Frage von djlikemusic, 123

Ein Freund hat Depressionen und will nicht zum Arzt?

Er hat jetzt schon länger Depressionen, da bin ich mir sehr sicher, er zeigt viele Anzeichen. Ich denke, er braucht langsam wirklich Hilfe eines Arztes. Ich habe ihm geraten sich Hilfe zu hohlen. Die Sache ist die, ich habe lange versucht ihn zu überreden, aber er will nicht, dass seine Familie was erfährt (Er ist erst 17).

Antwort
von Peter123333, 69

Schön das du deinem Freund helfen willst aber man kann Leuten nur helfen wenn die diese Hilfe auch annehmen. 

Sag ihm er kann ja auch zu seinen Eltern sagen er möchte dahin weil er Schulstress hat etc womit er nicht klarkommt falls es ihm unangenehm ist von seinen Depressionen zu erzählen, der Therapeut darf ja auch seinen Eltern nichts sagen womit er nicht einverstanden ist, sonst kann er das ja nächstes Jahr machen wenn er Volljährig ist und sich bereit zu einer Therapie fühlt. Man kann ihn ja nicht dazu zwingen sich helfen zu lassen. Unterstütze ihn einfach so gut es halt geht und versuch in vorsichtig zu Motivieren sich Hilfe zu suchen, ich glaube ihn da jetzt zu bedrängen is eher kontraproduktiv

Antwort
von Bananaboat007, 61

Rede lieber erstmal mit ihm. Vielleicht wird er abblocken aber auf jeden Fall wird er sich danach Gedanken machen, ob an deiner Annahme etwas dran ist (wenn er das nicht eh schon hat). Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung ;)

Und je nach Grad der Depression ist ein Arzt nicht immer die beste Lösung. Ich war selber mal unter anderem wegen Depression beim Psychologen und das hat nichts gebracht weil ich einfach mit ihm null klar gekommen bin. Natürlich gibts auch gute Psychologen aber erstmal solltest du vielleicht als Freund versuchen, dass er sich dir gegenüber öffnet und ihm zeigen, dass du auf jeden Fall für ihn da sein wirst.

Viel Glück :)

Kommentar von Hyaene ,

Du hast schon Recht. Es ist wirklich sehr wichtig den richtigen Psychologen erst einmal zu finden! Bei vielen hat man leider immer wieder das Gefühl, das man nicht weiß, wer "auf den Sessel" gehört. ':-)

Trotzdem kann eine Privatperson keinen geschulten Psychologen ersetzen. Zudem wird auch sehr viel Druck auf den Freund des Kranken ausgeübt.

Nicht selten kann es dadurch zur Co-Abhängigkeit kommen. 

Unterstützen ja, aber man muss seine eigene Grenzen kennen, damit man zum Schluss nicht auch noch mit herunter gezogen wird. 

Antwort
von JG2804, 56

Hey,

hat er denn eingesehen, dass er Probleme hat und Hilfe braucht? Weil zuerst muss er das einsehen bevor man ihm Helfen kann, denn sonst wird er die Hilfe nicht annehmen.

Ich kann ihn verstehen, ich will auch nicht zum Therapeuten/Psychologen, weil ich nicht möchte, dass meine Familie etwas erfährt.

Hat dein Freund schon mit einem Erwachsenen geredet? Denn meistens haben die nochmal andere Ideen, was man machen kann, ohne dass die Eltern das erfahren.

Du darfst ihn nicht unter Druck setzten! Mache ihm aber klar, dass du egal was ist für ihn da bist.

LG

Kommentar von Hyaene ,

Natürlich ist es unangenehm zum Psychologen zu gehen. Aber weißt du eigentlich, wie viele Patienten es gibt? 

Egal, welche Schicht, egal, welcher Status, usw. Wenn du wüsstest, wer oder was so alles Hilfe in Anspruch nimmt. ;-D

Man beweist viel mehr Stärke, Charakter und auch Stolz, wenn man sich gewisse Dinge selbst eingesteht und man sich helfen lässt, statt stur einem falschem Ego nachzulaufen. 

Ich selbst bin wegen einer Phobie ein Patient. ;-) 

Warum willst du eigentlich nicht, dass deine Familie etwas erfährt? Ist das Vertrauen so schlecht? Wäre wirklich schade. :-( 

Antwort
von TRichter1956, 44

Vielleicht musst Du ihn garnicht so sehr "überreden", wenn Du ihm einfach sagst, dass er mit 17 Jahren selbst entscheiden kann, zum Arzt (oder auch zum Psychotherapeuten - für Kinder und Jugendliche) zu gehen, alle Beteiligten unter Schweigepflicht stehen und seine Eltern das garnicht mitbekommen. Das einzige, was er regeln muss, ist, dass der Brief des Bewilligungsbescheids der Krankenkasse nicht von seinen Eltern geöffnet wird.

