Frage von TayfunB, 78

Eigentümerin verzögert Kaminbenutzung?

Hallo, wir wohnen seid 1,5 Jahren in einer Mietwohnung dort haben wir einen offenen Kamin unsere Vermieterin sagte uns das wir es nutzen können es müsste aber vorher der Schornsteinfeger kommen und es freimachen . Seitdem warten wir darauf das er kommt wir haben die Eigentümerin mehrmals drumgebeten das in die Gänge zu leiten , es tut sich aber nichts. Weil unsere Wohnung ein Altbau ist und auch dementsprechend die Heizkörper auch ziemlich alt sind brauchen wir ziemlich lange um die Wohnung aufzuheizen. Wir haben eine Nachzahlung für 6 Monate in Höhe von 460 € bekommen. Jetzt unsere Frage wie können wir Vorran gehen ???

Antwort
von peterobm, 19

es müsste aber vorher der Schornsteinfeger kommen und es freimachen 


Was soll der Schornie freimachen? Ist am Schornstein eine Abdeckung? Die könnt ihr selber abbauen. Ihr könnt auch selber den bev. Bezirksschornsteinfeger kommen lassen, besorgt euch die Adresse. Die Kosten zahlt eh ihr. 

Wenn überhaupt: Schriftlich gegenüber des Vermieters. Sicher kann er sich an die mündliche Vereinbarung nicht mehr erinnern.

Bei einem offenem Kamin sind mit Besonderheiten zu rechnen, diese dürfen nur GELEGENTLICH gebrannt werden. Auch heizen die Dinger mehr zum Schornstein als zum Raum. Es spritzt gerne vorne raus.

Antwort
von DerHans, 41

Ihr hättet sie längst SCHRIFTLICH mit Terminsetzung auffordern sollen den Mangel abzustellen. Wenn sich dann nichts rührt, könnt ihr selbst den Schornsteinfeger beauftragen und die Kosten mit der nächsten Miete verrechnen.

Kommentar von anitari ,

Welchen Mangel? So wie ich das lese gibt es lediglich die mündliche Zusage den Kamin nutzen zu können, keine vertragliche.

Zudem war bei Mietbeginn bekannt das der Kamin nicht nutzbar ist. Da hätte man zeitnah reagieren müssen. Nicht erst nach über einem Jahr.

Kommentar von DerHans ,

Auch eine mündliche Vereinbarung ist gültig. Da gibt es nur das Problem, das zu beweisen. Einen nicht funktionierenden Kamin braucht der Mieter auch nicht zu dulden.

Kommentar von anitari ,

Bei schriftlichen Verträgen sind mündlichen Nebenabreden i. d. R. unwirksam.

Antwort
von anitari, 31
"unsere Vermieterin sagte uns das wir es nutzen können"

Es gibt also keine nachweisbare Zusicherung.

Zudem habt Ihr die Wohnung mit dem Wissen das der Kamin nicht nutzbar ist, anstandslos, übernommen und es mehr als 12 Monate hingenommen.

Damit fällt auch die Möglichkeit einer Mietminderung flach.
Kommentar von berlina76 ,

Wenn der Kamin nicht nutzbar ist und auch keine Nutzung vorgesehen ist hätte er durch die Vermieterin vor Einzug Versiegelt werden müssen. 

Ist das nicht passiert gilt er als mitgemietet und Nutzbar, der Vermieter muß also die Funktion Gewährleisten. Eben durch den Schornsteinfeger.

Passiert das nicht hat der Mieter schon zu seiner eigenen Sicherheit das Recht dies selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich muß er den Schornsteinfeger erstmal selbst bezahlen. Kann die Auslagen aber vom Vermieter zurückverlangen. Woraufhin der Vermieter diese Kosten wiederum teilweise in die Wartungs/Heizkosten über die  Nebenkosten einholen kann.

Antwort
von Y0DA1, 44

In den meisten Fällen, bei denen keine feste Brennstoffe verbrannt werden (Öl oder Gas) muss der Schornsteinfeger 1 mal im Jahr kommen. Bei einem Kamin, der mit Holz befeuert wird, muss er öfters kommen.

Die Vermieterin will wohl nicht, dass ihr den Kamin benutzt, denn der Schornsteinfeger müsste in eurem Haus mindestens einmal schon da gewesen sein ;) da hätte er auch den Kamin frei machen können.

http://www.hausjournal.net/schornsteinfeger-wie-oft

Antwort
von berlina76, 40

Setzt der Vermieterin eine Frist,unter folgender Bedingung hält sie die Frist nicht ein beauftragt Ihr den Schornsteinfeger selbst. Die Kosten muß die Vermieterin euch erstatten.

Kommentar von anitari ,

Die Kosten muß die Vermieterin euch erstatten.

Nein, wer den Schorni bestellt muß ihn bezahlen.

Außerdem ist die Kaminnutzung lediglich mündlich zugesagt. Also keine vertraglich zugesicherte Eigenschaft die der Vermieter gewährleisten muß.

Kommentar von berlina76 ,

Wenn der Kamin nicht nutzbar ist und auch keine Nutzung vorgesehen ist hätte er durch die Vermieterin vor Einzug Versiegelt werden müssen. 

Ist das nicht passiert gilt er als mitgemietet und Nutzbar, der Vermieter muß also die Funktion Gewährleisten. Eben durch den Schornsteinfeger.

Passiert das nicht hat der Mieter schon zu seiner eigenen Sicherheit das Recht dies selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich muß er den Schornsteinfeger erstmal selbst bezahlen. Kann die Auslagen aber vom Vermieter zurückverlangen. Woraufhin der Vermieter diese Kosten wiederum teilweise in die Wartungs/Heizkosten über die  Nebenkosten einholen kann.

Antwort
von BrilleHN, 22

Bis vor 4 Jahren habe ich als Mieter in einer Altbauwohnung mit Kaminofen gewohnt. Der Kaminfeger war (von der Abnahme der Feuerstelle bis hin zur Kaminreinigung) grundsätzlich mein Problem.

Am besten schaust Du mal in deinen Mietvertrag, es kann durchaus sein, dass du für die Wartung der Feuerstelle verantwortlich bist und dann müsstest Du den Kaminfeger (der möglicher Weise gar nichts von der Feuerstelle weiß) selber beauftragen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten