Frage von pizda, 45

Ehevertrag, nachträgliche Änderung bei der Scheidung?

Ich habe vor nunmehr 34 Jahren geheiratet. Vor einigen Jahren fing es an zu kriseln und meine Frau hat einen Ehevertrag gefordert,. Sie hat darin 2009 u.a. festschreiben und notariell beurkunden lassen, dass der Versorgungsausgleich nur bis 2010 gelten soll. Ich habe dem nur zugestimmt, weil mir die Ehe wichtig war und sie sonst mit sofortiger Scheidung drohte. Die Sache mit dem Versorgungsausgleich habe ich schon damals jedoch als unfair empfunden, denn ich bin Ausländer und habe für diese Ehe nachweislich meine gesicherte berufliche Zukunft aufgegeben. In Deutschland konnte ich danach beruflich kaum richtig Fuß fassen und habe als Konsequenz eine sehr geringe Rente zu erwarten (ca 600 Euro). Meine Frau hingegen hat mit meiner kräftigen Unterstützung Karriere als Beamtin gemacht und kann sich auf eine hohe Pension freuen. Jetzt sind wir seit einem Jahr formal getrennt und im August soll die Scheidung stattfinden. Kann ich angesichts all dieser Umstände bei der Scheidung eine Revision des Ehevertrags bezüglich des Versorgungsausgleichs beantragen? Wenn ja, wie hoch ist die Chance? Vielen dank im Voraus für eine Auskunft! Boris

Antwort
von peterobm, 45

nur beidseitig, wenn überhaupt möglich. 

Einseitig keine Chance.

Antwort
von habakuk63, 36

Nein, du kannst keine Änderung des Vertrages erwarten. verlangen kannst du alles, aber du wirst es nicht erhalten.

Pacta sunt servanda (lat.; dt. Verträge sind einzuhalten) ist das Prinzip der Vertragstreue im öffentlichen und privaten Recht.

Es handelt sich um den wichtigsten Grundsatz des öffentlichen ebenso wie des privaten Vertragsrechts. Im deutschen Zivilrecht findet sich der allgemeine Grundsatz der Verpflichtung zur Erfüllung von Schuldverhältnissen – und damit auch von rechtswirksamen Übereinkünften – in § 241 Abs. 1 BGB. Eine der wichtigsten Ausgestaltungen dieses Grundsatzes findet sich unter anderem im Tatbestand von Treu und Glauben wieder, der in § 242 BGB geregelt ist. Der Grundsatz besagt, dass derjenige, der Verträge bricht, rechtswidrig/unerlaubt handelt. Des Weiteren gilt der Grundsatz der Vertragstreue kraftVölkergewohnheitsrechtes, in dem er bei dem Theorienstreit um die Frage der Verbindlichkeit internationaler Verträge besagt, dass nationale Gesetze keine Grundlage für die Nichteinhaltung sein dürfen.

Quelle: Wikipedia

Antwort
von Gerneso, 42

Wenn Deine Frau Dich schon die letzten 34 Jahre komplett finanziert hat, hast Du ja wohl reichlich von ihr profitiert.

Des weiteren erhälst Du ja bis 2010 den Versorgungsausgleich, was 30 Ehejahren entspricht. Im Trennungsjahr hast Du mit Sicherheit reichlich Trennungsunterhalt von ihr bekommen.

Du hast also sehr viel Gewinn aus der Ehe gezogen. Hör auf zu klagen.

Der notariell beglaubigte Ehevertrag ist gültig. Deine Frau hat leider nur zu spät realisiert, was für einen Schmarotzer sie sich da an Land gezogen hat. Sie hätte gleich bei Eheschließung Gütertrennung vereinbaren sollen.

Kommentar von pizda ,

erbärmlich, wie man Menschen pauschal verurteilen kann, ohne den Hintergrund zu kennen!

Kommentar von Gerneso ,

Du bekommst doch trotzdem noch den Versorgungsausgleich aus 30 Ehejahren und hast auch während der Ehe gut gelebt - ohne groß selbst finanziell was zum Haushalt beizusteuern.

Warum jetzt noch gieriger werden?

Kommentar von pizda ,

meine Frau war 39 Semester lang als Studentin eingeschrieben und bis 2000 habe ich nachweislich mit Jobs und Alg den größten finanziellen Beitrag zum Familienunterhalt geleistet. Auch jetzt noch arbeite ich. Also, in Zukunft zuerst fragen und danach verurteilen!

Kommentar von Gerneso ,

Dass ihr ALG bezogen habt ist ja wohl kein Verdienst Deinerseits sondern eine Sozialleistung des Deutschen Landes.

Antwort
von kreuzkampus, 16

Die einzige Frage, die  eine Rolle spielt, ist, ob  eine Vereinbarung über den Ausschluss des Versorgungsausgleichs ab einem bestimmten Zeitpunkt sittenwidrig ist oder nicht. Das kann ein Anwalt beantworten, und das wird das Gericht bei der Scheidung beantworten. Ich gehe davon aus, dass das sittenwidrig i.S. des BGB ist.

Antwort
von PillePalleAbisZ, 42

Kannst du, da solch ein Ehevertrag keine der Beiden Parteien benachteiligt werden dürfen. 

Antwort
von Silverhead2010, 43

Nein, du hast mit deiner Unterschrift kund getan, das kannst du nicht einfach so aushebeln. Unterschrift ist eine persönliche Verpflichtung zu irgendwas.

Das wäre ja lustig, wenn man Verträge unterzeichnet durch die Unterschrift einfach so aushebeln könne, wie das "Fähnchen weht".

Sorry "Boris", aber das ist nunmal so hier.

Antwort
von Otilie1, 35

das ist jetzt leider zu spät

Antwort
von Weinberg503891, 15

Hey, könntest du mir bitte sagen welche Staatsangehörigkeit und Nationalität hast und wie lange du in Deutschland lebst. Der Test ist sprachlich richtig. Warum bist du noch nicht Staatsbürger?

Kommentar von Weinberg503891 ,

Text* hab das auf dem Handy geschrieben

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