Ein altes Haus kaufen oder nicht?

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13 Antworten

Ich habe 2008 im Zusammenhang mit einer Erbschaft ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen von einem Gemeindeausschuss und einem für die Gemeinde tätigen Bauingenieur schätzen lassen. Ein Wohnhaus mit Nebengebäuden und Garten. BJ 1951, Wiederaufbau nach einem Großbrand. Schätzkosten: 1.150,-- €.
Jedes noch so alte Haus und alleine schon das Grundstück ist mehr wert.
Ich würde eine Schätzung dringend empfehlen, weil man so viel Streit darüber vermeiden kann, wer wem wieviel auszubezahlen hat.

Ich wohne jetzt selbst in diesem Haus und kann mich über mangelnde Sanierungs- und Umbauarbeit nicht beklagen. Man kann es schaffen, wenn man viel Geld für Handwerker hat oder wenn man viel selber machen kann und die Zeit dafür hat.

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Hat denn der Bruder eine Idee, was er so haben möchte? Ist ein Grundstück dabei? Wie groß? Wie ist die Wohngegend/Infrastruktur?

Hier werden derzeit Zechenhäuser verkauft, um die 100 Jahre alt, die meisten mit großem Gartengrundstück, da hat ne Hälfte 100 qm und kostet um die 80000 EUR.

Und genau so viel muss man ca. noch mal reinstecken zur Dachsanierung, Dämmung, Keller sind nass, einige ohne Heizung, 100 Jahre alte Wasserleitungen und Strom aus den 60ern. Dielenfußböden.

Vielleicht kannst Du daraus errechnen, was Eures dann so wert wäre.


Ansonsten guck doch einfach mal auf Immobilienseiten, was Vergleichbares da so kostet.



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Kommentar von Blindi56
25.07.2016, 14:34

In Deutschland braucht man auch sicher einen Statiker und Co, um überhaupt was umbauen zu dürfen. Und man muss ja einen Wert ermitteln, der Onkel will sich ja auch nicht übers Ohr hauen lassen wollen.

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Lass dir einen Kostenvoranschlag vom Dachdecker und vom Elektriker machen. Dann hast du schon mal eine ungefähre Vorstellung was an Belastung auf dich zukommt. Dann überlegst du, ob diese Kosten für dich tragbar sind. Immer mit dem Gedanken daran, wenn man in einem so alten Haus ein Loch aufmacht, drei weitere finden könnte.
Wie sieht es mit deiner Familienplanung aus, 90 qm fällt jetzt nicht unter riesig. Solltest du noch Zuwachs einplanen, denke ich nicht, dass du unter diesen Auflagen anbauen oder aufstocken dürftest.
Bist du noch bereit zu übernehmen? Dann  mach dem Onkel doch mal folgenden Vorschlag: Durchschnitt Bauplatzgrösse ( 400 bis 500 qm) x 40,00 €/qm ( den unteren Wert wegen Idylle sowie Gemeindeauflagen) Plus die Restgröße x Richtwert Landwirtschaft, davon 2/3 als VB. Ist dir das bereits zu viel oder ihr werdet euch nicht einig, könnt ihr immer noch über das weitere Vorgehen verhandeln.
Erkundige dich aber vorher bei deinem Bauamt, ob das Haus an der Stelle heute nochmals genehmigt werden würde!
Verlier dabei die Nebenkosten für den Kauf vom Onkel (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer) nicht aus den Augen.

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Ach was,wenn die Bausubstanz i.o. ist kann es sich lohnen das Haus zu sanieren.
Hole Dir Kostenvoranschläge von Handwerken ein.
Für Heizung, energetische Sanierung gibt es Förderdarlehen von der KfW.

Hast Du die Kostenvoranschläge kannst Du rechnen, ob Du Dir die Finanzierung leisten kannst und kaufst vor der Sanierung dem Bruder seinen Anteil ab.

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Alte Häuser zu renovieren ist oft teurer als gleich ein neues zu bauen. Deshalb würde ich da ganz genau rechnen. Oft unterschätzt man die Kosten der Renovierung. Bei einem neuen Haus kannst du auch alles selber festlegen (Größe, Dachform, Zuschnitt.) Vor allem Typenhäuser oder Angebots - Häuser von Baufirmen sind oft sehr günstig. Du solltest genau vergleichen. z.B. http://www.standard-bau.de/aktions-häuser/ Für ein neues Haus brauchst du eben noch einen Bauplatz.

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Guten Morgen an Alle,

ich möchte mich bei allen für die Antworten danken.

Das Problem ist nicht das Mauerwerk oder sonstiges sondern
ehrlich gesagt das Dach. Da muss dringends was passieren ansonsten  wird es wohl bald wegfliegen.

Das Gesamtbild darf man laut der Gemeinde wohl nicht verändern. Ich würde das Ganze auch gern schätzen lassen aber wer kommt für die Kosten auf? Ich wäre dafür, dass man sich die teilt. Denn letztendlich hat doch jeder was davon.

