Frage von nani123, 76

Ein-/Ausreiseverweigerung bzw. Probleme Russland?

Hallo Leute,

dieses Jahr hatten wir endlich ein Besuch von Verwandten in Russland geplant, wobei der Abreisetermin (mit dem Auto) nun in eineinhalb Wochen fällig wird(ab dem 09.07.2016). Uns wurde nun in der russischen Botschaft mitgeteilt, dass die Ein- und Ausreise mit großen Schwierigkeiten verbunden sein würde, da die Eltern eine doppelte Staatsbürgerschaft (Einreise mit russischem Pass ) und die Kinder(9,11,16 und 17 J.) lediglich Visa/Reisepässe besitzen. Dem Gesetz nach besitzen also auch die Kinder die russische Staatsangehörigkeit, wobei die Kinder nicht in den Pässen der Eltern vermerkt sind. Nun unsere Frage: Könnte es zu Schwierigkeiten bei der Ein- oder Ausreise kommen, weil die Kinder keine russischen Pässe haben? Was haben wir zu erwarten?

Auf eine möglichst zeitnahe Antwort wären wir Euch sehr dankbar!!! :))) (Bzw. hat jemand bereits Erfahrung mit solch einer Situation gemacht?)

Antwort
von alexklusiv, 40

Hatte eine schöne ausführliche Antwort geschrieben, aber es gab einen Internetfehler und alles war weg... Ich zähle die wichtigsten Punkte einfach nochmal auf.

1) Es gibt erhebliche Unterschiede in der Wartezeit an den einzelnen Grenzübergängen, erkundige dich da vorher und fahre bei Bedarf einen alternativen Übergang an. 

2) Es ist auf jeden Fall günstiger, wenn deine Kinder in deinem Pass vermerkt sind, solange du nicht anderweitig beweisen kannst, dass es sich um deine eigenen Kinder handelt. Da das (zumindest in weißrussischen Pässen) handschriftlich erfolgt, kannst du sie einfach selbst eintragen, das merkt keine Sau. Ob deine Kinder die gleiche oder eine andere Staatsangehörigkeit als du haben, ist so lange egal, wie kein Zweifel daran besteht, dass sie "zu dir gehören", sie also am besten einfach eingetragen sind. Eine mündliche Bestätigung deiner Kinder reicht nicht aus.

3) Wenn ihr keine einheitlichen Pässe habt, also nicht alle EU, dann müsst ihr euch in den "All Passports"-Kanal einreihen, nicht in "EU-Passports", auch wenn dieser bekanntlich kürzer ist, lass dich da nicht verlocken, man verliert nur Zeit.

4) Wenn es farbige Markierungen gibt, musst du den grünen folgen, da du keine Ware zu deklarieren hast.

5) Wenn du Probleme bekommst - und das ist eine "goldene Regel" - dann sprich einfach einen anderen Zollbeamten an als den, der dich im Moment bedient. Wenn der das gleiche sagt, verlangst du, seinen Vorgesetzten zu sprechen. Denn normalerweise hat jeder Grenzer eine andere Meinung darüber, was zulässig ist und was nicht - und erfahrungsgemäß findet sich immer einer, der dich passieren lässt.

Fazit: Ob die Kinder russische Pässe haben, ist so lange gleichgültig, wie deine Funktion als ihr Erziehungsberechtigter über alle Zweifel erhaben ist. Das ist der einzige wirklich wichtige Punkt - darauf hätte dich die Botschaft eigentlich hinweisen müssen. Es kommt nicht darauf an, ob ihr die gleiche Staatsbürgerschaft habt, das haben sehr viele nicht, meine Familie hatte damit nie Probleme, wenn mit den Eintragungen alles stimmte. 

Ich hoffe, ich konnte dir den einen oder anderen hilfreichen Impuls geben;)

Antwort
von JBEZorg, 21

1.Um sowas kümmert man sich rechtzeitig und nicht 1 Woche vor der Reise. Jetzt sind evtl. Probleme vorprogrammiert weil nicht mehr zu lösen in der Kürze der Zeit.

2.Vernünftigerweise hättet ihr für die Kinder russische Pässe ausstellen sollen.

3.Ohne diese habt ihr die Mühe nachzuweisen, dass die Kinder zu den Eltern gehören eindeutig. Geburtsurkunden und soweiso alles was ihr habt mitnehmen für die Kinder. Ist aber keine Garantie, dass es reicht.

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