Frage von BigSTAR12, 88

Eigenen Satelliten ins Weltall schießen?

Hallo, Beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit mit Astronomie/Astrophysik als Hobby und habe nun mal überlegt ob ich nicht meinen eigenen Satelliten mit Kamera ins Weltall schießen könnte und ihn dann immer von der Erde aus beobachten. Ich sehe da nur ein großes Problem:

Wie kann ich es hin bekommen das die Kamera Gefahrlos für andere in die Schwerelosigkeit kommt?

Gibt es vielleicht manchmal so Aktionen von der ESA das Hobby Astronomen Selbst gebaute Satelliten in denn Weltraum schießen können? (Habe von meinem Freund davon gehört.)

Würde mich sehr freuen wenn es ein paar Hilfreiche Antworten gäbe.

PS: Wär mir wirklich weiterhelfen könnte bekommt natürlich sofort denn STERN von mir. ;)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von climber314, 14

Ja, soetwas geht. Nennt sich Cubesat. Zum Beispiel hier

http://www.cubesatkit.com/

Dann sucht man sich eine Firma, die ein Satellit ins all schickt und fragt an ob sie weitere Nutzlast mitnehmen. Natürlich gegen einen Kostenbeteiligung. Das hat Lazybear ganz gut beschrieben.
Wenn die dann ja sagen, muss dein Satellit getestet werden, ob er eine Gefahr für die Hauptnutzlast darstellt und noch andere Tests ua auf Rüttelbrettern uä.

Und schon geht es ab ins Orbit. Die Frage, wie man mit dem Sateliten komuniziert, ist aber auch garnicht so einfach. man braucht ziemlich starke sender, die aber hier in Dt. eine Genemigung brauchen.

Das ist einer der Gründe warum ich sowas noch nicht gemacht habe.

Antwort
von Lazybear, 24

Naja, ich habe mal so eine doku gesehen, dort waren amateur Satellitenbastler, die kleinere sateliten gebaut haben und diese auch hochgeschickt haben, so wie ich das noch in erinnerung habe, war es so, dass die zusammengelegt haben und teilweise viele sponsoren hatten, und wohl auch keine eigene rakete hatten, sondern sich bei anderen unternehmen quasi an bord miteingekauft haben, zb. Eine firma schickt einen 100kg schweren satelliten hoch, 10 kg sind noch frei, den platz haben die sich dann gekauft, so muss die firma nicht 110 kg bezahlen obwohl sie nur 100kg hat, und die hobbybastler müssen keine 110 kg bezahlen obwohl die nur 10 haben (also die zahlen sind frei erfunden, geht ums prinzip). Leider kann ich dir dazu nicht mehr sagen! Naja was die geschichte mit der kamera angeht, finde ich cool, aber bedenke, dass es dort sehr kalt wird, und die kamera muss dass aushalten können! Als alternative kannst du eine kamera an einen ballon befestigen, dieser kann auch sehr hoch kommen (je nachdem ab wann man den weltraum definiert) auch in den weltraum! Wenn der ballon platzt, braucht die kamera einen fallschirm und einen gps tracker, kann sein, dass sie irgendwo in polen oder frankreich oder sonst wo runterkommt und du sie wiederfindest! Das ist für einen hobbybastler sogar ohne großen aufwand umsetzbar und es wurde schon paar mal gemacht, gab sogar ne galileo folge dazu, bei YT findest du bestimmt mehr dazu, allerdings wirds nix mit dem orbit! Lg

Antwort
von dompfeifer, 22
das die Kamera .... in die Schwerelosigkeit kommt?

Das erinnert mich an den Mythos vom "schwerelosen Raum". Ich übersetze das einmal mit "dass die Kamera .... in eine Orbitalbahn um die Erde kommt"

Wenn Du Deine private Kamera in einen Erdsatelliten bringen willst, dann musst Du für den Raketentransport schon einige Millionen Dollar ausgeben. Damit können aber die Fachleute ohnehin nichts anfangen. Die haben für ihre Zwecke ganz andere Kameras in ihre Satelliten eingebaut.

Antwort
von GunnarPetite, 36

An so ein Programm glaube ich nicht, jedenfalls nicht für normale Hobbyastronomen. Schließlich muss der Satellit in den Orbit oder gar darüber hinaus, wenn du ihn "ins Weltall" schießen willst. Das kostest unheimlich viel Geld, allein der Start der Trägerrakete. Und bei jedem Start wird alles auf minimales Gewicht reduziert, was unheimlich aufwändig und kostspielig ist.

Und wenn es so etwas gäbe, wären schon unzählige "Hobbyisten-Satelliten" da oben / draußen. Dabei gibt es so schon genug Schrott und aufgegebene Teile im Orbit.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, wie du Verbindung zu Deinem Satelliten aufnehmen, halten willst. Ich denke, du musst dich von dieser Idee verabschieden, wenn du nicht über nahezu unbegrenzte Mittel verfügst.


Antwort
von Ranzino, 32

Nee, da musst mehr Aufwand betreiben als dir als Amateur möglich ist.

Hier mal eine Version mit einer 2 stufigen Rakete, die auf 96000 Fuß ( liegt knapp unter 30 km) hochjagt. Die Methode ist da schon richtungsweisend;  man würde halt einfach mehr in die Rakete stecken und mehr Schub erzeugen und somit höher kommen.

Bitte bedenken, dass Felix Baumgartner damals bei ~40 km Höhe  rausgehüpft ist. Auch er war also nicht im Weltraum, da fehlen noch mal 60 km. :D

Antwort
von soissesPDF, 13

Oh, falls Du gerade ein paar Millionen Euro übrig hast, ist es der ESA egal wer die Ariane bucht und sein Blech ins All schießt.

Antwort
von SturerEsel, 30

Sorry, das kannst du vergessen.

Das einzige, das du mit relativ geringen Mitteln selbst realisieren könntest, wäre an einem Heliumballon eine Kamera zu befestigen und fliegen zu lassen.

Kommentar von Ranzino ,

Hmm, für ~ 1000 € ein feines Ergebnis ?  :D

Antwort
von achimhausg, 16

Den Unternehmen, die das können und dürfen, denen ist es egal, was sie da hoch schießen, hauptsache Sie bezahlen.

Sie können sich auch im Orbit bestatten, oder Ihren Hausmüll entsorgen lassen  ;)


http://www.todesfall-checkliste.de/bestattungsarten/bestattungsform-weltraumbest...


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