Frage von Butterfly36,

Ehrenamt und Hartz IV - was muss man beachten?

Huhu. Meine Freundin ich beziehen derzeit Hartz IV und ich habe ihr auch schon geraten, doch mal, weil wir schon länger arbeitslos sind, doch mal ein Ehrenamt zu machen. Ich habe auch im Internet geschaut, da gibt es auch so eine Art Freiwilligenzentrum und da sind auch mehrere Sachen dabei, die mich und meine Freundin interessieren würden. Außerdem denke ich, wenn man sich ehrenamtlich engagiert, das es sich gut macht im Lebenslauf. Nur wie schaut das aus, muss man ja sicher beim Amt dann melden oder? Da mich selber dort mehrere Themenbereiche interessieren, würde ich dann auch gerne mal dann reinschnuppern, da steht auch, das man das kann, und dann um zu sehen, wo ich dann letztendlich hängen bleiben werde. Was muss ich dann noch beachten, außer dem Amt Bescheid zu geben? Es kann ja sein, das man dadurch auch mal wieder eine feste Stelle bekommt, mir fehlt es halt beruflich an guten Qualifikationen.

Antwort von DerHans,
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So lange deine Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt nicht eingeschränkt ist, kannst du so viele Ehrenämter ausüben wie du Lust hast. Wenn du, wie es normal ist, da kein Geld bekommst, brauchst du es der ARGE nicht einmal mitzuteilen.

Antwort von dietmar632,
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ist eine gute Idee, gibt auch so Arbeit es gibt Zeitarbeitsfirmen die keine Sklaventreiber sind, bin ich auch zur Zeit, wer will bekommt Arbeit

Kommentar von Elodil,

Naja, arbeiten ohne Bezahlung wird bei allen Arbeitgebern gerne gesehen lach

Kommentar von dietmar632,

ohne Geld arbeiten nee, Leben ist zu teuer, bin bei ner Zeitarbeitsfirma, Chef zahlt mir mehr als Tarif, 1 Euro wenigeer als in der alten Firma, macht leider nicht jede Zeitarbeitsfirma.

Antwort von rapido,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Deine Einstellung und Idee finde ich ausgesprochen gut! Obwohl ich nicht weiß, was da "amtlich" zu beachten ist, wollte ich dir das nur mal sagen! Eine ehrenamtliche Tätigkeit wird ja nicht bezahlt, deshalb wird das wohl auf Hartz IV keinen Einfluss haben. Rufe doch einfach beim Amt an und frage, kann doch nichts passieren! Alles Gute!

Antwort von casilein,

Mach es, ich finde das ist eine sehr gute Idee. Du kannst auch örtliche soziale Einrichtungen ansprechen, z.B. Jugendzentrum, Kindergarten, Kirchengemeinde etc. Kläre mit den Leuten dort, dass Ihr einen kurzen Vertrag macht ("XY ist bei uns im Bereich blabla ehrenamtlich tätig."). Außerdem lass Dir zusichern, dass Du für die Tätigkeit ein Zeugnis erhältst, das macht sich im Lebenslauf und in der Bewerbungsmappe gut.

Antwort von baertram,

Es ist gesetzlich geregelt, dass Aufwandentschädigungen bis zu 154 Euro im Monat anrechnungsfrei sind. Der § 2 regelt, dass die Ausübung einer mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassenden ehrenamtlichen Betätigung unverzüglich anzuzeigen ist. Darüber hinaus darf eine ehrenamtlichen Betätigung den Arbeitslosen nicht bei seinen Eigenbemühungen behindern oder daran, einer Meldeaufforderung unverzüglich nachzukommen. Daraus und aus SGB 1 § 60 Abs 1 Nr. 2 folgt, dass man eine ehrenamtliche Tätigkeit erst dann angeben muss, wenn sie: a)15 Std./Woche oder länger dauert und/oder b) man dafür mehr als 154 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat erhält. Der genaue Freibetrag ist jedoch noch strittig. Im Zweifelsfall fragen Sie ihren zuständigen Sachbearbeiter.

Antwort von Dea2010,

Sicherheitshalber ausser der Reihe beim Fallmanager melden und das Ehrenamt, das du für dich gewählt hast, melden!

Bei uns hatte sich ein H4-ler ehrenamtlich bei der "Garderobe" engagiert, ist ein Sozial-Klamootenladen der Diakonie.

8 Monate später bekam er ein Stellenangebot als Angestellter eienr Reinigung...so hatte er wieder einen Vollzeitjob.

Das Angebot hätte er sonst gar nicht bekommen, da er gelernter Maler war!

Die Aufwandentschädigungen ehrlich angeben, du hast eh einen Freibetrag von 100€ im Monat!

