Frage von SteinbockRalph, 53

Ein Bekanter wurde wegen Körperverletzung zu einer Gedlstrafe von 50 Tagessätzen zu 25 Euro verurteilt. Jetzt ist es ja auch möglich die Geldstrafe abzuarbeite?

Ein Bekanter wurde wegen Körperverletzung zu einer Gedlstrafe von 50 Tagessätzen zu 25 Euro verurteilt. Jetzt ist es ja auch möglich die Geldstrafe abzuarbeiten, wenn die Staatsanwaltschaft zustimmt, was sie in der Regel auch macht. Das Projekt nennt sich Schwitzen statt Sitzen? Wie werden den die Arbeitsstunden berechnet bzw. wieveiel Stunden müssen abgeleistet werden?

Antwort
von KaterKarlo2016, 20

Guten Abend,

Kann die Staatsanwaltschaft die Geldstrafe nicht beitreiben, weil der Verurteilte diese nicht zahlen will oder – was häufiger der Fall ist – nicht zahlen kann, tritt nach § 43 Strafgesetzbuch (StGB) an die Stelle der uneinbringlichen Geldstrafe eine Ersatzfreiheitsstrafe.

1975 ermächtigte der Bundesgesetzgeber mit Art. 293 des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch (EGStGB) die Bundesländer dazu, durch Rechtsverordnung "freie Arbeit" anstatt Ersatzfreiheitsstrafen zu ermöglichen.

Dabei wird ein Tagessatz der Geldstrafe dann nicht in einen Tag Ersatzfreiheitsstrafe umgerechnet, sondern lediglich – je nach Bundesland – in vier bis sechs Stunden gemeinnützige Arbeit.

Damit eine Geldstrafe, in gemeinnützige Arbeit umgewandelt werden kann, muss ein Antrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gestellt werden.

Nachzulesen auch unter:

www.lto.de

Ich hoffe ich konnte ihnen helfen.

KaterKarlo2016

Antwort
von sr710815, 19

wohl nur bei Arbeitslosigkeit. Sozialstunden bzw. Tage in Höhe der Tagessätze. Sonst evtl. Ratenzahlung vereinbaren. Das muß aber der zuständige Staatsanwalt entscheiden

Vorbestraft ist man dann noch nicht, erst ab 91 Tagessätzen.

Antwort
von Rockuser, 29

50x8 Stunden.

Antwort
von Everklever, 27

50 volle Arbeitstage. In der Regel Steinbruch oder Straßenbau. Guten Erfolg!

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