Eigenleistung als Eigenkapital?

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5 Antworten

Hallo,

die „Muskelhypothek“ kann durchaus zählen. Vor allem die entsprechenden Lohnkosten werden dann berücksichtigt (Material braucht man ja so oder so). Geplante Eigenleistungen sollten im Vorfeld mit Architekt, Bauunternehmer oder Bauträger abgesprochen werden. Die Eigenleistungen sollten auch Teil des Vertrag sein. Die gewährten Gutschriften sind meist weniger wert als die Eigenleistung. Detaillierte Ausbauanleitung inklusive Baustoffe, Materialien und Arbeitsgänge sollte vorhanden sein. Zu beachten ist das Verhältnis von Lohn- und Materialkosten und auch der Zeit. Vor allem bei Arbeiten mit hohem Lohnanteil lohnt es sich selber Hand anzulegen. Beim Materialeinkauf sieht es hingegen meist anders aus. Bauherren die im Baumarkt einkaufen können selten mit den Handwerkerfirmen und deren Rabatten beim Fachhandel mithalten. Die meisten Bauherren sparen nicht mehr als 10000-15000€. Höchstens 20000-25000€ mit ca. 850 Arbeitsstunden. Selbst versierte Heimwerker sollten nicht mehr als 10% der Baukosten für Eigenleistungen veranschlagen.

Risiken der Muskelhypothek

– Der Bau verzögert sich. Mit erheblichen Mehrkosten ist dann zu rechnen! Laien sind max. 2/3 so schnell wie ein geübter Handwerker. Eher ist mit 1/4 bis 1/2 zu rechnen.

– Mögliche Haftungsprobleme. Lässt sich ein Mangel später nicht eindeutig zuordnen, kann es sein, das man die Gewährleistungsansprüche verliert. Die Leistungen der Handwerker sollte auf jeden Fall von der Eigenleistungen klar getrennt sein.

-> www.immobilien-einblick.de/eigenleistungen

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Eigenleistungen

Wird das Eigenkapital im Rahmen der Baufinanzierung
berechnet, spielen auch Eigenleistungen oftmals eine wichtige Rolle. Um
die Kosten für ein Bauvorhaben in Grenzen zu halten, wollen zukünftige
Bauherren Eigenleistungen erbringen. Diese Möglichkeit ist zwar sehr
beliebt, es sollte aber auch bedacht werden, dass sie mit viel Zeit,
handwerklichem Geschick und Anstrengung verbunden ist, was bei weitem
nicht jeder leisten kann. Als Eigenleistung zählen auch alle Arbeiten,
die von Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Angehörigen
durchgeführt werden.

Kreditinstitute erkennen solche Arbeitsleistungen im Normalfall als Eigenkapitalanteil bei der Finanzierungsberechnung an.

Um zu berechnen, welchen Anteil die Eigenleistungen an der Gesamtfinanzierung ausmachen, müssen zunächst die gesamten Baukosten feststehen. Dann kann mit einem Baukostenplan ermittelt werden, wie viel Geld durch Eigenleistungen eingespart werden kann.

Fast die Hälfte der Baukosten wird in der Regel durch Erd-, Beton-, Mauer-, Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten verursacht. Lohnzahlungen machen hier einen hohen Anteil aus, sodass sich bei diesen Arbeiten durch Eigenleistungen viel Geld sparen lässt. Allerdings sind dafür auch Fachwissen und –können vonnöten. Zukünftige Hausbesitzer sollten sich daher gut überlegen, welche Eigenleistungen realistisch sind und welche nicht besser durch Fachkräfte durchgeführt werden sollten.

Die Eigenleistungen sollten niemals überschätzt werden, da sonst der Finanzierungsplan ins Wanken gerät und nicht mehr genug Geld da ist, um entsprechende Fachkräfte zu bezahlen.

Hausbauer führen oft Fliesen- und Malerarbeiten sowie das Verlegen von Bodenbelägen selbst durch. Dabei müssen sowohl der Bauherr als auch die freiwilligen Helfer versichert sein.

Kreditinstitute erlauben im Normalfall bis zu 15 Prozent Eigenleistungen an den gesamten Baukosten. Diese fließen in das Eigenkapital mit ein. Eigenleistungen und Eigenkapital sollten zusammen etwa 25 Prozent der Anschaffungskosten decken.

http://www.baufinanzierungtestsieger.de/lexikon.html

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Kommentar von fragesteller143
27.02.2016, 19:01

Danke, allerdings steht da leider nicht wie man diese Eigenleistung quantifiziert. Wird das genommen was eine Fachkraft gekostet hätte... oder irgend ein fiktiver Stundenlohn für die Eigenleistung genommen nach irgend einer Tabelle wie lang man z.b. für 300qm wandfläche braucht?

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Die sog. "Muskelhypothek" muss natürlich im Rahmen der Gesamtkosten einen entsprechen Anteil ausmachen. Auch muss von einem Fachmann bescheinigt werden, dass du überhaupt in der Lage bist, diese entsprechenden Arbeiten auszuführen.

Eine Bank berechnet solche "Arbeiten" natürlich nicht in die Zukunft

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Kommentar von fragesteller143
27.02.2016, 19:15

Was heißt nicht in die Zukunft?

Wenn es 20000€ Kaufnebenkosten gibt und für Malerarbeiten, Tapezierarbeiten etc. 10000€ kosten anfallen würden bei beauftragung eines Unternehmens... davon 2000€ Materialkosten/8000€ Lohnkosten (Beispiel). Würden dann 12000€ Eigenkapital reichen um die Kaufnebenkosten zu decken und eine 100% Finanzierung zu erhalten (sprich dann 8000€ mehr Kredit aufnehmen)?

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Meiner Meinung nach sind sogenannte Eigenleistungen ganz großer Mist.

Die Leute überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen den notwendigen Zeitaufwand. Dauerbaustellen mit mangelndem Abschlusswillen sind vorprogramiert und zur Freude der Nachbarn wird Sonntags gegen 7.30 Uhr der Bohrhammer angeworfen.

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Kommentar von AchIchBins
29.02.2016, 23:25

So pauschal lässt sich das nicht sagen. Ich habe so etwas vor 1,5 Jahren gemacht. Freistehendes Haus, nette verständnisvolle Nachbarn, dann geht das auch mit sägen in der Nacht ;-).

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Also ich habe so etwas schon gemacht. Ich habe aber mit Bauen zu tun und konnte mir entsprechend Zeit dafür nehmen. Man sollte aber immer daran denken.....was passiert wenn sie während der Renovierung krank werden etc.?

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