fälle reichen auch die „normalen“ Ärzte. Professoren und Chefärzte sind ja nicht wegen dieses „Titels“ besser. Bei einem normalen Beinbruch können sie schließlich auch nicht mehr machen wie ihre Kollegen. Für das „Vernähen“ von OP- und sonstigen Wunden haben sie in den KKHs bestimmt spezielle „Metzger“, damit die Narben besser heilen … :-)

Ähnlich sieht es mit den Abrechnungen deiner Ärzte aus. Sie dürfen den i.A. 2,3-fachen Satz berechnen, der eben nicht für gesetzlich Versicherte gilt. Natürlich können die Ärzte und KKHs auch mit bzw. von den gesetzlich Versicherten leben, aber die Boni der PKVler werden da natürlich nicht abgelehnt.

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Rechnungen von ausgegründeten Privatkliniken sollten nicht anstandslos entgegengenommen werden. Vielmehr gilt es zu überprüfen, inwiefern ein gegebenenfalls überhöht gezahlter Betrag zurückzufordern ist. Diese Frage stellt sich insbesondere bei Selbstzahlern und dann auf dringliche Art, wenn die Beihilfe die Übernahme von Rechnungen bzw. Rechnungsbestandteilen ablehnt. Hier kann es schnell um bedeutende Summen in der Höhe von einigen Tausend Euro gehen. Es werden etwa für eine Blinddarm-OP einer Privatklinik über 6.000 € in Rechnung gestellt, wo sonst im Klinikum nur etwa 2.100 € berechnet werden.

Außerdem sollte auch berücksichtigt werden, dass eine so immense Preissteigerung letztendlich stets zu Lasten der Versicherungsbeiträge geht. Setzt sich diese Entwicklung ungehindert fort, so werden die Versicherten in regelmäßigen Abständen mit Beitragserhöhungen nach oben zu rechnen haben.

Die rechtliche Überprüfung solcher Krankenhausrechnungen hat in unserer Praxis bereits zu Erfolg geführt. Bei Bedarf stehen wir Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Da wir überregional tätig sind, ist eine Beratung selbstverständlich auch per E-Mail möglich. - http://www.ra-jablonsky.de/urteile/medizinrecht-urteile/privatpatienten-selbstzahler-krankenhausrechnung-vergleich.html

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Kommentar von amoeba
19.11.2016, 12:01

Es handelt sich NICHT um eine private Klinik sondern um ein normales KKH. Wie gesagt sind die OP Arztkosten nicht inbegriffen.Vielleich OP Saal kosten ? Gibt es ein Beispiel ?

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Kommentar von Mignon6
19.11.2016, 12:07

Ich finde deine Antwort gut.

Deshalb darfst du jedoch keine Eigenwerbung machen. Die ist hier nämlich verboten! Wenn ein Rechtsanwalt es nötig hat, seine Mandanten in so einem Portal zu akquirieren, dann wirft das erhebliche Fragen auf.

Es gibt viele Anwaltskanzleien, die sich mit Medizin- und Patientenrecht auskennen.

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Kommentar von wolfgang1956
19.11.2016, 12:13

Das beantwortet alles nicht ihre Frage!

Sie will doch gar nicht gegen die Rechnung klagen.

Außerdem ging es um ein ganz normales Krankenhaus mit Chefarztbehandlung!

Da liegen die Preise eben in dieser Größenordnung.

Im Grunde geht es auch den Versicherern am Allerwertesten vorbei, was ein privat Versicherter für Verträge mit den Krankenhäusern und Chefärzten aushandelt. Die Rechnungen gehen dann eben erst mal an den Patienten. Wie der sie begleicht, ist dessen Angelegenheit, wenn er bzw. sie angibt, privat versichert zu sein!

Hinzu kommt die Rückversicherung seitens der KKHs, dass sie bei Ankunft des Patienten prüfen, was der Versicherer leisten wird. Ein bischen kann man da auch auf die Erfahrungen der Klinikbürokratie vertrauen!

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Sind die Kosten nicht auf der Rechnung spezifiziert?

Bei den Privatkrankenversicherern sitzt kompetentes Personal, das die Honorare für medizinische Dienstleistungen kennt. Insofern kannst du davon ausgehen, dass die Leistungen tatsächlich angefallen sind und richtig abgerechnet wurden.

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Kommentar von amoeba
19.11.2016, 11:54

Nein die Kosten sind nicht spezifiziert. Ich kann micht überhaup nicht vorstellen, woher solche Kosten kommen. Ich wusste das ein Krankenbett pro Tag ca 500€ kostet aber was mit dem Rest ? Bei der Einweisung wurde mir gezeigt, dass das 2Bett Zimmer ca. 60€ pro Tag kostet. Deswegen sind die allgemeine Gesundheitskosten jedes Jahr so hoch. Resultat: ich habe heute  eine Erhöhung meine PKV Prämie von 12%  !!! ab januar 2017 bekommen........

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Kommentar von wolfgang1956
20.11.2016, 11:03

Sind die Kosten nicht auf der Rechnung spezifiziert?

Warum? Wenn das KKH schreibt: Bereitstellungspauschale der Unterbringung für 3 Tage = 4400 € ist das ausreichend!

Honorare für Ärzte sind was anderes wie für tägliche Bettenpauschalen in KKHs.

Allerdings kann ein Arzt, der seine medizinischen Dienstleistungen abrechnet, auch hier und da schon mal was mehr abrechnen als bei der gesetzlichen KV. In Krankenhäusern bekommt man schon mal zig Infusionen und Spritzen, ob da drei mehr abgerechnet werden, kann der Patient nicht alles vorab prüfen und die Prüfer bei den Versicherern müssen das eben hinnehmen.

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Hallo, das sind wahrscheinlich nur die Normalen Klinikkosten.

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Kommentar von amoeba
19.11.2016, 11:56

Ja, miene Frage aber war, was für Kosten sind.

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