Frage von MaikMH, 45

Eigene Wohnung in der Ausbildung - BAB ect. Macht es sinn?

Guten Tag liebe Community.

Ein guter Kumpel und Ich wollen mit 20 und 21 Jahren zu Hause ausziehen.

Mein Kumpel macht eine Ausbildung als IT-Mensch, ich als Immobilienkaufmann.

Welche Möglichkeiten haben wir um unser monatliches Budget etwas aufzustocken? Wir müssen beide beruflich Mobil sein, ich z.B fahre 3000km im Monat, deswegen wird es schwer noch eine Miete zu tragen ...

Er verdient 600€ Netto, ich 650€ Netto. Das wir das Kindergeld erhalten wissen wir... Eine 50qm² Whng mit zwei Zimmern sollte mit allen NK 400€ kosten.

Unsere Eltern wären nicht fähig noch Unterhalt zu zahlen.

Kann jemand unter diesen Voraussetzungen BAB erhalten? Sind das dann eher 50 oder eher 200€ monatlich ? Oder ist das chancenlos?

Antwort
von SimonG30, 26

Nur so mal als Hausnummer:

lt. der neuen Düsseldorfer Tabelle 2016 steht einem Jugendlichen / jungen Erwachsenen, der nicht mehr im Elternhaus wohnt, ein monatlicher Bedarfssatz von 735 € (bzw. 825 € erhöhter Bedarfssatz) zu.

MIt 650 € netto plus 188 € Kindergeld würden Dir Deine Eltern schon theoretisch keinen Unterhalt mehr schulden. Dementsprechend gering wird auch ein möglicher BAB-Anspruch ausfallen, wenn überhaupt ein Anspruch besteht.

zum Thema "Wohngeld": da dürfte Euch nichts zustehen, da ihr unter §20 Absatz 2 des Wohngeldgesetzes fallt & damit von Wohngeld ausgeschlossen seid.

Antwort
von heurekaforyou, 22

Ich habe dir mal einen Link kopiert. Neben Infos und Tipps rund ums "Wohngeld" findest du auch einen Wohngeldrechner, den du kostenlos mit deinen/euren Daten füttern kannst um zu sehen um welche Beträge an Zuschüssen in etwa gehen würde.

Theoretisch klappt eigentlich immer alles. Doch in der Praxis ist dann nicht selten schon der 20. der 1. (lach).

Irgendwie kriegt man alles hin. Doch ist es das alles am Ende wert? Was nutzt die "Große Freiheit" wenn man am Ende auf fast alles verzichten muss und hauptsächlich von Nudeln mit Tomatensoße lebt?

Da du selbst aus der Immobilienbranche kommst brauche ich dir auch nichts über schön gerechnete Mieten erzählen. Hier auf gute Frage wundern sich regelmäßig User darüber, dass sie trotz der günstigen Miete am Jahresende kräftig nachzahlen müssen.

Hast du schon mal daran gedacht evtl. eine größere Wohnung zuz mieten und dann ein oder zwei Zimmer unter zu vermieten, sodass die Kosten pro Person sinken.

Allerdings sollte man sich vorher über dieses Mietmodell auch ausführlich informieren um nicht am Ende böse Überraschungen zu erleben.

Na ja, falls du noch Fragenb hast kannst du dich gerne noch mal melden. Hier erst mal der Link zum Wohngeldrechner:

http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

Ich hoffe die Infos konnten dir ein wenig weiterhelfen.

Viel Erfolg!

Tipp: Vielleicht solltest du auch schon mal im Familien und Freundeskreis erwähnen, dass man dir nach Möglichkeit nur noch Geldgeschenke machen soll. Man glaubt gar nicht was da im Laufe der Zeit zusammen kommt. Und das was man im Allgemeinen geschenkt bekommt, braucht man meistens doch auch nicht wirklich.

Antwort
von heurekaforyou, 20

Wohnen ist Privatvergnügen!

Wenn ihr eine Wohnung gefunden habt, besteht bei dem geringen Einkommen sehr wahrscheinlich ein Anspruch auf Wohngeld. Diesen Ansprüch kann jeder Mieter geltend machen.

Ob das zusammen mit dem Nettoeinkommen und dem Kindergeld reicht musst du dir ausrechnen.

Hier mal ein paar Zahlen. Das Existenzminimum (Hartz IV) wird mit ca. 350,- EUR / mtl. veranschlagt. Davon sollen die Lebenshaltungskosten bestritten werden. In diesem Betrag ist auch der Betrag für Strom bereits enthalten.

Findest du eine Wohnung für 10,-€/m² Warmmiete wären das bei 50 m² = 500,- EUR Warmmiete. Also 250,- EUR für jeden. Allerdings kommt am Jahresende noch die Jahresabrechnung. Das kann unter Umständen einige Hundert Euro Nachzahlung bedeuten. Dazu kommen Ausgaben für Versicherungen, Fahrtgeld zur Arbeit, Unterhalt für KFZ usw.

Im Internet gibt es Rechner, die dir den Betrag von Wohngeldanspruch errechnen können.

Am Besten ihr setzt euch mal zusammen und schreibt auf was ihr tatsächlich an Einkommen habt. Davon ziehst du alle Ausgaben an, die du bereits von diesem Einkommen bezahlst.

Als Immobilienkaufmann hast du doch bestimmt die Möäglichkeit dich vor Ort mit Fachleuten zu unterhalten. Eventuell kann man dir hier auch eine günstige Wohnungt vermitteln.

Natürlich kommt es auch darauf an, wo ihr hinziehen wollt. Im Osten findest du ganz bestimmt günstiger eine Wohnung als in Berlin, Köln, Hamburg oder Münschen.

Gibt mal im Internet folgendes ein:

Stadt, Ort oder Landkreis wohin du ziehen willst und dann "Mietspiegel". So erhältst du eine Übersicht über die ortsüblichen Mieten und weißt in etwa was an Miete auf euch zukommen wird.

Nach Abzug aller Kosten sollten auf jeden Fall 350 EUR pro Person zur reinen Verfügung übrig bleiben. Man kann sich zwar alles schön rechnen, doch in der Realität klappt das meistens nicht.

Kommentar von MaikMH ,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, den Mietspiegel vorort kenne ich, das ist ja teils mein Job. Meinen Anteil der Miete kann ich theoretisch vom Kindergeld zahlen nur das Geld für Lebensmittel ect muss ich noch reinbekommen ...

Kommentar von heurekaforyou ,

Weiter oben haben ich dir mal einen Link kopiert. Ich denke die Infos sind sehr nützlich für dein Vorhaben. Hier findest du auch Hinweise zum Kindergeld usw.

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