Ich bin Atheist, was nicht bedeutet, dass ich mich nicht für Fragen in religiösem Kontext interessiere. Ich stelle mir nicht vor, dass Jemand Jemanden nach dessen Ableben zur Rechenschaft zieht, nach dem Motto "Du bist Christ I., II. oder III. Klasse und kommst in den I., II. oder III. Heavens-floor. Insofern gibt es doch m.E. eigentlich nur ein kirchengefälliges Leben, das dazu beträgt, den Kirchenfürsten die Taschen zu füllen. Wie also lebt man gottgefällig und was bringt das, außer vielleicht weniger Angst vor dem, was den Gläubigen in seiner Vorstellung "danach" erwartet.

Ich bin zwar katholisch, gehe aber trotzdem nicht jeden Sonntag zur Kirche. Mein Leben versuche ich so zu gestalten, das es eine Bereicherung für mich und meine Mitmenschen ist. Wenn es denn auch Gott gefällt, soll es mir nur recht sein. :-)
Muss erstmal fragen wie Gottgefällig willst Du denn leben? Oder wie Sehr glaubst Du an Gott? Es ist immer eine Frage für Dich selbst. Ich denke es gibt keine Regeln die bestimmen wie Du deinen Alltag gestaltest. Lebe so normal wie möglich! Denn es zählt nur Dein Glaube für Dich! Wenn Du aber Mitmenschen deinerseits um Dich haben möchtest, solltest Du mal eine Kirche besuchen! Ich selber habe meinen Glauben aber ich behalte ihn in mir und verhalte mich ganz normal. Denn zählen tut nur Deine Kraft in Dir!
Indem man auf sein Herz hört!!! Den grössten Fehler der Kirchen sehe ich darin, Gott als einen jenseitigen Gott darzustellen. Gott lebt in den Herzen der Menschen. ER befielt nicht irgentetwas von aussen, vom Jenseits, sondern ER ist die leise, sanfte Stimme des Herzens.Sie mal bei Lukas,Kap.17,Vers20-23 nach. Dort wird gelegentlich "Mitten unter euch" übersetzt. es heisst aber nach dem griechischen Urtext: "inwendig in euch" also das Gottesreich ist inwendig in euch.Ich zitiere:<...man wird auch nicht sagen:Siehe, hier ist es! Oer da ist es. Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch> Das hat die Kirche nur vergessen, weil sie mit einem jenseitigen Gott die Menschen so schön beherrschen kann.
Hekto am 11. November 2007 20:58 Und wenn mein Herz sagt: "Spreng dich in die Luft, der Dschihad ist gut.", dann tue ich das?
Also ich finde das hast Du jetzt sehr schön formuliert! Du solltest bedenken das hier auch minderjährige schreiben und diese Antwort falsch interpretieren könnten!
Das Herz des Menschen sagt nie soetwas, denn es spricht leise und zart, nie fanatisch!

Das ist eigentlich ganz einfach. Jedes Mitlebewesen achten und niemandem, auch keinem Tier, absichtlich Schaden zuführen. Das war es schon.
Indem die Nächstenliebe lebt mit Körper Seele und Geist Das Leben der Seele kann dir weder ein Mensch und noch weniger ein schon abgeschiedener Geist zeigen und beweisen. Das musst du in dir selbst finden; und das ist nicht anders denkbar möglich als nur durch die wahre Liebe zu Gott und durch die Liebe zum Nächsten. Aber die Menschen dieser Erde sind bestimmt, freie und völlig selbständige Kinder Gottes zu werden, und so müssen sie auch also geleitet werden, dass dabei ihr notwendig freiester Wille ja nicht die geringste Nötigung von einer mächtigeren Seite eines Geistes erfahre, sondern allein durch Offenbarung und Lehre und durch äußere Gesetze dahin geleitet werde, aus sich selbst das Wahre und Gute, das sie gelehrt wird, mit ihrem freien Willen zu ergreifen und aus eigener Selbstbestimmung danach tätig zu werden.

Religion und der Begriff Gott wurde von uns Menschen gestaltet. In früheren Zeiten hauptsächlich deswegen, um Macht zu erhalten. Geld war auch willkommen. Heutzutage geht es wie in der Wirtschaft um Geld - Macht ist in der Kirche nicht mehr der Mittelpunkt. Lebe nach DEINEN ethischen/religiösen Grundsätzen, Dein Gewissen entscheidet. Ich lebe nicht nach dem, was mir eine religiöse Gemeinschaft als Gewissen oder Pflicht aufdrückt, sondern nach MEINEM Gewissen.
Für mich liegt alles darin:
"Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andren zu"

Demütig sein, staunen und sich freuen können wie ein Kind, offen sein für Neues, nicht glauben, man wüsste schon alles, Fragen stellen und den Dingen auf den Grund gehen, Vorurteile ablegen, den Anderen in seinem Anderssein gelten lassen, nicht immer nur den eigenen Vorteil suchen, den Nächsten lieben wie sich selbst, die Wahrheit suchen, sich selber treu sein – das gefällt Gott.