Das Grundstück ist 3600qm groß und das aus hat eine
Wohnfläche von ungefähr 90qm. Es gibt noch 3 Nebengebäude(2 Garagen und
Schuppen).Heizung und Sanitärinstallation ist ca. 15Jahre her und es müsste
wenn überhaupt nur die Therme getauscht werden. Das was auch definitiv gemacht
werden muss ist die Elektrik. Die hat ein gewisses Alter und muss komplett
getauscht werden. Da ich ein absoluter Neuling in Sachen Hauskauf oder Bauen
bin weiß ich in diesem(speziellen)Fall nicht wo ich anfangen soll. Der erste
Schritt war das Gespräch mit dem Bruder. Irgendwie muss nun was umgesetzt
werden. Ich denke ein Schätzer muss ran oder? Die Grundstückpreise liegen
ungefähr bei 40-55Euro pro Quadratmeter. Ansonsten ist der Ort eine Idylle aber
eben auch weit weg von einem arbeitssicheren Ort

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Kommentar von Blumenacker
26.07.2016, 13:56

Sie sollten dann Dachdeckern und Elektroinstallateuren das Haus vorstellen, damit die Angebote machen können. Damit man zumindest mal die Dimension dieser Kosten kennt.
Wenn der Onkel keinen Schätzer bezahlen will, würde ich in diesem Fall die die Schätzungskosten selbst übernehmen. Sie sind schließlich derjenige, der sich eine Riesenaufgabe vornehmen will. Da fallen Schätzungskosten kaum noch ins Gewicht.
Vielleicht will aber der Onkel auch nur verhindern, daß Sie sich nur aus Sentimentalität in ungewisse Unkosten stürzen.

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Na wenn er meint das ein Sachverständiger teurer ist als das Haus würde ich ihm 500-700€ als Kaufpreis anbieten!

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Kommentar von Hansi43
26.07.2016, 07:15

das war ihn zu wenig, was ich auch verstehen kann

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Kommentar von MonikaDodo
26.07.2016, 10:22

Das ist aber unlogisch von ihm. Was stellt er sich denn vor?

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Es kommt zuerst darauf an, wie das Haus gebaut ist. Stein, Ziegel oder Fachwerk. Ist das Haus unterkellert? Funktioniert die Drainage noch? Ist der Keller trocken? Müssen die Fenster ausgetauscht werden? Muss die Elektroinstallation erneuert werden?
Wenn du dich entschieden hast, das Haus zu kaufen, dann klebe bitte keine Polystyroldämmung (Styropor) auf die Au8enwand. Verwende bitte keinen Kunststoffputz, Kunstoff- oder Latexfarben. Das Dach kannst du auch mit Stahl-oder Alu sanieren. Die sind optisch nicht von Ziegeln zu unterscheiden. Such die eine Baufirma, die etwas von ökologischem Bauen versteht und lass dir einen Kostenvoranschlag machen. Bevor du dann einen Vertrag unterschreibst, bestehe auf einer Baubeschreibung bis ins letzte Detail.

P.S. Polystyroldämmung (Styropor) ist in der EU und vielen anderen Ländern als Hausdämmung mit gutem Grund verboten.Nur für Deutschland gibt es eine Ausnahme. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Das KANN nur ein Gutachter verbindlich ermitteln. Wenn man lange genug sucht, findet man Sachverständige, die sowas für 600-800 € machen. Soviel sollte es einem Wert sein, wenn man sich später nicht jahrelang streiten möchte.

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Wow das Haus ist ÜBER ein Hundert jahre alt?

Die Anlagentechnik ist wahrscheinlich älter als meine Oma. also muss die raus.

das dach muss erneuert werden? das ist so das teuerste was man erneuern und reparieren muss.

Bausubstanz? damals gabs sowas wie bauphysik nicht. also wird wohl das Haus höchstwahrscheinlich feucht sein.

Bauherren sehen ein haus und denken ahja tapzeieren paar neue leitungen und neuer Boden und das haus ist doch schon bewohnbar

Mein rat, lass die Finger davon. Es sei denn du willst um die 150.000€ euro rum für die renovierung bezahlen.

FALLS du das wirklich vorhast bezahle einen gutachter. du brauchst einen VOR dem Bau. weil hinterher kann man nix reden. Ohne Gutachter weißt du nicht als Laie was du alles erneuern musst.

Statik ist auch so ne sache... bei einen so altem Haus

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Das Haus ist also 116 Jahre alt? ICH würde da, ehrlich gesagt, von einem Kauf absehen.

Das Geld, was Du da an Reparaturen reinstecken würdest, würde vlt. zum Bau eines neuen Hauses reichen. Und die Reparaturen würden immer nur Flickwerk sein - ein altes Gemäuer ist ein altes Gemäuer.

Die Erinnerungen an Deine Kindheit hast Du doch in Deinem Kopf.

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Frag dich doch mal folgendes: Würdest du in das Haus einziehen wollen, wenn du es nicht als Elternhaus betrachtest? 

Heizung Sanitär vorhanden, von wann? Wann wurde  die letzte größere Renovierung gemacht?

Wie hoch ist der Baulandpreis? Steht es evtl unter Denkmalschutz? 

Mit den Erinnerungen kann ich dich verstehen, aber die nutzen dir nichts, wenn du dich finanziell übernimmst. Dieses komische Gefühl wird immer bleiben, wenn Fremde drin wohnen und du vorbeifährst. 

Versuch es objektiv zu betrachten. Oder mach einen Schnitt und bau komplett neu an der Stelle. 

Kennst du keinen Immobilienmakler oder den Makler einer Bank, der dir das Haus mal bewerten würde. 

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Nimm Geld in die Hand und jag ein Gutachter durch, anschließend Kostenplan aufstellen einige Nächte drüber schlafen und vorher garnichts entscheiden.

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