Frage von lucas1237, 59

Ein Baby soll ja normalerweise bis zum 2. Lebensjahr gestillt werden und meine Frage wäre jetzt was das für eine Wirkung haben soll?

Und kann es negative Folgen haben wenn man vlt nur bis zum ersten Lebensjahr gestillt wurde  

Antwort
von Allyluna, 58

Wo kommt denn diese Weisheit her? 

Am wichtigsten sind die ersten paar Wochen, damit ein gewisser Schutz gegen äußere Einflüsse aufgebaut wird und sich die Mutter-Kind-Bindung stärkt. Das, was danach kommt, ist gut, aber wann mit Beikost angefangen werden soll und/oder ganz abgestillt werden soll, ändert sich quasi jährlich. Es kommt ja auch darauf an, wie das Kind auf anderes als "Muddis Milchbar" reagiert und wie groß der Wunsch der Mutter ist, ihren Körper wieder ganz für sich zu haben. Letztendlich liegt es nur bei den beiden, wie lange es "gut" ist zu stillen - so lange sich beide damit wohl fühlen! 

Antwort
von Nessza, 6

Die WHO-Empfehlung besagt:
- VOLLstillen (also NUR Muttermilch) bis 6 Monate (mindestens!!)
- bei Beikostreife im Schutz der Muttermilch Brei oder Fingerfood einführen
- TEILstillen bis 2 Jahre
- weiter stillen, solange Mutter UND Kind es wollen.

Es gibt ein paar Frauen (etwa 2%) die nicht stillen können, manche wollen auch nicht. (Bei Stillproblemen hilft eine Stillberaterin gern weiter, viele arbeiten ehrenamtlich)

Muttermilch hat viele positive Effekte für Mutter und Kind, keine Pulvernahrung kommt da dran, aber keine Mutter braucht ein schlechtes gewissen haben, wenn sie ihr Kind (warum auch immer) mit industriell gefertigter Nahrung ernährt. :)

Antwort
von janeangel, 50

Mutter Milch ist gut für das immunsystem aber es gibt Kinder die werden nicht gestillt oder nur 5 Monate und den geht es gut ausserdem wenige Frauen haben den Nerv das Kind 2 Jahre zu stillen also ist es denke ich mal nicht so schlimm

Antwort
von Marry39, 59

Hallo !

Man sagt, dass Babys die das erste Lebensjahr gestillt wurden weniger Allerien entwickeln. Die wichtigste Zeit ist das erste halbe Jahr. Im Bezug auf die Gesundheit spielen dann noch ganz viele andere Faktoren eine Rolle, z.B. Ernährung, Umwelt...

Aber auch wenn Stillen für die Kinder sehr gut ist, muss das  nicht zwingend heißen, dass nicht gestillte Kinder kränker sind. Und wenn ich richtig verstehe, ist ja ein Jahr gestillt worden.

Gruß

Kommentar von Josefiene ,

muss das  nicht zwingend heißen, dass nicht gestillte Kinder kränker sind.

Stimmt  ! Habe ein Kind gestillt und eines nicht. Das gestillte Kind ist viel anfälliger auf Krankheiten und Allergien, als das nicht gestillte.

Kommentar von kiniro ,

Das bedeutet trotzdem nicht, dass Stillen schlecht ist.

Wer weiß, wie es mit den Allergien und Krankheiten aussehen würde, wenn das Kind auch nicht gestillt worden wäre.

Antwort
von Goodnight, 32

6 Monate Stillen wäre ideal.  Ein Kind ist nur 6 Monate ein Säugling. Langzeitstillen ist nicht sinnvoll in einem Land mit Nahrungsüberfluss.  Was für Länder mit Nahrungsmangel und unsauberem Wasser gilt ist nicht relevant bei uns. Stillen entkalkt die Knochen, zu langes Stillen führt zu Osteoporose der Mutter. Das wiederum ist für Entwicklungsländer nicht relevant, weil es da nur ums Überleben geht.

Kommentar von Allyluna ,

Das ist Quatsch! Es hat sich erwiesen, dass sogar das Gegenteil der Fall ist. Frauen, die länger oder mehrere Kinder gestillt haben, leiden weniger an Brustkrebs und Eierstockkrebs UND haben zudem ein GERINGERES Risiko, später an Osteoporose zu erkranken, eben WEIL der Körper der Mutter nach dem Abstillen (so die Vermutung) den Kalziumhaushalt sogar wieder besser herstellt als vor dem Stillen!

