Frage von anettstr, 40

eigene Anwaltskosten trotz Prozesskostenhilfe?

Hallo,

eine Frage. In einer Familiensache habe ich Prozesskostenhilfe beantragt und zwar am 31.07.2016 und hatte auch gleichzeitig alle geforderten Unterlagen beim Anwalt abgegeben. Jetzt bekam ich ein Schreiben vom Gericht, dass dem am 10.08.2016 vom Anwalt bei Gericht eingereichten Antrag ab 11.08.2016 stattgegeben wurde. Muss ich den Anwalt für die Zeit vom 31.07.2016 bis 11.08.2016 Anwaltsgebühren zahlen, weil er ja da schon tätig war? Oder ist die Prozesskostenhilfe fallbezogen?

Antwort
von ArminSchmitz, 23

Kommt drauf an:

Wenn sich die außergerichtliche Tätigkeit streitgegenständlich mit dem Klageauftrag deckt, wird der Anwalt nur durch PKH bezahlt. Aber Vorsicht natürlich. Das Einreichen eines PKH-Antrags bedeutet noch nicht, daß dem auch stattgegeben wird. Wir der Antrag abgelehnt, ist man als Mandant selber in der Zahlungspflicht.

Ist der außergerichtliche Auftrag weitergehend als der Prozeßauftrag, dann ist man als Mandant hinsichtlich der übrigen Teile selber in der Zahlungspflicht. Allerdings muß der Anwalt dann darauf hinweisen, daß man für außergerichtliche Anwaltstätigkeiten Beratungshilde beantragen könnte.

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