Eigenkapital bei Immobilienfinanzierung?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Eine Bank DARF eine Immobilie gar nicht bis zu 100 % finanzieren. Schließlich verleiht der Banker ja nicht sein eigenes Geld.

Für jede Immobilie gibt es einen Ertrags- und einen Verkehrswert. Der Beleihungswert errechnet sich aus einer Mischung der beiden anderen Werte. Je nach Objekt kann das schwanken.

Du musst also grundsätzlich auch eigenes Geld in die Hand nehmen, wenn du eine Finanzierung aufbaust.

Mit dem Kaufpreis haben diese genannten Werte nur am Rande etwas zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MirkoOtto
31.01.2016, 13:28

Selten so einen Unsinn gelesen. Leider stimmt nichts richtig, was du schreibst. Lass es doch, eine Sache zu kommentieren, von der du nichts verstehst!

0

Hallo bunnyard18,

viele (nicht sämtliche) Banken und Sparkassen bieten Dir eine Immobilienfinanzierung in Höhe des Kaufpreises an - entsprechende Bonität vorausgesetzt. Nur wenige Kreditinstitute bieten auch eine Immobilienfinanzierung an, die vom Volumen her darüber hinausgeht und die Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, die Notar- und Gerichtskosten und eventuell die (Immobilien-)Maklergebühren  abdeckt.

Was bedeutet das für Dich? Du solltest darauf gefasst sein, dass die Bank oder Sparkasse von Dir verlangt, (mindestens) die anfallenden Erwerbsnebenkosten aus eigenen Mitteln aufzubringen. Hierzu ein Beispiel: Du möchtest eine Eigentumswohnung mit einem Kaufpreis von 200.000 € erwerben. Dann stellen sich die Gesamterwerbskosten inkl. Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland bis zu 6,5 % des Kaufpreises) und Notar- und Gerichtskosten (ca. 2 % des Kaufpreises) auf 217.000 € (ich unterstelle für dieses Beispiel, dass keine Maklergebühren zu zahlen sind und der Grunderwerbsteuersatz 6,5 % beträgt). Daraus folgt, dass Du - sofern keine anderen Eigenmittel vorhanden sind oder etwa Zusatzsicherheiten in Form von Rückkaufswerten einer Kapitalversicherung oder einer weiteren Immobilie gestellt werden - das vorhandene Guthaben des Sparbuches und des Bausparvertrages herangezogen wird, um den Betrag der Erwerbsnebenkosten (17.000 €) in die Finanzierung als Eigenkaital einzubringen.

Bei einem Immobiliendarlehen in Höhe von 200.000 €, einer 10-jährigen Zinsbindung und minimaler Tilgung (dies nur als Beispiel) müsstest Du für die Zeit der Zinsfestschreibung bei einem günstigen Darlehensanbieter mit einem monatlichen Kapitaldienst von derzeit ca. 560 € rechnen.

Also als Fazit zu Deiner Frage: Du wirst für eine Immobilienfinanzierung in aller Regel Dein vorhandenes Sparvermögen angreifen müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Willst du das Geld aus den Bausparverträgen und Sparkonten denn bei dem Kauf nicht mit einsetzen? Wofür ist das Geld gedacht?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung