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Ehrenamtliche Sterbebegleitung- für wen ist das was?

gefragt von spiritsoulspiritsoul am 02.02.2008 um 22:10 Uhr

Hier wird sehr oft nach ehrenamtlicher Sterbegleitung gesucht, sind halt viele Menschen hier. Eine gute Freundin von mir hat eine solche Ader und erwähnte schon mehrmals, dass sie sich das überlegt. Welche Voraussetzungen sollte man zu solch einer Tätigkeit haben, damit man sie auch verkraftet?


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gri1su
beantwortet von gri1su am 2. Februar 2008 22:21
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Das ist zwar eine sehr schöne Sache, aber lange nicht Jeder ist dafür geeignet. Dafür ist sehr viel Einfühlungsvermögen erforderlich, aber auf der anderen Seite darfst Du das ganze Geschehen nicht zu nah an Dich herankommen lassen, sonst gehst Du kaputt. Da jetzt den goldenen Mittelweg zu finden ist eben die ganz große Schwierigkeit. Ich kenne mehrere Sterbebegleiter. Keiner hat es lange ausgehalten. Ich will davon beileibe Niemandem abraten, ich möchte nur, dass sich die Personen darüber im Klaren sind, was auf sie zu kommt.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 2. Februar 2008 22:21
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Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich selbst aus dem ganzen Vorgang herauszunehmen. Man sollte sich klar sein, dass der Tod das Ende der jetzigen Lebensform ist, aber nicht das Ende an sich. Der Tod ist nur ein Uebergang.

Auch wenn jetzt viele wieder lachen: Es ist genauso ein Uebergang, wie es ein Uebergang ist vom Mutterleib zum Geboren-werden.

Das erfordert sehr viel Respekt vor dem Leben und vor dem Tod. Und es erfordert die innere Distanz, um sich nicht mehr einmischen zu wollen. Es ist eine BEGLEITUNG, keine Führung.

Kommentar von 04fd57a1ebd491be88a2843240f4f914smallFrohnatur am 2. Februar 2008 22:35

Raimund, Du hast eine sehr einfühlsame Antwort gegeben.
Dafür DH!

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 3. Februar 2008 00:50

Prima Antwort. DH auch von mir.

Kommentar von Bruno am 3. Februar 2008 00:55

Raimund, DH


sheela2011
beantwortet von sheela2011 am 2. Februar 2008 22:16
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Ich sage nur starke Nerven und Einfühlungsvermögen. Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen die Sterbebgleitung machen, ich könnte es nicht, nicht weil es mir an Einfühlungsvermögen fehlt, nein mir fehlt es an den Nerven, mir würde so etwas unheimlich an die Substanz gehen.


Qetan
beantwortet von Qetan am 2. Februar 2008 22:44
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Man muß es als Abschied sehen können. Man darf mitfühlen, da es ja ein Abschied für immer ist, aber nicht mitleiden.


bitmap
beantwortet von bitmap am 2. Februar 2008 22:17
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Man sollte starke Nerven haben, Stille ertragen können. Und man muss ''abschalten'' können, wenn man wieder nach Hause geht. Für Leute mit Helfersyndrom ist es jedenfalls nichts.


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 2. Februar 2008 23:31
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Eine gefestigte Persönlichkeit ist Grundvoraussetzung! Und ein Gefühl für Menschen. Zwar kann man selber glauben geeignet zu sein, die anderen könnten das nicht so empfinden, also auch Kritikfähigkeit!


elmara
beantwortet von elmara am 3. Februar 2008 08:14
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Man muss psychisch sehr stabil sein, sonst bekommt man letztendlich vielleicht noch psychische Probleme, dazu muss man auch "Abschalten" können, damit man die Situationen nicht ins Private hineinträgt. Sie sollte sich an ein Hospiz wenden (einfach bei den Kirchen nachfragen), dort wird man geschult und begleitet.


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