Eigenes Gewerbe sinnvoll?

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5 Antworten

Deine Ganze Berechnung ist fehlerhaft.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass Du mit 45.000,- nicht den Verdienst (Gewinn) sondern die Einnahmen (Umsatz meinst), stellt sich zuerst die Frage, wie Du auf die 45.000,- kommst. bei 200 Arbeitstagen wären dass 225,-. Ist das der Bruttopreis, oder netto?

wenn es Brutto wäre, also inkl. Umsatzsteuer, sit es netto:

45.000,- : 1,19 = 37.815,- netto * 19 % = 7.184,85 Umsatzsteuer.

37.815,- nettoumsatz. Davon gehen alle Kosten runter (Fahrten zum Einsatzort, Telefon, Internet, Bürokosten usw.

Nur der Rest ist "Verdienst" also der Gewinn.

Nehmen wir mal an 30.000,-. Gewerbesteuer 770,- Euro. Davon werden aber später 730,- auf die Einkommensteuer angerechnet.

Krankenversicherung musst Du aus dem Gewinn bezahlen, wird aber auch bei den Einkünften gekürzt, also vor der Versteuerung abgezogen.

Du kommst auf ca. 3.000,- Euro Einkommensteuer- Anrechnugn Gewerbesteuer macht 2.270,-.

Also sieht es doch eine ganze Ecke besser aus.

Wenn Du Dich selbständig machen willst, gehe unbedingt zu einem Kollegen von mir in Deiner Gegend, sondt geht es schief.

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Kommentar von WayneTrain29
21.09.2016, 16:55

Viele dank für die Informationen. Natürlich habe Sie recht, ein Gang zu einem Steuerberater ist umungänglich.

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Ein paar kleine Fehler sind dir unterlaufen. Zum einen die Umsatzsteuer. Die stellst du ja deinem Kunden in Rechnung und leitest sie dann weiter ans Finanzamt, also ein Nullsummenspiel. Wenn du also von 45.000€ Brutto ausgehst, musst du deine Umsatzsteuerzahllast für die Berechnung der Einkommensteuer davon abziehen. Somit zahlst du schon mal weniger Einkommensteuer als berechnet. Die Gewerbesteuer kannst du bis zu einem Hebesatz von 380% in deiner Einkommensteuererklärung anrechnen lassen. Somit ist die Gewerbesteuer eher zu vernachlässigen. Deine Krankenversicherungsbeiträge scheinen mir auch etwas hoch. Der Satz liegt ja bei 14,6 % plus Zusatzbeitrag... Zusammen mit weiteren Ausgaben wie versicherungen usw. solltest du also mehr als 13.100€ im Jahr verdienen. Auf jeden Fall solltest du aber zum steuerberater und ihm deine Pläne mit deinen restlichen Unterlagen zeigen, der kann dir auch bei deiner Entscheidung helfen. Grüße

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Wenn du ein Gewerbe anmeldest, dann zahlst du Steuern nicht mehr einfach als Alleinstehender, sondern, du zahlst eben Gewerbesteuer, das von dem Gewinn des Unternehmens abhängt.

Zweitens, wie willst du bitte Kunden gewinnen für eine Wachschutzfirma, die aus nur einer Person besteht? Glaubst du irgendjemand bucht dich? Alleine könntest du nicht mal einen Kiosk gegen einen Überfall verteidigen, geschweige denn, ein Kaufhaus, oder eine grosse Veranstaltung, zumal du offenbar keine Ausbildung hast? Die 45000 im Jahr wären schon wenig, da bekommst du unter Umständen etwa gleich viel, wie ein Verkäufer, da stellt sich die Frage, inwiefern sich das lohnen soll. Doch damit ist es ja noch nicht einmal getan, die 45000 sind absolut utopisch, du kannst froh sein, wenn du 15000 im ersten Jahr machst, doch meiner Ansicht nach, bucht niemand einen 1-Personen-Wachschutz.

Mein Tipp: Lass es. Wenn du als Wachschutz arbeiten möchtest, schaue zu, dass du die Anforderungen für den Beruf erfüllst und besorg dir eine Ausbildung bei einem anerkannten Dienstleister in dieser Branche.

Später kannst du dann, wenn du dir einen Namen gemacht hast, deine eigene Firma gründen und auch Mitarbeiter einstellen. Momentan ist die Sache jedenfalls hinten und vorne nicht durchdacht.

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Steuerrechtlich kann ich dir keine Ratschläge geben. Aber ich möchte dich darauf hinweisen, dass du für diese Tätigkeit neben der Gewerbeanzeige (§14 GewO) auch eine spezielle Erlaubnis nach § 34a GewO brauchst. 

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Wenn Du dies alleine tun willst....was machst Du wenn Du durch Unfall oder Krankheit einen unverhofft längeren Ausfall hast ?

Springt dann nicht die Kundschaft ab, weil Du keine nahtlose Garantie abgeben kannst, dass die Bewachung in jedem Fall gewährleistet ist.

Ich stelle dies nur so als Frage hin...vielleicht hast Du Dir ja darüber auch schon Gedanken gemacht und hast eine Lösung dafür.

In der Schweiz bekommt man kein Arbeitslosengeld, wenn man mit seinem Unternehmen den Bach hinunter geht....ist das in Deutschland auch so?

Das sind Gedanken die man in Betracht ziehen muss, nebst dem vorab angedachten Einkommens...

Was wenn ein Kunde Deine Dienste nicht mehr braucht, hast Du sofort neue Kundschaft?

Also man sollte sich dies schon gut überlegen..

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Kommentar von TechnologKing68
21.09.2016, 06:39

Die Frage ist vor allem, wer bucht einen 1-Mann-Wachschutz?

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