Kommentar von Goodnight ,

Nun ich bin die Fachfrau für Osteoporose und solange die Mayo Klinik nichts anderes der Fachwelt Mitteilt gehe ich ganz stark davon aus , dass ich recht habe.

Kommentar von isebise50 ,

@ Goodnight: Hast du da einen Link zu einer Studie o.ä. für mich? Ich bin bisher davon ausgegangen (und so ist es mir auch auf jeder Fortbildung zu diesem Thema vermittelt worden), dass zwar in der Stillzeit die Mutter tatsächlich eine größere Menge an Kalzium über die Muttermilch an ihr Kind weitergibt, sich aber innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach dem Abstillen die Werte wieder erholen oder  sogar teilweise über den Ausgangswerten liegen.

Kommentar von Goodnight ,

Tut mir leid den Aufwand zur Studiensuche betreibe ich bei GF nicht, wenn ich das tun würde , dann für Kunden die mich bezahlen.

Die Frage ist, Weiterbildung wo, bei den Stillberaterinnen?

In der Schwangerschft lagert die Muttter Calciumreseveven für 6 Monate Stillen in den Knochen ein. Nach dieser Zeit hat das Stillen weder für Mutter noch das Kind Vorteile. Anbei bemerkt hat auch Muttermilch Schadstoffe. 

6 Monate bis 1 Jahr zur Erholung der Werte ist eine Katastrophe, kein Vorteil. Ein eingestürzter Wirbel erholt sich nicht. Was ist mit Müttern die mehrere Schwangerschaften haben? Und was ist mit den Schwangeren nahe an der Menopause?

Die Werte erholen sich, weil die Mutter wesentlich mehr auf den Beinen ist und ihr Kind trägt. (Was wiederum nicht den Schluss zulässt, dass die Mutter ständig ihr Kind herumtragen soll.) Um Calcium in den Knochen einzulagern braucht es Druck und Zug auf die Röhrenknochen. Was sich eben mit dem Tragen erklären lässt, ebenso  bei vielen mit mehr Gewicht als vor der Schwangerschaft. Eine Frau mit bis 10kg Übergewicht wird eher nicht Osteoporose zu erkranken.

So eigenartige Studien die behaupten, dass Stillen gut gegen Osteoporose sei, sagen immer wieder wir wissen nicht warum.. Genau da liegt der Hase im Pfeffer..

Kommentar von isebise50 ,

Vielen Dank für deine Antwort.

Kommentar von isebise50 ,

Hallo Goodnight, einer meiner Lieblingssätze lautet: "Irgendjemand ist immer die Statistik!" - im positiven wie im negativen. Nichtsdestotrotz hantiere ich in meinem Job sehr viel mit der Wahrscheinlichkeitsberechnung von Risiken. Bei Empfehlungen und Beratungen gebe ich gerne evidenzbasiertes Wissen weiter. Deshalb wäre es für mich halt schön zu wissen gewesen, ob es denn überhaupt eine Studie zu Langzeitstillen und Osteoporose gibt.

Kommentar von kiniro ,

Ach ne...Fachfrau.
Du empfiehlst wohl auch noch, Milch(produkte) zu nehmen.

Was in deinem Fall Sinn machen würde - sonst könnte sich das mit dem Fach "Osteoporose" irgendwann erübrigen.

Kommentar von kiniro ,

Das ist vollkommener Schwachsinn, was du da schreibst.

Da lohnt kein weiteres Wort.

Kommentar von isebise50 ,

Mir hat der Gedanke an "Langzeitstillen und Osteoporose" und das dazu „gefühlte Wissen“ keine Ruhe gelassen. So bin ich auf die Suche nach einer evidenzbasierten Studie gegangen und bin fündig geworden:

Das Risiko für Osteoporose wird bei längerem Stillen geringer, s.a. Die Empfehlungen der American Academy of Pediatrics finden Sie im Internet in Originalform unter: http://pediatrics.aappublications.org/content/129/3/e827.full.html

Bei der VELB Konferenz vor vielen Jahren in Innsbruck referierte eine Vortragende darüber und belegte es.

Hier noch etwas Literatur zu Osteoropose und Stillen:

25.. Cross N.A., Hillman L.S., Allen S.H., et al: Calcium homeostasis and bone postweaning: A longitudinal study. Am J Clin Nutr 1995; 61:514.

