Kisler am 22.06.2009 um 11:20 Uhr
Wir hatten heute eine Klausur und da kam die Frage, ob es für ein diversifiziertes Unternehmen einfacher ist, Geld am Kapitalmarkt bei den Eigenkapitalgebern zu beschaffen oder ob es sich das Geld lieber bei der Bank besorgen sollte. Der schwerpunkt lag dabei auf dem diversizierten Unternehmen. Jetzt bin ich mir aber sehr unsicher. Kann mir einer von euch weiterhelfen??
Ich meine, dass es unrelevant ist, ob das Unternehmen diversifiziert ist oder nicht.
Eigenkapital EK erhält ein Unternehmen entweder von den bisherigen Teilhabern oder von neuen Teilhabern. Ist das Unternehmen gut aufgestellt, und hat einen zukunftsträchtigen Plan, dann sollte es kein Problem sein neues EK zu bekommen. Es fragt sich nur ob die bisherigen Teilhaber dem zustimmen, denn dadurch verlieren diese Einfluss.
Fremdkapital FK erhält das Unternehmen am FK-Markt, also Kredite, Darlehen etc. Auch hier ist es wichtig wie das Unternehmen dasteht. Wahrscheinlich sogar noch wichtiger. Denn an die Banken müssen auf jeden Fall FK-Zinsen gezahlt werden. Bei den Teilhabern (EK-Geber) kann es durchaus auch einmal keine Ausschüttung geben.
Alles in allem bräuchte mal wohl etwas mehr Angaben zu der wirtschaftlichen Situation und zu der Gesellschaftsform des Unternehmens. Ich denke aber es ist, vor allem derzeit, einfacher EK ins Unternehmen zu bekommen als FK. Denn die Banken sind derzei (Finanzkrise etc.) nicht gerade sehr freizügig in der Kreditvergabe.
Grüße
PP