Frage von honeyhanni94, 72

Ein Kater verstorben kann ich den zweiten Kater auch einzeln halten?

Ich habe im Sommer zwei Kitten bekommen (Brüder), nun ist einer der beiden leider verstorben und der andere (Mex 7 Monate alt) von jetzt auf gleich alleine. Beide waren von Anfang an Freigänger (hier gibt es viele Wiesen und Wälder) und der verstorbene schon immer mehr unterwegs als Mex, somit war dieser eh häufiger allein. Die beiden waren immer sehr anhänglich und hielten sich viel am Haus und auf der Terrasse in einem ihrer Körbchen auf, Mex macht das so auch weiterhin, frisst normal und ich kann auch sonst keine Wesensveränderungen feststellen. Dennoch habe ein schlechtes Gewissen, ob er sich nicht doch einsam fühlen könnte ohne seinen Bruder. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen was meine Bedenken angeht?

Vielen Dank schon einmal :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von unicornmeh, 45

Ich hatte auch lange zwei Katzen, waren keine Brüder aber lebten schon 5 Jahre zusammen. Als der eine mit 14 verstorben ist, war der andere erst 9. Er hat ziemlich getrauert, aber mittlerweile geht es wieder. Ich glaube, das kommt auf die Katze an. Manche stecken es besser weg, andere weniger. 
Ich weiß nicht, ob das helfen wird, aber wenn er trauert, kannst du mit ihm kuscheln und ihn trösten, vielleicht möchte er aber auch lieber alleine sein? 

Warte ab, wie er reagiert. So würd ich das jedenfalls machen. Aber wenn du ihn jetzt weggibst, hat er nicht nur seinen Bruder verloren, sondern auch seine gewohnte Umgebung. Wenn du allerdings Zeit und Lust hast, dich um noch eine Katze zu kümmern, könntest du dich ja mal umschauen, ob irgendjemand eine abzugeben hat, oder frag im Tierheim nach. Wenn deine Katze sich mit ihm versteht hilft das bestimmt, um die Trauer zu überwinden :)

Ich hoffe, dass irgendwas klappt und es ihm gut geht :)

Liebe Grüße

Kommentar von honeyhanni94 ,

Lieben Dank für deine Antwort :)

Nein ihn weg geben ist für mich auch keine Option.

Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katzen, 22

Hallo honeyhann94,

auch Katzen trauern und brauchen etwas Zeit. Die Trauer zeigt sich bei Katzen, indem sie z.B. wenig Interesse am spielen hat, zieht sich zurück und frisst nicht mehr richtig. Wird dieses Verhalten allerdings schlimmer, das die Katze das Futter völlig verweigert und abmagert, oder gar depressiv wird, sollte man sich Hilfe holen.

Katzen machen, genau wie wir Menschen, einen Trauerprozess durch. Der dauert von Katze zu Katze unterschiedlich lange.
Die Hamburger Katzenpsychologin und Tierhomöopathin Janine Baguhn rät dazu, etwa 1 Jahr zu warten, bis man einen neuen Artgenossen dazu holt.
Du kennst deine Katze doch am Besten. Achte mal auf ihre Körpersprache, auf die Ohrzeichen. Du wirst erkennen wie sich deine Katze gerade fühlt.

Dann zum Thema Einzelhaltung:

Das Katzen Einzelgänger sind, ist leider noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube. Studien belegen, das Katzen die Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Einzig auf der Jagd, sind sie wirklich lieber alleine. Freilebenden Katzen bilden sogar, freiwillig, große Kolonien in denen sie zusammen leben. Auch Hauskatzen pflegen draußen soziale Kontakte.

Natürlich gibt es vermeintliche Einzelgänger, denen Artgenossen nicht all zu viel bedeuten oder die in einer Gruppe einfach nicht Fuß fassen können. Doch diese haben, meist schon in der Prägezeit, eine sehr tiefe und enge Bindung zu Menschen aufgebaut, oder ein Traumatisches Erlebnis im zusammen leben mit Artgenossen erlitten und sind absolute Ausnahmen. Und selbst diese „Einzelgänger“ pflegen, auf ihre Art und Weise, draußen soziale Kontakte.