Antwort
von tumblrkind, 56

Wenn er nicht wirklich was erlebt hat oder Probleme hat, die die Depressionen verursacht haben, kann das auch an der Pubertät liegen. Ich habe die Phase auch durchgemacht. 64% der Jugendliche im Alter von 14-19 Jahren sind davon betroffen. Dennoch sollte man das ernst nehmen. Sei für ihn da. Das wichtigste, was er in der Zeit braucht ist Verständnis und Geborgenheit.

Kommentar von Hyaene ,

Es kann sogar auch etwas organisches sein. Deshalb sollte man sich zuerst am besten durchchecken lassen, ob mit der Schilddrüse alles in Ordnung ist. 

Antwort
von Hyaene, 55

Bitte komplett lesen, ich weiß, es ist sehr viel. ^^


Hallo, 

bitte sei dir im Klaren, dass nicht gleich jeder depressiv ist, der mal traurig ist und auch, dass sehr viele gar keine Hilfe wollen. Ob es sich wirklich um eine Depression handelt, muss so und so ein Arzt (Psychologe) feststellen.

Da wir keine Psychologen sind, können wir auch vieles falsch machen. Wir können vielleicht zuhören und ein paar Tipps geben, aber, ob und wie die Depression genau verläuft und welche Lösungen es dafür gibt, kann eben nur ein Psychologe klarmachen. Was wir "nur" tun können, ist depressive Menschen dabei zu unterstützen. 

Allerdings warne ich auch dringlich vor, wenn man selbst keine gefestigte Psyche hat, sich aus Mitleid oder eben auch Verständnis, sich auf psychisch Kranke einzulassen! 

Meine Erfahrung zeigte immer wieder dasselbe. Depressive neigen sehr zum extremen Egoismus und zum Teil auch Narzissmus. Natürlich ist dies nicht in jedem Fall so! 

Menschen mit psychischen Erkrankungen können einem wirklich das Leben zur Hölle machen! 

Oft interessiert es sie auch gar nicht, wie es anderen geht. Sie sehen nur ihre eigenen Probleme und schimpfen darüber, wie egoistisch und unfair doch all die anderen Menschen sind. Sie leben in einer eigenen Welt, in der es nur sie selbst gibt.

Erst kürzlich schrieb ich mit so jemanden. Ich habe mir vieles anhören und antun lassen müssen. Ihm war es völlig egal, ob ich überhaupt mit ihm zusammen sein möchte. Als ich ihm dann sagte, er solle bitte auch andere mal von sich selbst erzählen lassen und dass es dazu gehört, auch anderen mal zuzuhören, waren seine letzten Worte:

"Und damit du es weißt! Dich mache ich für meinen Suizid verantwortlich! Ihr seid doch alle gleich!"

Diese Worte zeigten mir dann endgültig, was für ein Mensch dahinter steckt. Zu Beginn fand ich ihn wirklich super nett. Ich hatte ihn wirklich sehr gern und es hätte ein guter Freund werden können. Aber, dass solche Sätze andere Leben zerstören können, schien ihm wohl völlig egal zu sein. Vielleicht war es auch nur unüberlegt. Dennoch! DAS war mir dann doch zu viel und schlussendlich auch das Aus! Und ganz ehrlich. Wäre ich noch vielleicht 10 Jahre jünger gewesen, hätte ich mir nach diesem Satz wahrscheinlich das Leben genommen, eben, weil ich damals noch viel zu "weich" war und selbst noch nicht so richtig mit dem Leben klar kam! 

Ich habe auch dadurch gelernt, lieber von "solchen" Menschen Abstand zu halten. Vorausgesetzt, es ist bereits ein Freund, bzw. ein Verwandter und ich kenne diese Person auch ganz genau.

Das mag zuerst hart und kalt klingen. Wenn man sich dann aber immer wieder solche Dinge gefallen lassen muss, stumpft man irgendwann auch einfach nur noch ab! Vor allem dann, wenn man schon mehr als neidisch, auf die Probleme solcher Menschen ist, sich aber trotzdem viel Mühe gab...