Gerade wenn man auch solche "Nebensächlichkeiten" immer gleich angibt, kommt man beim Amt glaubwürdiger rüber. Außerdem: Um jemanden, der sich offensichtlich bemüht (und wenns "nur" ein Ehrenamt ist), kümmert sich ein Fallmanager sehr viel intensiver! Eigene Erfahrung!

Kommentar von Butterfly36,

ja da ich heute nen Termin in der Leistungsabteilung hatte, hatte ich die Frage diesbezüglich auch gestellt. Ich brauche eine Tätigkeitsbescheinigung mit dem Nachweis, das ich das ehrenamtlich ausübe, sonst könnte man, wie die mir verklickert hatte, mal eben schnell durch andere Leute auf die Idee kommen, das es sich um Schwarzarbeit etc. handeln könnte und das möchte ich ja auch keineswegs.

Antwort von Tachi,

Ehrenamtlich arbeiten, kannst du glaub ich überall und musst auch nicht melden, du kriegst ja kein Geld dafür. Aber warum machst du dann nicht lieber ABMs oder du machst kleinere Arbeiten, bei denen du etwas Geld verdienst. Mit Hartz 4 lässt sich ja nicht gut leben und ein Arbeitgeber könnte dich auch immer fragen, warum du in der Zeit nicht lieber Geld verdient hast, als ehrenamtlich zu arbeiten.

Antwort von Elodil,

Dagegen ist absoltut nichts einzuwenden. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass die ehrenamtliche Tätigkeit jederzeit wieder abgebrochen werden kann, sofern eine Vollzeitstelle ansteht, aber das ist ja eigentlich bei Ehrenamtlichkeit immer gegeben. Ich finde es sehr gut, wenn man sich zu ehrenamtlichen Tätigkeiten entschliesst. Eine Ehrenamtlich Tätigkeit muss man m.W. der ARGE nicht melden, da ja auch keinerlei Bezüge anfallen. Höchstens eine kleine Aufwandentschädigung. Die sollte man aber dann zur Vorsicht doch der ARGE melden. Sie wird aber nicht angerechnet.

Antwort von blasehase75,

ich würde das amt insofern informieren, wenn euer fallmanager auch halbjährlich zum termin bittet! es ist ja keine arbeitsaufnahme und zeitlich bist du ja sicher dann noch voll für die arge verfügbar?!

Antwort von Ristic,

Da normalerweise das Ehrenamt unentgeldlich ist, brauchst du das auch nicht melden. Gemeldet werden muss es erst, wenn du dafür Geld bekommst und dann ist es ja eigeltlich kein Ehrenamt mehr.

Kommentar von Butterfly36,

ich meine ja auch, das es irgendwie versicherungstechnisch zusammen hängt. Das ist schon klar, das man dafür kein Geld bekommt. Aber die bieten dafür andere Entschädigungen, z. B. Erstattung der Fahrkosten an. Glaube auch, das dies Zentrum auch mit dem Amt zusammen arbeitet. Außerdem könnte ich, da mir hier wirklich die Decke aufm Kopf fällt, dann auch mal was nützliches tun und somit vielleicht die Möglichkeit dann auch mal auf eine feste Anstellung oder 2. Ausbildungsplatz zu bekommen. Das Amt weigert sich bei mir, mich weiter fortzubilden, was ich nicht ganz verstehe. Vermute mal, das es wegen Geldmangel bei denen ist.

Kommentar von Ristic,

Gut wenn die zusammenarbeiten spricht ja nichts dagegen wenn du Bescheid gibst. Ich wünsch dir viel Spass.

Kommentar von Elodil,

Ich finde Deine Einstellung absolute Spitze und nimm es bitte nicht persönlich, dass Du keine Schulungen vom Amt bezahlt bekommst. Das ist heute nahezu bei jedem der Fall. Es kann aber auch sein, dass Du in der Vergangenheit schon Schulung(en) vom Amt bezahlt bekamst und deswegen keine weiteren Schulungen erhältst. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Freude bei Deiner künftigen Ehrenamtlichkeit.

Antwort von Franticek,

Das wesentliche dabei ist, dass ihr trotz Ehrenamt weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. D.h. ihr müßt euch weiterhin um Arbeit bemühen und in der Lage sein, das Ehrenamt sofort aufzugeben, wenn ihr Arbeit findet.

Antwort von beast,

Wieso solltest Du ein Ehrenamt bei der ARGE melden? Ein Ehrenamt übst Du in Deiner Freizeit bzw. Rentenzeit aus .... und bezahlt bekommst Du das Ehrenamt auch nicht. Was also bitteschön willst Du da der ARGE melden?

Antwort von DevourYou,

Vielleicht solltest du mal eine Abendschule besuchen...

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