Frage von marcel618, 56

Eidestattliche versicherung abgeben trotz anstehender Privatinsolvenz?

Hallo, ich habe da eine Frage bezugnehmend der Eidestattliche versicherung.

Der Gerichtsvollzieher war heute bei mir, und wollte von mir die Eidestattliche versicherung. Ich habe abgelehnt, sofort zu unterschreiben, und einen Termin in 2 Wochen erhalten. Ich habe einen Antrag auf Insolvenz gestellt, und alle Vorraussetzungen sind gegeben, ich werde höchstwarscheinlich in gut 3 Wochen dann in die Privatinsolvenz rutschen.

Meine eigentliche Fragen daher: -Muss ich die EV abgeben obwohl ich in die Insolvenz gehe? bzw. -Kann ich die EV rauszögern? weil wenn ich in der Insolvenz bin, brauch ich diese ja nicht mehr abgeben lt. Urteil vom BGH

Ich streube mich nur, weil es sich mit der Insolvenz überschneidet, und ich angst habe, dass der Gerichtsvollzieher den Gläubiger die Bankverbindung mitteilt, und eine Kontopfändung vornimmt. Mein Arbeitgeber weis bescheid, da mache ich mir keine Sorgen. Es geht eigentlich nur um das Konto.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Artus01, 26

Du wirst die EV etwas herauszögern können, aber wozu?

Selbst wenn der Gläubiger Dein Konto pfändet, was ändert es?  Sobald die PI eröffnet, und ein Insolvenzverwalter benannt ist, wird dieser sich den gepfändeten Betrag von dem Gläübiger wiederholen.

Du solltest nun aber versuchen sämtliches Geld das du hast und noch bekommst in Deine "Keksdose" zu packen, die du offiziell nicht hast. Wenn die Inso eröffnet ist, liegt Dein Konto erstmal still und Du kommst an kein Geld mehr. Das kann einige Zeit dauern. Spätestens wenn das der Fall ist mußt Du Dich mit allen in Verbindung setzen bei denen Du laufende Kosten zu bedienen hast. Vermieter, Stadtwerke etc.

Kommentar von marcel618 ,

Hallo, 

Danke für deine Antwort! Du hast Recht, ich meine das ist auch so. 

Es ging halt nur darum noch mehr Stress als eh schon zu vermeiden. Ich gehe ja eh in die Insolvenz, ab dann wird eh alles extern entschieden und Verwaltet. 

Ich hoffe du verstehst wie ich das meine. Warum sollte sich jetzt noch der Gerichtsvollzieher einmischen ich muss zu Bank ein P Konto einrichten Glaubiger/Gerichtsvollzieher vollstreckt Lohn und Konto etc. "Nur" weil ich die EV abgeben habe ca. 2 Wochen vor der Insolvenz. 

Kommentar von Artus01 ,

Ist schon in Ordnung so, solltest dir aber darüber keinen Kopf machen.

Ein P-Konto brauchst Du wenn Du in die Insolvenz gehst auch nicht mehr, mit Insolvenzeröffnung herrscht Pfandungsverbot.

Denke aber an die "Keksdose", es könnte sonst sehr eng mit Deinen Finazen werden.

Kommentar von PLOOS ,

Hallo Artus warum sollte es eng mit den Finanzen werden?

Kommentar von Artus01 ,

Das habe ich in meiner Antwort oben bereits geschrieben.

Wenn die Insolvenz durch das Insolvenzgericht offiziell eröffnet ist, ist kurz darauf das Konto "dicht", auch wenn es ein P-Konto ist. Das bedeutet auch daß keine laufenden Kosten (Miete Strom etc.) mehr bezahlt werden. Das bleibt solange so, bis der Insolvenzverwalter es wieder freigibt, oder, wenn das Konto überzogen war, ein neues Konto erstellt ist. Das kann schonmal ein paar Wochen dauern. Man kommt in dieser Zeit an nichts mehr heran. Wenn man dann nicht was "gebunkert" hat kann man noch nichtmal einkaufen.

Natürlich ist es nicht korrekt das zu tun, denn man muß dem Insilvenzverwalter sämtliches Vermögen das man hat, also auch das gebunkerte, benennen. Die meisten Insolvenzverwalter kennen das und fragen auch nicht großartig nach. Offiziell wird auch Schuldnerberater einen solchen Rat erteilen, es wird dann eben so durch die Blume (Keksdose) gesagt.

Antwort
von wilees, 36

Und was glaubst Du könnte Dein Arbeitgeber machen, wenn ein Pfändungsbescheid eintrifft?

Zuerst einmal solltest Du Dein Konto in ein P-Konto umwandeln.

http://www.insolvenzberatung-schuldnerberatung.de/offenbarungseid-eidesstattlich...

Kommentar von marcel618 ,

Hallo,

ja soweit kommt es ja erst wenn der Gerichtsvollzieher die EV hat weil dann hat er ja erst die Anschrifft des Arbeitgebers.

Bin ich aber in der Insolvenz dann regelt das der Insolvenzverwalter d.h. alles was über die Pfändungsgrenze ist, wird direkt vom Lohn abgeführt.

Ich bin also schon "fast" in der Insolvenz. Ein P-Konto ist logisch da gebe ich dir recht, aber wenn die Insolvenz läuft sind alle Vollstreckungen und anfallende Pfändungen eh hinfällig, weil alles über den Verwalter läuft.

 

Es ging ja nur darum um die differenz zwischen 1-2 Wochen.

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