Ich gebe gerne Tipps und versuche auch zu helfen. Aber mich privat wieder auf einen fremden psychisch Kranken einlassen...

Nicht nochmal!

Ganz wichtig. Nicht jeder depressive Mensch neigt nun zum extremen Egoismus oder der Gleichen. Nein, das kann sogar auch das Gegenteil sein. Allerdings muss man hier auch erkennen können, ob es sich hierbei um ständiges Eigenlob oder um Taten, welche man selbst beobachten kann, handelt...

Ich kenne deinen Freund ja nun wirklich nicht und kann ihn schon deshalb absolut nicht einschätzen.

Aber sollte er es mal versuchen, dir ein schlechtes Gewissen einzureden, höre niemals, wirklich niemals darauf! Denke dann darüber nach, was das dann wohl für ein Freund sein muss, der dir obwohl du versuchst ihm zu helfen, noch versucht ein schlechtes Gewissen einzureden! Bedenke auch, dass man anderen nur helfen kann, wenn sie es auch wirklich wollen und es einem auch selbst gut geht.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen und habe jetzt nicht zuviele Menschen verärgert. 

Liebe Grüße

Kommentar von Lions97 ,

Interessant. Du hast mit jemanden geschreiben der auch Depressionen hat und hast immer wieder selber die gleichen Erfahrungen gemacht mit diesen Personnen.

Ich glaube nicht das jemand so schnell diesen Satz sagen würde
"Und damit du es weißt! Dich mache ich für meinen Suizid verantwortlich! Ihr seid doch alle gleich!" ohne eine Begründung. Hat er aber von Anfang an darüber geredet wie schlecht sein Leben war oder erst später? Und hast du ihn mal gefragt, das du nicht über dieses Thema mit ihn reden willst? Und nicht jeder muss so sein, wie du bereits gesagt hattest, aber es gibt doch auch Depressive Leute, die sich ändern. Du selber hast die Erfahrungen doch gemacht, oder etwa nicht? :)

Und meine letzte Frage dazu, hast du ihn eigentlich ne zweite Chance gegeben? Hat er sich nicht vllt. bei dir entschuldigt? Es gibt immer Leute, die froh wären, eine zweite Chance zu bekommen. Und wenn jemand sehr Offen ist, kann man das auch sagen.

Grüße Lions

Kommentar von Hyaene ,

Wer generell so etwas, wie oben geschrieben, zu jemand anderen sagt, der kann nicht wirklich etwas wert sein. Sorry. Aber, dass das andere Leben zerstören kann, scheint dir wohl nicht bekannt zu sein oder geht es dir NUR darum, dass diese "Person"  eine zweite Chance bekommt? Da wären wir bei diesem "extremen Egoismus", wovon ich bereits schrieb... 

Oder, wie würdest du so etwas finden, wenn du dir für jemanden viel Mühe gibst, obwohl es dir selbst, mehr als dreckig geht und dann SO ETWAS kommt? ;-) 

Die "Begründung" dieses Satzes, war eben, dass ich dieser Person sagte, sie solle auch mal anderen zuhören. Wenn es überhaupt für so einen Satz einen Grund gibt! 

Und ja, ich habe dieser "Person" mehr, als nur eine Chance gegeben. Ich denke, dass es hier niemanden etwas angeht, was zwischen mir und dieser "Person" vorgelaufen ist.

Diese "Person" kann generell froh sein, dass ich kein Mensch bin, der persönliche Dinge ausplaudert und wenn ich ein Problem habe, dies, anders, als er, nicht in der Öffentlichkeit austragen muss!

Anbei, bin ich mir zu 100% sicher, dass diese Person nichts, rein gar nichts verstanden hat und auch nichts, wirklich nichts ehrlich meint. 

Außerdem wäre ich mehr, als froh, wenn man endlich in Ruhe gelassen wird... 

Antwort
von VWMM12, 44

Das beschreibt 1 zu 1 die Situation wo ich gerade drin bin, verrückt.

Wenn er ist wie ich würde ich ihn zwangseinweisen :/ ich würde nämlich nicht wollen. Aber wenn er da anders ist musst du ihm sagen, dass es keine andere Lösung gibt

Kommentar von TRichter1956 ,

Glücklicherweise geht "zwangseinweisen" in Deutschland nicht so einfach - das ist also keine Lösung!

Kommentar von VWMM12 ,

da hab ich dann wohl Glück gehabt

Kommentar von VWMM12 ,

ne im ernst: sag seinen Eltern / Geschwistern Bescheid

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