Buchfink am 17.04.2009 um 17:58 Uhr
Ein bisschen Geist, ein bisschen Mut - an meiner grünen Seite, ja das wäre gut
Einer hatte starke Arme doch er war kein großes Licht,
der Andre hatte sehr viel Köpfchen, doch ein Mann, das war er nicht.
Eine Bekannte liebt Schlager und bringt diese Art Musik auch ihren Kindern nahe. Zur Zeit hat sie eine Fünfjährige mit diesem 60er-Jahre-Ohrwurm eingelullt. Das Mädchen ist bisher ein aufgeschlossenes Kind, ohne Vorurteile und Ansprüche gegenüber Männern. Allerdings hat ihre 14jährige Schwester diesen Text in ihrer Kindheit etwas zu sehr verinnerlicht und erwartet nun hochintelligente und poetische, aber gleichzeitig mutige und draufgängerische Jungs.
Da solche Exemplare, mit dieser "Charakter-Mischung", nur schwerlich in ihrer Schule, ihren Vereinen und dem Konfirmandenunterricht zu finden sind (und auch unter erwachsenden Jungs eher selten bis gar nicht existieren), ist sie nun frustriert und hasst ihr Mutter dafür, dass sie ihr in ihrer Kindheit dieses Lied ständig vorspielte und ihr damit ein Männer-Idealbild vermittelte, das gar nicht existiert.
Nun erwartet diese Jugendliche (das Patenkind meiner Frau), dass wir ihr entweder helfen, einen Jungen mit diesen Attributen zu finden oder sie davon überzeugen sollen, dass es für eine glückliche Beziehung so einen Jungen/Mann gar nicht braucht.
Frage:
Wie vermitteln wir das einer 14Jährigen?
Bild/er:

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Frau wächst mit ihren Ansprüchen ;-))
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Diese Wachtumsphase der Pubertät ist genau der richtige Zeitpunkt, dieses wichtige Detail einzuführen.
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Man leite die Heranwachsende an, all diese wunderbaren Fähigkeiten und Eigenschaften zuerst einmal in sich selbst zu verwirklichen.
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Viel Erfolg
holo
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Sie muss lernen, dass zum Glücklichsein kein Mann notwendig ist, sondern das eigene Ich. Und Eigenschaften, die man von anderen erwartet, sollte man auch selbst pflegen. Hat sie diese erwünschten Eigenschaften nicht, wird sie auch keinen Mann finden, der diese hat und sich mit ihren zufrieden gibt.
Buchfink am 17. April 2009 18:08 Poetisch veranlagt ist sie wahrlich nicht. Aber dennoch intelligent, mutig und draufgängerisch.
Sollte sie jetzt noch ihr Talent für Poesie ausbilden bzw. entdecken, wird das Mädchen auf ewig unglücklich sein.
schweresHerz am 17. April 2009 18:11 so meinte ich das nicht, aber wenn man best. Eigenschaften wie Mut, Intelligenz etc. sucht, wäre es nicht schlecht, wenn sie auch selbst hat. Gegensätze ziehen sich zwar an, aber sind die Unterschiede zu groß, hält es auch nicht.

Buchfink ich würds mit deinem Humor machen stell eine Reihe Fotos und Bilder zusammen, die dann deutlich machen, wie absurd das ganze ist... Mit 14 sollte sie sich selbst darüber ein Bild machen können, was der Markt zu bieten hat oder nicht... naja ich wünsch Dir viel Erfolg
Buchfink am 17. April 2009 18:06 Dass Goethe und Napoleon nicht gerade schöne Männer waren, weiß sie auch.
Aber sie hätte gerne einen Mann, mit diesen Charaktereigenschaften.
friendpiet am 17. April 2009 18:09 vielleicht findet sie einen... um es mit einem deutschen schlager auszudrücken....wunder gibt es immer wieder ...
LiloB am 18. April 2009 14:09 armes Mädchen, sowohl Goethe als auch Napoleon waren ausgesprochene Widerlinge und Opportunisten. Das sollte man ihr klarmachen. Aber keine Sorge, mein lieber Buchfink, sie wird sich (wie alle anderen Mädchen auch) verlieben- und eine (erschreckend lange Zeit) glauben, daß der "Angebetete" genau die positiven Eigenschaften hat, die sie Goethe und Bonaparte unterstellt. Und irgenwann wird sie (hoffentlich) den Mann ihrer Wahl so lieben können, wie er ist - oder eben nicht. Und das nennt man dann "die Enttäuschung" und der richtige erste Liebeskummer ist vorprogrammiert. Dann bitte trösten - und nicht auf "Illusionen" usw. hinweisen, wenn Du es schaffst!

Wer sagt denn dass es diesen Mann NICHT gibt? Sie ist doch erst 14. Soll oder will sie heute schon den Mann für´s Leben finden. Sagt ihr, dass der Mann den sie sich wünscht nicht leicht zu finden sein wird und nur mit Geduld und ausdauer dieses Ziel zu errreichen sein wird..Dass sie rausfinden muss ( und sie ganz alleine), welche Atribute eines Mannes gut für sie sind. Es war noch nie leicht den passenden Menschen an der Seite zu finden. Und nur sie Alleine kann durch gut überlegtes handeln denjenigen finden.
Buchfink am 17. April 2009 18:09 Vielleicht gibt es diesen Mann später auch, aber sie will bis dahin einen Jungen haben, der das auch "kann".
meinereins am 17. April 2009 19:52 Dann muss sie erfahren, dass enttäuschungen wichtig sind um daran zu reifen. Niemandem steht auf der Stirn gschrieben wie es in ihm aussieht. das kann man nur durch "ausprobieren" herausfinden. Das kann spannend sein und prägt den eigenen Charakter.
meinereins am 17. April 2009 20:32 Wieso sollte sie ihre Ansprüche an den Traummann herrunterschrauben ?!
Traumfrauen müssen doch auch perfekt sein ...
Buchfink am 17. April 2009 18:35 Sie ist sich bewusst (oder meint zu glauben), dass es solche Männer nicht gibt und möchte nun davon überzeugt werden, dass es auch ohne diese hohen Ansprüche funktioniert.
Wer sagt, daß draufgängerische gutaussehende, intelektuelle, kraftprozende Poeten nicht existieren?? Ich habe doch selber einen!!
Und sobald sie erkannt hat, dass das gar nicht funktionieren kann, wird sie es einsehen und ihre Ansprüche zurückschrauben?
Nun ja, mittelbar... sie wird eine selbstbewusste junge Dame mit all diesen exzellenten Charaktereigenschaften. Und dann darf "Gegensätze ziehen sich an" in Kraft treten ;-))
Davon hält sie leider recht wenig, denn "Gleich-und-Gleich-gesellt-sich-gern" existiert jetzt schon für sie.
Um so besser ... was für ein Ansporn, was für optimale Voraussetzungen. Wenn sie all diese wunderbaren Eigenschaften in sich selbst realisiert, dann bleibt auch der Traummann gemäß dem Gesetzt der Anziehung nicht mehr lange fern ;-))