Frage von swordblade 11.01.2011

Eigentumswohnung - Wie stark zählt meine Stimme?

  • Antwort von babslouise 11.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Wohneigentumgesetzt (WEG) sieht vor: jeder Eigentümer hat eine Stimme.

    In der Teilungserklärung kann davon abgewichen werden: z.B. -jedes Wohneigentum hat eine Stimme oder -das Stimmrecht bemisst sich nach den Miteigentumsanteilen.

    Darüber hinaus wird unterschieden zwischen Beschlüssen, für die eine einfache Mehrheit ausreicht (nach dem vorgesehenen Stimmrecht) und sog. Qualifizierten Beschlüssen: für die ist ein Mehrheit von 3/4 nach Köpfen (Eigentümer) erforderlich, die widerum mehr als 50% der Miteigentumsanteile vertreten.

    Was sieht denn die Teilungserklärung als Stimmprizip vor? Nach Miteitgentumsanteilen oder nach Köpfen?

  • Antwort von Palmyrat 11.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bei einer Eigentümerversammlung gilt zuerst immer die Teilungserklärung..., in dieser werden die Stimmanteile, respektive die prozentuale Aufteilung der Wohnsanteile, hier evtl. die m²Wfl./Nfl. zzgl. Nebenräume in der Sondernutzung des jeweiligen Eigentümers kalkuliert. Auch das Allgemeineigentum wie Sondereigentum und deren Nutzungen sind niedergeschrieben. Also zuerst die Teil.-Erkl. prüfen. Variante 1: Teilungserklärung nach Stimmanteil - bei einem 4-Fam.-Hs. also 4 Stimmen, unabhängig der Flächen. Vorteil: es entsteht eine demokratische Abstimmung, kann u. U. aber auch zu einer Pattsituation führen - Nachteil: die größte Wohnung hat nur 1 Stimme - aber die größte Belastung der Betr.-Kst.-Abrechnung anteilig; Variante 2: Teilungserklärung nach Prozentualer Aufteilung - hier wird die Flächenberechnung der m² in der prozentualen Aufteilung zugrunde gelegt. Vorteil: der Eigentümer mit dem größten proz. Anteil stimmberechtigt. Nachteil: u. U. Benachteil. der anderen Eigent.; Im Detail kann hier in der besseren Antwort das Internet unter "Eigentumsversammlung/WEG Recht" helfen. Ich hoffe, ich durfte oberflächlich, aber unverbindlich eine kleine erste Antwort geben.

  • Antwort von Immofachwirt 10.02.2011

    Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit und nicht mit 2/3 Mehrheit gefasst.

    Es sei denn, die Teilungserklärung, oder das WEG selbst, sieht in Ausnahmefällen eine andere Mehrheit vor.

    Allerdings sind bei Ihrem Vetorecht, also der Majorisierung auch einige Grenzen, als da sind:

    1. Verstoß gegen Treu und Glauben
    2. § 14 Abs. 1 WEG (Pflichten der Wohnungseigentümer)
    3. § 21 WEG (Rechte (Verwaltung) der Wohnungseigentümer)
    4. KG Berlin, Rpfleger 78, 25

    Davon abgesehen, werden Sie nicht sonderlich glücklich in dem Haus werden, wenn Sie Ihr Stimmengewicht nicht ordnungsgemäß ausüben.

  • Antwort von amigo06 11.01.2011

    Auch wenn dir fast das halbe Haus gehört, kannst du nicht allein bestimmen wie der Hase laufen soll. Schau mal in die Teilungserklärung dort steht sicherlich, je Anteil = eine Stimme.

  • Antwort von db180669 11.01.2011

    die Anteile der Eigentumswohnung haben nichts mit eienr 2/3 mehrheit zu tun. Bei 4 Parteien sind 2/3 leider 3! deine anteilsrechnung hat mit der Gesamtwohnfläche und grundstücksanteilen zu tun. Nicht jedoch mit der anzahl der Parteien bei einem Beschluss.

    Ausser in der Eigentümerversammlung wird nach Eigentumsanteilen abgestimmt. Was ungewöhnlich ist.

  • Antwort von rudibreit 11.01.2011

    Die Mehrheit bildet sich aus den Viertel-Anteilen. Das hat nichts mit der Grundflächengröße zu tun, die für die Nebenkosten z.B. herangezogen wird.

    Also müssen 3 Stimmen für eine Mehrheit reichen

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