Eine Katze in Einzelhaft, vor allem noch schlimmer wenn es eine reine Wohnungskatze ist, wird mit großer Sicherheit auf kurz oder lang, Verhaltensauffällig.
Auch die Meinung, Katzen kann man lange alleine lassen, ist seit Jahrzehnten veraltet. Katzen stumpfen mit der Zeit ab und vegetieren eher vor sich hin, wenn sie zu viel alleine gelassen werden. Selbst wenn der Besitzer viel zu Hause ist, ist es kein Vergleich zu einem Spielgefährten mit dem man raufen, toben und spielen oder auch mal Kräftemessen kann. Das was Katzen untereinander teilen, können wir Menschen ihnen niemals geben.
Bitte ermögliche deiner Katze Gesellschaft durch einen Artgenossen !

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Auch wenn Mex offensichtlich mit dem Verlust gut klar kommt, heißt das nicht, das er seinen Bruder nicht vermisst und Künftig auch alleine Glücklich ist.
Auch wenn er Freigänger ist, solltest du ihm nach einer Zeit wieder einen Artgenossen holen, mit dem er Abends nach den Streifzügen auf der Couch kuscheln kann, oder auch mal Kräfte messen ect.

Mex ist erst 7 Monate alt, soll er wirklich ein Leben lang alleine bleiben ? Ich würde es nicht machen. Gib Mex etwas Zeit, was auch dir Zeit gibt zu schauen, das ein neuer Artgenosse vom alter und Charakter zu ihm passt.

Alles Gute

LG

Antwort
von elfriedeboe, 25

Sicher kannst du alleine halten oder du holst ihm eine zweite aus dem Tierhaus ! Beides ist OK !

Antwort
von Calim8, 21

Wenn dein katerchen keine Veränderungen im Wesen hat könntest du ihn auch alleine halten. Ich würde allerdings dazu raten ihm wieder einen Spielgefährten zu holen.  Mit 7 Monaten ist es nicht so toll alleine zu leben.  Hole dir doch aus den Tierheim eine umgängliche Katze dazu wünsche euch alles gute. 

Antwort
von Otilie1, 33

da brauchst du dir keine gedanken machen, dein katerchen kommt auch alleine ohne bruder gut zurcht, er hat freilauf und damit genug zu tun und euch hat er ja schließlich auch noch

Antwort
von usberlin, 32

Kein Problem. Katzen sind normalerweise eher Einzelgänger und kommen auch ohne Gesellschaft bestens zurecht.

Kommentar von NaniW ,

Hallo suberlin,

nein, das ist so nicht Richtig. Katzen sind EinzelJÄGER, aber KEINE Einzelgänger ! Katzen brauchen die Gesellschaft von Artgenossen ! Dies haben Umfangreiche Studien ergeben.

Oder mal ganz anders erklärt...

Stell dir bitte einmal vor, du lebst in einer Katzenwelt. Du gehst aus dem Haus, pflegst Kontakte, hast Spaß, kannst toben, Spielen und all das tun, was Katzen eben so tun. Dann kommst du nach Hause, in die Menschenwelt. Du als einzigste Katze. Es ist für dich sehr still. Was die Menschen sprechen, verstehst du nicht. Niemandem dem du von deiner Jagd erzählen kannst, keinen zum Kräftemessen, spielen und toben. Wie würde es dir nach einer Weile wohl gehen ? Na ? Genau so muss sich eine Katze fühlen, die alleine lebt...Einzelhaft ist für Katzen grausam, selbst wenn sie Freigänger ist. Das was Katzen untereinander teilen, können wir Menschen ihnen niemals geben.

Alles Gute

LG

Antwort
von eklezeitalter, 17

unser Fritzchen ist auch im Aug. verstorben, er war 15 J. minki, seine

Schwester ist auch so alt, habe nicht gemerkt, das sie ihn vermißt hat,

Sie ist auch weiterhin sehr verschmust u. zutraulich, hoffentlich lebt

sie noch lange

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