58.. Ips, Chung M, Raman G et al: Breastfeeding and Maternal and Infant Health Outcomes in Developed Countries Evidence Report/Technology Assessment153. Rockville, MD, April 2007, Healthcare Research and Quality.

64.. Kalkwarf H.J., Specker B.L., Heubi J.E., et al: Intestinal calcium absorption of women during lactation and after weaning. Am J Clin Nutr 1996; 63:526.

65.. Kalkwarf H.J., Specker B.L.: Bone mineral loss during lactation and recovery after weaning. Obstet Gynecol 1995; 86:26

131.. Sowers M.F., Corton G., Shapiro B., et al: Changes in bone density with lactation. JAMA 1993; 269:3130

Antwort
von Steffile, 53

Je laenger desto besser - chinesische Kaiserssoehne wurden bis 12 gestillt und ein Forscher hat mal gesagt, wir wuerden uns alle von Muttermilch ernaehren, wenn sie uns jemand geben wuerde.

Die allgemeine Empfehlung ist aber bis mindestens 1 Jahr glaube ich (die Empfehlung wird ab und zu geaendert). 

Es gibt Leute die behaupten dass Langzeitstillen die Kinder intelligenter macht, aber das ist bestritten und wahrscheinlich wuerde keine Mutter ihre Kinder lange stillen um noch 0.8 IQ Punkte oder so rauszuholen ISWIM. Was aber sicher ist, ist dass Stillen das Immunsystem und die Darmflora staerkt, und allgemein gut fuer die Mutter-Kind Bindung ist.

Ich habe meine Kinder bis ~ 3 gestillt, und sie sind normal gesund, intelligent, haben keine Allergien. Ich habe das nicht wegen einer Liste von Vorteilen gemacht, sondern weil es mir einfach richtig erschien, dass sie selbst abstillen, im Vertrauen darauf dass die Natur am besten weiss was gut ist.

Antwort
von HermineGlocken, 46

Längerer Kontakt zur Mutter schadet sicherlich nicht. Auch hat die Muttermilch viele positive gesundheitliche Eigenschaften. Muss jede Mutter / jedes Elternpaar selbst entscheiden. was ich aber bedenklich finde, dass viele mütter zu früh abstillen oder gar nicht stillen :(

Antwort
von kiniro, 16

Da hast du etwas falsch verstanden.

6 Monate lang vollstillen. Danach mit entsprechender Beikost bzw. Familienkost bis zum 2. Lebensjahr oder solange es Mutter und Kind wollen stillen.

2 Jahre stillen bedeutet nicht, dieses ausschließlich zu machen.

Wenn ein Jahr lang gestillt wird, wird auf die sich im 2. Lebensjahr nochmals verändernde Muttermilch (vermehrte Bildung von Antikörpern) verzichtet.
Allerdings stillen hier die wenigsten Mütter bis zum ersten Geburtstag. Somit ist ein Jahr stillen besser als wesentlich kürzer oder gar nicht zu stillen.

Kommentar von kiniro ,

Was zur Calcium-Sache (auf Englisch):
http://www.niams.nih.gov/Health_Info/Bone/Bone_Health/Pregnancy/default.asp#b

(...)Breastfeeding and Bone Health

Breastfeeding also affects a mother’s bones. Studies have shown that women often lose 3 to 5 percent of their bone mass during breastfeeding, although they recover it rapidly after weaning. This bone loss may be caused by the growing baby’s increased need for calcium, which is drawn from the mother’s bones. The amount of calcium the mother needs depends on the amount of breast milk produced and how long breastfeeding continues. Women also may lose bone mass during breastfeeding because they’re producing less estrogen, which is the hormone that protects bones. The good news is that, like bone lost during pregnancy, bone lost during breastfeeding is usually recovered within 6 months after breastfeeding ends. (...)
Markierung von mir.
"Die gute Nachricht ist, dass, wie der Knochenschwund während der Schwangerschaft, der Knochenschwund während des Stillens normalerweise innerhalb von 6 Monaten nach Beendigung des Stillens aufhört."

Damit ist nicht die Rede von einer 6-monatigen Stilldauer.

Antwort
von robi187, 40

das hängt von der mode ab?

ich würde die hebame fragen oder einen kinderarzt oder einen fauenarzt?

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