Frage von Anna1798, 29

Ein Bekannter hat mich via E-Mail bei meinem Arbeitgeber verleumdet, wie verhalte ich mich?

Antwort
von Brandenburg, 12

Wenn du ihm das HIEB-und STICHFEST - also mit ABSOLUTER Sicherheit nachweisen kannst, daß diese seine Behauptung/Verleumdung durchweg falsch ist: 

1) Erstens deinen Arbeitgeber umgehend darüber aufklären, bevor Gerüchte, falsches Geschwätz etc...auftreten und rasend schnell die Runde machen. 

2) Den betr. "Bekannten" je nach Situation bzw. Möglichkeit ENTWEDER per Briefpost (Einschreiben mit Rückschein) oder gleich per Anwalt und dessen Schreiben, dazu auffordern diese Falschbehauptung UMGEHEND ggü. deinem Arbeitgeber zu revidieren, 

ODER ihn unter Zeugen persönlich desgl. dazu auffordern, ggü. deinem Arbeitgeber die Falschbehauptung UMGEHEND zu revidieren. 

Nimmt er die Verleumdung/Falschbehauptung NICHT zurück, dann am besten nicht lange fackeln, sondern am besten mittels Anwalt Rechtsschritte z.B. Strafanzeige wegen übler Nachrede, Verleumdung lt. lt. §187 und §11 Abs. 3 StGB. 

Wenn vorhanden: SÄMTLICHE Korrespondenz zum zugrundeliegenden Sachverhalt (Emails, SMS, Bilder, Briefpost usw.) sichern und diese deinem Anwalt geben. 

Rechtsanwaltskosten: Gewinnst du das Gesamtverfahren rechtskräftig, ist die große Chance gegeben, daß dein Bekannter nicht nur die Verfahrenskosten, sondern auch noch deinen Anwalt bezahlen muß. 

Die Anwaltskostenfrage jedoch vor Verfahrenseröffnung mit deinem Anwalt selbst klären. Ich kenne den Sachverhalt nicht und kann deshalb auch keine Ferndiagnosen stellen. 

3) Eine evtl. Strafanzeige müsste spätestens 3 Monate nachdem dir dessen Verleumdung ggü. deinem Arbeitgeber bekannt wurde, gestellt werden. 

Allein wegen der ggfs. erheblichen Konsequenzen des Arbeitgebers ggü. dir bzw. deinem Beschäftigungsverhältnis und somit auch letzendlich deinem Lebensunterhalt empfiehlt es sich lt. meiner Auffassung, derart "scharfe Geschütze" ggü. deinem "Bekannten" aufzufahren. 

Du bist kein willenloses Opfer! 

Verleumdungen ggü. Arbeitgebern sind somit ein anderes Kaliber, als "ledigliche" Verleumdungen ggü. irgendwelchen weitläufigen Privatbekanntschaften. 

4) Diesen "Bekannten" zukünftig vermeiden wie der Teufel das Weihwasser. Auf derartige "Bekanntschaften" kannst du gut verzichten. 

Antwort
von BalTab, 13

Den Bekannte bei der Polizei anzeigen, egal was dabei rum kommt, den Chef darauf ansprechen und erklären, das diese Behauptungen nicht stimmen, und fragen, wem dein Chef mehr glaubt und wen er besser kennt.

Hatte so eine Fall selber mal, das war vor Internet.... Damals im Wachdienst, ich war auf Nachtschicht. In der Firma gab es sogenannte Kontrollinspektoren. Die fuhren zum einen Objekte an zum kontrollieren, wo Nachts keiner saß, zum 2. waren die Vorgesetzte für Mitarbeiter auf Objekten.

Der kam kurz bevor ich auf Kontrollgang wollte... Er hätte etwas Wichtiges zu besprechen, Kontrolle bitte verschieben.

Dann kam der Hammer: Ich wisse ja, das auf diesem Objekt in der Vergangenheit massiv gestohlen worden sei. Ja sicher wusste ich das, das komplette alte Team war deshalb ausgetauscht worden, ich war einer der Neuen, Man hatte denen zwar Nix beweisen können, aber sicherheitshalber waren die abgezogen worden... Nun, die Diebstähle seine zwar zurück gegangen, aber hätten nicht aufgehört. Und einer meiner Kollegen hätte angegeben, dass ich daran beteiligt sei, zumindest in der Form, das ich davon wisse, und die Augen zudrücken würde, wenn einer der Diebe mit Beute an mir vorbei das Gebäude verlassen würde.

Ich hab mein Butterbrot, meine Thermoskanne mit Kaffee und mein Buch für die langweiligen Stunden in meine Aktenkoffer gepackt, den zugemacht und in die Hand genommen und bin aufgestanden.

"Wenn Sie DAS glauben, dürfen SIE meine Schicht zu Ende machen! Dann gibt es KEINE Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit!"

Der Kontrollinspektor hat meine Schicht nicht übernehmen müssen...

Antwort
von Anna1798, 8

Ich danke beiden Antwortern für ihre Hilfe.Vielen Dank

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