palmananda am 06.10.2007 um 13:24 Uhr
Seit einiger Zeit leben zwei Junge-Maenner-WG’s im Haus, direkt unter mir. Das bedeutet: Permanentes Türenschlagen, vor allem auch nachts, dazu lautes Reden im Treppenhaus, von den staendigen Partys ganz zu schweigen. Miteinander Reden nicht moeglich, die Polizei – na ja (koennen/wollen auch nicht immer einschreiten…), und der Hausbesitzer will, dass wir das selber regeln. Irgendwelche Einsichten in Sachen „Gegenseitige Rücksichtnahme“ – Fehlanzeige. Stoerfaktor: maximal, Gesundheitsrisiko einbegriffen. Ich bin wirklich nicht ueberempfindlich. Trotzdem die Frage: Weiss jemand Rat?

Wenn der Hausbesitzer nicht eingreift, dann geht es nur über's Geld: Mietminderung androhen und gegebenenfalls durchführen. Du musst Zeit, Dauer und Art gut dokumentieren plus Zeugen, wenn vorhanden (Nachbarn/Besuch). Diese Aufzeichnungen sind bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung enorm wichtig.
tradaix am 6. Oktober 2007 13:35 Zusatz: Besorge Dir bei Polizei-Einsätzen die Tagebuchnummer.
palmananda am 6. Oktober 2007 13:42 danke fuer den wertvollen hinweis mit der tagebuch-nummer!
Mietminderung. Hier ist eine Tabelle: http://www.hanhoerster.de/html/mietminderung.htm
palmananda am 6. Oktober 2007 13:41 herzlichen dank!
Warum ist miteinander reden nicht möglich - wie war die Reaktion?
palmananda am 6. Oktober 2007 13:38 ganz einfach: sie wollen es nicht.
sie wollten nicht mit dir reden oder sie wollen nicht leise sein?
palmananda am 8. Oktober 2007 15:51 beides. sie fuehlen sich, glaub ich, im recht. 2. sie haben "keinen bock, zu reden." wir stehen offen gesagt vor einem raetsel.
dieses problem hatte ich neulich auch bei mir kam fast der deckenventilator runter, ich bin hoch und konnte nicht glauben was ich sah, die kinder 5 und 6 Jahre sind vom sofa gesprungen, wie die wilden, die eltern wahrscheinlich nicht in der lage was zu sagen, standen da und sagten das kann man kindern in dem alter, nicht erklären das sie damit aufhören sollen. meiner meinung nach kann man es ihnen erklären ich habe selbst 3. bei mir ist jetzt ruhe.wenn bei dir alles nichts hilft würde ich mir einen rechtsanwalt suchen und der hausverwaltung oder vermieter mit mietminderung drohen, wenn sich nichts ändert. wünsche dir noch gute nerven.
palmananda am 8. Oktober 2007 15:52 danke.

Eigener Lärm stört nicht, daher: Bohrmaschine an Heizungsrohr halten und einschalten. Macht in der anderen Wohnung soviel Radau, daß den Bewohnern "Hören und Sehen" vergeht. Ich behaupte, das wirkt!
vor allem morgens um 7 wenn die Jungs noch schlafen ;-))
Felbi am 7. Oktober 2007 11:32 Habe mit doppelseitigem Klebeband über den Schrank eine Metallplatte geklebt. Mit dem Hammer draufhauen hilft.
palmananda am 8. Oktober 2007 15:53 ich denk mal drueber nach. allerdings hat z.b. springen auf den boden nur bewirkt, dass ich mir selbst fast den knoechel verstaucht habe.
Schiebedach am 10. Oktober 2007 21:17 Tust mir leid! Alter Spruch:"Mit Gewalt läßt sich keen Bulle melken"

Mit diesem Problem stehst Du nicht allein dar. Im letzten Jahr sind in Deutschland zwei Millionen Menschen umgezogen, weil ihnen ihre Nachbarn zu laut waren. Alles was Du tun kannst ist mit denen reden (was nicht viel bringt) öfter mal die Polizei rufen (was schon mehr bringt) und regelmäßig schriftlich Beschwerde bei Deinem Vermieter einzureichen. Am besten zusammen mit anderen Nachbarn, wenn die sich ggf. ebenfalls gestört fühlen. Nach einer gewissen Anzahl von Beschwerden, sollte Dein Vermieter auch endlich einsehen, daß Du/Ihr das Problem nicht lösen könnt und er mal ein paar Abmahnungen verschicken muss. (Das hilft meist)
palmananda am 8. Oktober 2007 15:54 so wirds wohl laufen. seufz & danke fuers mitgefuehl.