Eigentumswohnungs verkaufen - Notartermin?

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4 Antworten

Natürlich, wenn etwaiger Streß keine Rolle spielt, wenn denn das restliche Geld nicht kommt bzw. beim Notar nicht unterzeichnet werden kann. Plötzliche Erkrankung, Insolvenz, Todesfall, soll vorkommen). Oder die WEG dem Kauf nicht zustimmt, aus welchen Gründen auch immer.

Ich würde regelmäßig jeden für komplett bekloppt erklären, der vor der Erledigung sämtlicher Formalitäten eine Immobilie übergibt bzw. übernimmt.

Vertragsschluss und Vormerkung dauern i.d.R. nicht länger als 14 Tage. Es gibt also auch keinen Grund.

Stell diese Frage mal bitte deinem Notar. Der erklärt dir dann auch genau, warum.

Das vorhaben klingt - für beide Seiten - riskant.

Zieht der Käufer vorher ein und zahlt noch nicht, dann hast du den erst einmal in deiner Wohnung drin. Kommt es nicht mehr zum Notartermin (oder generell nicht zur Zahlung), so musst du den Käufer erst einmal wieder aus der Wohnung raus kriegen. Eventuell nimmt er bereits Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen vor und hinterlässt eine Baustelle, wenn der Kaufvertrag nicht zustande kommt bzw. rückabgewickelt wird. Weiterer Nachteil ist, dass der Käufer beim Einziehen vor Zahlung irgendwelche Mängel finden kann, die ggf. nur geringfügig sind, er aber nicht mehr zur vollen Kaufpreiszahlung bereit ist.

Zieht der Käufer vorher ein und zahlt (einen Kaufpreisteil) bereits, dann geht er das Risiko ein, nie Eigentümer zu werden, aber schon gezahlt zu haben. Nur durch den Kaufvertrag und mindestens der Eintragung einer Vormerkung im Grundbuch ist dies gewährleistet.

Im Rahmen der Ausarbeitung des Kaufvertrages legt der Notar auch die Termine fest. Neben dem Termin der Zahlung und der Wohnungsübergabe muss der Notar ja auch Auszüge aus dem Grundbuch anfordern, Löschungen und Eintragungen dort vornehmen (lassen). Alle Termine müssen auf einander abgestimmt werden. Daher übernimmt dies grundsätzlich der Notar.

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