Eignet sich dieses Gitarrenset für mich?

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9 Antworten

Das kommt auf den Anspruch an.

Ich habe vor einem Jahr mit einer deutlich hochwertigeren Squier Classic Vibe 60s angefangen und bin voll, aber vollstens auf die Nase gefallen. Ich hatte sie Gott sei Dank bei einem namhaften Laden gekauft die absolut keine Mucken gemacht haben. Nach einigen Wochen habe ich sie einmal gegen ein Demomodell umgetauscht, dieses wiederum hatte andere Mängel und Schwächen. Letztenendes habe ich sie zurückgegeben und ein komplett anderes Modell gekauft.

Das schwächste an der Gitarre waren die Tuner. Fender baut in die Strats ab der Mexiko Serie andere, deutlich bessere Tuner ein. Guck Dir mal die Kopfdetailfotos bei Thomann an, dann siehst du das. Die der Squiers haben einen leicht nach innen gewölbten Drehgriff, die höheren einen leicht nach außen gewölbten. Ich habe mittlerweile auch eine Mexiko Strat und der qualitätsunterschied zwischen den Tunern ist unglaublich. Mit der Squier war kaum eine Stimmlage zu halten, die tuner hatten Spiel und fühlten sich wabbelig an, mit der Fender (also den besseren Tunern) ist das deutlich (!) besser.

Nun ist z.B. die Squier CV 60 ein aboluter Top Seller in den großen Läden und ich bin relativ sicher, dass ich einfach zwei mal ins Klo gegriffen habe. Zudem kann man mit Muße und für ein paar Euro Aufpreis schlechte Tuner ja auch gegen bessere austauschen.

Auch das Vintage Tremolo kann man komplett vergessen, das ist allerdings auch bei den besseren Fenders (Mex, USA) kaum besser. Wenn Dir also Gitarrenmusik mit dem bekannten "Vibrato Effekt" wichtig ist, ist eine Fender / Squier vielleicht auch nicht die erste Wahl.

Dieses Thema mal außen vor gelassen ist so eine Squier sicher was, was man als Anfänger mal probieren kann. Zudem bei dem Paketpreis. Klar ist aber auch, dass da maximal eine technisch funktionierende Gitarre mit einem technisch funktionierenden Amp bei rauskommen kann, mehr nicht. Für ein bisserl Spielen mit etwas Gain oder etwas typischem Strat-Klingelsound sicher ok, für mehr dann aber wohl eher nicht. 

Grundsätzlich ist eine Strat ein guter Allrounder, zumal Deine mit einem "rock- und metalfähigen" Humbucker und zwei "blues- popgeeigneten" Single Coils daherkommt. Strats haben aufgrund Ihres Aufbaus allerdings einen deutlich dynamischeren, kantigeren, direkteren, drahtigeren, höheren, leichteren, filigraneren Ton als z.B. ein Les Paul Modell. ACDC, Manowar, Scorpions, Metallica klingt auf meiner Fender Strat deutlich schwachbrüstiger als auf der PRS Les Paul. Andersrum kann ich mit der Les Paul nur schwer filigraneres spielen, Country, Pop, die klassischen leisen Sachen, all das klingt auf der Fender wieder eine halbe Welt besser als auf der Les Paul. Die Strat, also eben Deine Squier Affinity ist dann sozusagen der Chirurg, während eine Les Paul dann der Bauarbeiter ist. Übertrieben gesagt natürlich.

Es ist immer schnell gesagt, deshalb aber nicht weniger richtig: Du solltest wirklich versuchen, die beiden grundsätzlichen Modelle (Strat und LP) mal probezuhören. Oft reicht dafür schon ein gutes Vergleichsvideo in HD auf youtube. Da gibt es einige englische Gitarrenläden mit richtig guten Channels, da hört man den Unterschied auch schon im Video, und erklärt wird er dort auch nochmal. Je nach dem was Dir lieber ist, entscheidest Du Dich dann.

Bei thomann gäbe es ein qualitativ vergleichbares Set mit eben einer Les Paul statt der Stratocaster z.B. hier:

http://www.thomann.de/de/epiphone\_slash\_afd\_lp\_performance\_pack.htm

Trotzdem: Mit dem Set machst Du generell nicht furchtbar viel falsch. Wenn du Glück hast und kein Montagsmodell erwischst, hast Du damit eine ganz ordentliche (keine richtig tolle, aber eine ordentliche) Anfängerkombination, die, wenn später mehr draus werden sollte, auch kein finanzieller Supergau ist, wenn Du dann irgendwann auf was besseres umsteigst.

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hey, ich rate dir etwas gebrauchtes zuzulegen. klar will man am anfang kein vermögen investieren, aber der preis macht sich schon sehr bemerkbar. und gebraucht findet man schon ganz gute sachen. 

außerdem kannst du instrumente mit einer guten basis etwas upgraden. beim verstärker sollte der lautsprecher schon 12 zoll haben. gitarre mit humbucker wäre für metal auch nicht verkehrt.  

is halt die frage was du mit dem zeug anstellen willst. 

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Kommentar von hoermirzu
02.11.2015, 09:07

Gebrauchte Instrumente müssten von Fachleuten begutachtet werden, damit Neulinge nicht über den Tisch gezogen werden.

12" unbedingt, aber erst im Proberaum und auf der Bühne.

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Hi! Schliesse mich an - gute wahl allerdings für rock und metal wäre eher eine les paul typisch - zwei Humbucker. Die afinity strat hat mindestens den steghumbucker und dann zwei singlecoils - ist bestimmt okay. auch der 20 watt verstärker hat schon power. probiere es. gruss

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Hm, für den Anfang in Ordnung. Allerdings wäre ich klar dafür, separat Gitarre und Verstärker zu kaufen (ne Ibanez GRG 170DX und ein Fender Mustang v.2 II zum Beispiel).

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Für den Anfang, in Ordnung. Erwarte aber kein klangliches Wunder. Teste mal die Gitarre, wenn möglich an. 

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Kann eine gute Wahl sein. Du solltest unbedingt zu Thomann, Music Store Köln, Musik Produktiv, oder ..., gehen und mehrere Modelle an verschiedenen Verstärkern ausprobieren.

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Gute Wahl! Meiner Meinung kann man mit Fender nie was falsch machen. Obwohl das wäre kein Paradebeispiel, wenn du vorhast viel Metal zu spielen ;)

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Das ist für den Anfang ok. Gitarre mit 2 Singlecoils plus Humbucker ist für fast alles einsatzfähig.

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Sehr geeignet zu diesem Preis :)

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