Frage von realforever, 66

Eigenkündigung in der Probezeit bei Befristeten Verträgen?

Hallo, Ich Arbeite zurzeit in einer Firma als Lagerhelfer. Ich habe einen Besfristeten arbeitsvertrag auf 1 Jahr mit 6 Monate Probezeit. Ich befinde mich noch in der Probezeit und habe Morgen ein Vorstellungsgespräch in einer anderen Firma die mir einen Unbefristeten Vertrag geben würde und bessere Bezahlung. Nun habe ich gelesen das man bei Befristeten Verträgen nicht so einfach kündigen kann.

Folgendes steht bei mir im Vertrag

§2 Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen. Das Arbeitsverhältnis endet zum vorgesehenen Zeitpunkt,ohne das es einer Kündigung bedarf. Der Arbeitgeber wird den Arbeitnehmer jedoch 2 Wochen vorher vom Auslaufen des Arbeitsverhältnisses benachrichtigen. Vorzeitig kann das Arbeitsverhältnis jederzeit mit der gesetzlich zulässigen Frist gekündigt werden. Die ersten 6 Monate gelten als Probezeit. Jede gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist zugunsten des Arbeitnehmers gilt in gleicher Weise auch zugunsten des Arbeitgebers.Die Kündigung bedarf in Schriftform.

Kann ich da auch ohne Probleme Kündigen mit der 2 Wochen Kündigungsfrist,oder wie sieht es da aus?

Antwort
von DarthMario72, 30

Einen befristeten Vertrag kann man nur dann vorzeitig ordentlich kündigen, wenn das ausdrücklich im Vertrag (oder ggf. dem anzuwendenden Tarifvertrag) vereinbart wurde. In deinem Vertrag ist das ja ausdrücklich zugelassen, also kannst du in der Probezeit mit einer Frist von 14 Tagen kündigen.

Kommentar von Vampire321 ,

Ich habe bei einem befristeten Vertrag dieselben Rechte wie bei einem unbefristeten!

Also auch das Recht zu kündigen!

Und in der Probezeit sowieso!

Kommentar von DarthMario72 ,

Ich habe bei einem befristeten Vertrag dieselben Rechte wie bei einem unbefristeten!

Also auch das Recht zu kündigen!

Da irrst du dich. § 15 Abs. 3 TzBFG: "Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist."

Und in der Probezeit sowieso!

Richtig. Das habe ich ja auch so gesagt.

Antwort
von SuMe3016, 42

Ja. In der Probezeit kannst du kündigen, die Frist beträgt zwei Wochen.
Viel Erfolg.

Kommentar von realforever ,

Also gilt die Kündigungsfrist genau wie bei Unbefristeten Verträgen?

Aber überall lese ich etwas anderes

Kommentar von SuMe3016 ,

Wie genau die Kündigungsfrist aussieht, ist immer im Vertrag selbst festgelegt. Wenn nichts festgelegt, gelten die üblichen Fristen. In der Probezeit sind 2 Wochen Frist üblich. Dass du eine Probezeit hast, ist im Vertrag festgelegt, also gilt diese Regel auch für dich.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn nichts festgelegt, gelten die üblichen Fristen.

Das ist falsch!

Wenn nichts festgelegt ist, gibt es keine Möglichkeit zur vorzeitigen Kündigung eines befristeten Arbeitsverhältnisses - ausgenommen davon selbstverständlich bei einer vereinbarten Probezeit.

Kommentar von SuMe3016 ,

Es geht NICHT um eine vorzeitige Kündigung. Er will wissen, ob er innerhalb der PROBEZEIT bei der Arbeit, die er JETZT ausführt, ganz normal kündigen kann (zwei Wochen Frist), da er verschiedene Angaben gelesen hat. Darauf ist meine Antwort bezogen und NICHT auf eine Kündigung VOR Arbeitsantritt.

Mal abgesehen davon: Wenn KEIN Absatz im Arbeitsvertrag festgelegt ist, dass man vor Arbeitsantritt NICHT kündigen darf, dann gelten ab Unterschrift die üblichen Fristen und man darf SEHR WOHL vor Arbeitsantritt kündigen.

Kommentar von Familiengerd ,

Okay, wenn sich Deine Aussage "Wenn nichts festgelegt, gelten die üblichen Fristen." nur auf die Probezeit bezieht (was so nicht unmittelbar erkennbar war), dann ist das in Ordnung.

Falsch ist aber Deine Aussage im 2. Absatz:

Ein befristetes Arbeitsverhältnis, für das keine Kündigungsmöglichkeit ausdrücklich vereinbart wurde, ist auch vor Arbeitsantritt nicht kündbar!

Vor Arbeitsantritt ist ein befristetes Arbeitsverhältnis nur dann kündbar, wenn überhaupt eine Kündigungsmöglichkeit ausdrücklich vereinbart und gleichzeitig die Kündigungsmöglichkeit vor Arbeitsantritt nicht ausgeschlossen wurde!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community