Frage von Rinachen92, 44

Ehrenamtliche Tätigkeit - Aufwandsentschädigung bei Insolvenz angeben?

Person X ist mit Person Y verheiratet.

Person X geht einer Vollzeitbeschäftigung nach, bezahlt auch an den Insolvenzverwalter einen gewissen Betrag von seinem Nettolohn, da er über die pfändbare Grenze gelangt.

Person Y bekommt angeboten bei einer ehrenamtlichen Stelle für 5 Wochen zu arbeiten und bekommt hierfür eine gewisse Aufwandsentschädigung (der Betrag steht nicht fest). Des Weiteren erhält Person Y noch Kindergeld, da sie zur Schule geht.

Nun die Frage, muss Person X diese Aufwandsentschädigung an den Insolvenzverwalter angeben und in wie weit ändert sich damit der pfändbare Betrag. Denn Person X ist Person Y gegenüber unterhaltspflichtig und muss somit von seinem Nettolohn weniger bezahlen, als wenn dies nicht der Fall wäre.

Antwort
von giselastrobel, 13

Person X hat ein pfändungsfreien Betrag von 1478€, da er der Person  Y Unterhaltspflichtig ist, da spielt es keine Rolle ob es Barunterhalt oder in Naturalien (Essen, Klamotten usw.) sind.

Einkommen die Person Y hat stehen aussen vor, weil sie nix mit dem Schulden von Person X zutun hat 

Schuldenfreier Ehegatte oder Lebensgefährte:

Ein anderer Fall ist der, dass ein Ehegatte oder Lebensgefährte überschuldet ist und der Partner schuldenfrei lebt. Grundsätzlich ist hier festzustellen: niemand haftet für die Schulden seines Ehepartners oder Lebensgefährten. Man heiratet auch nicht die Schulden des Partners. Solange der schuldenfreie Partner keine Bürgschaften abgibt oder selbst einen Darlehensvertrag mit unterschreibt – also sich selbst vertraglich verpflichtet – haftet er auch nicht.

Antwort
von DieMoneypenny, 7

Das Kind oder der Ehepartner wird wegen einer 5wöchigen Tätigkeit nicht als unterhaltsberechtigt wegfallen, schon gar nicht, wenn es sich hier um eine Aufwandsentschädigung handelt, bei der nach Abzug der entstandenen Kosten maximal ein Taschengeld übrig bleibt.
Ansonsten hat Y ja nichts mit den Verbindlichkeiten von X am Hut.

Kommentar von Rinachen92 ,

Allerdings würden knapp 500 Euro übrig bleiben bei der Aufwandsentschädigung.

Kommentar von DieMoneypenny ,

Selbst dann halte ich es für unwahrscheinlich, dass der Verwalter sich die Mühe macht. Und selbst wenn: der Pfändungsbetrag wäre für den Insolventen vermutlich weitaus weniger, als die 500 €.
Ihr seid auf der sicheren Seite, wenn ihr es einfach kurz per Mail dem Verwalter mitteilt. Dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Antwort
von osboha, 22

Das kann man ohne nähere Angaben nicht sagen. Das muss wenn überhaupt vor Gericht geprüft werden und dann müssen beide "die Hosen runterlassen".

Eine ehrenamtliche Tätigkeit wird nie entlohnt und wenn es eine Aufwandsentschädigung gibt, dann kommt unter dem Strich wieder 0 dabei raus, sonst wäre es kein Ehrenamt.

Die Unterhaltszahlung hat Priorität für das Kind, genau wie das Kindergeld. Es ist weder für den dritten Gläubiger, noch für Person X oder Y. Hierfür sollen Kleidung, Essen, Möbel, Schulsachen, Spielzeug, Bücher, Eintrittsgelder, Gebühren etc. pp. bezahlt werden.

Das Kind zu befänden wäre genauso Betrug wie das Geld für andere Dinge auszugeben.

Kommentar von Rinachen92 ,

Falsch, eine Ehefrau die nichts verdient wird genauso berücksichtigt wie ein Kind, welches nichts verdient! Dies ist derzeit Fakt.

Darf ich fragen wieso unter dem Strich wieder 0 dabei rauskommt?

Kommentar von osboha ,

Wenn sie Auslagen zurückerstattet bekommt, dann hat sie nichts an dem Job verdient. Ich mache auch einen Weihnachtsmarkt für die Schule meines Sohnes und bekomme lediglich meine Auslagen zurück, der Verdienst geht an die Schule als Spende. Mein Verdienst daran sind 0 Euro

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