Frage von TsubazaOzora, 61

Ehemaligen Arbeitgeber verklagen - glaubt ihr ich hätte gute Chancen?

Hallo Liebe User, November 2015 wurde mir von einer Elektrofirma eine Stelle im IT-Bereich angeboten. Zu dieser Zeit war ich noch in der Einbürgerungsphase und ich war Student. Da die von der Einbürgerung von mir ein Unbefristeten Vertrag brauchten und ich noch Student war, blieb mir keine andere Möglichkeit als dort zu Arbeiten. Der Arbeitgeber wusste in welcher Situation ich mich befand und hat meine Situation ausgenutzt. Das Umfeld war miserabel, das Gehalt lachhaft und die Atomsphäre ständig angespannt, da der Mann seine 10 Angestellt (vor allem die auf der Baulstelle) wie Dreck behandelte. Ich sollte ihn eine Software Programmieren, die er innerhalb 2 Wochen haben wollte. Was unmöglich ist, denn für so eine Aufwändige Software braucht man in der Regel ein Halbes Jahr, vor allem wenn man der einzige Entwickler im Haus ist. Nach vielen unangenehmen Gesprächen war es mir möglich den Mann wenigsten für ein paar Monate Hinzuhalten. Ständig wurde ich gefragt wie weit ich mit der Einbürgerung war und erst da war mir bewusst das der Mann mich nur für die Software ausgenutzt hat. Viele Versprechungen aber der Chef hat sich an nichts gehalten, auch das Gehalt wurde mir nach 2 Monaten nicht erhöht. Anfang Januar 2016 war es dann soweit, ich bin Deutscher geworden, mein Arbeitgeber habe ich nichts gesagt. 2 Tage Später wollte der Chef nicht länger warten, er Kündigte mich (2 Woche Frist) und befahl mir das Programm bis dahin fertig zu machen. Ich war sauer und voller Wut doch nun war ich am Zug. Da ich mittlerweile Deutscher Staatsbürger geworden bin und es bis zu meiner Prüfung noch paar Monate sind, hatte der Chef kein Druckmittel mehr gegen mich. Ich brach die Arbeit (das Programm) sofort ab und und ließ mich für den Rest der Zeit Krankschreiben. Der Chef war sauer und er versuchte mich wieder zu holen aber ich ignorierte ihn. Anfang Februar checkte ich mein Kontostand ab und tatsächlich, er hat mir das Januar Gehalt nicht überwiesen. Aufgrund der Finanziellen blieb mir noch der gang zum Jobcenter. Sofort ging ich zu meinen Anwalt. Wir schrieben ihn ein Mahnbrief auf den er nicht reagierte. Ich habe ihn beim Arbeitsgericht verklagt und die Klage gewonnen. Er belästigte mich und bezeichnete mich per E-Mail als "Kranker Mann". Da er keine Chance hatte, überwies er mir das Januar Gehalt . 2 Woche später Belästigte er mich wieder (an einen Sonntag) und drohte mir mit einer Anzeige weil ich angeblich seine Webseite über Word Press "mutwillig" angegriffen hätte. Was totaler Schwachsinn ist. Zwar habe ich auf seiner Seite rumgebastelt, dies geschah jedoch während meiner Vertraglichen Arbeitsphase und nicht nachher. Glaubt ihr hätte gute Chancen ihn wegen Belästigung, Unterstellung und Beleidigung zu verklagen? Übrigens, seine "tolle" Sekretärin sendete mir während der Bewerbungsphase, Bewerbungsunterlage von anderen Mitarbeiter, also wäre Datenschutzverletzung wohl auch drin. Mit den Daten selber habe ich nichts gemacht.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 46
und ließ mich für den Rest der Zeit Krankschreiben.

Wenn du dich hast krankschreiben lassen, dann hat er mit seiner Anrede "Kranker Mann" doch gar nicht so unrecht.Wo liegt dein Problem?

Kommentar von Blackoutd ,

Kranker Mann als eine Anrede... Wäre mir neu. Ist das nicht eher eine Provokation?..

Antwort
von Mignon3, 51

Nein, du hast keine Chancen. Eine Beleidigung liegt nicht vor, wenn er dich "kranker Mann" nennt. Wenn er dich ein- oder zweimal anschreibt, ist das keine Belästigung. Die Unterstellung ist lächerlich. Ignoriere seine Emails bzw. seine Drohungen. Er müßte seine Behauptung beweisen und das kann er nicht.

Es liegen weder strafrechtliche noch zivilrechtliche Aspekte vor. Vergiß die ganze Sache so schnell wie möglich und hake sie als schlechte Erfahrung ab. Kümmere dich um deine Zukunft und verschwende deine Zeit nicht auf Menschen, die deine Aufmerksamkeit nicht verdient haben!

Alles Gute! :-)

Antwort
von EHECK, 58

Hello Tsubaza,

was genau ist denn nun Deine Frage?

Wäre es nicht auch sinnvoller, wenn Du Deine genau präszisierte Frage mal auf einem rechtsfroum (jura.de oder recht.de oder so was) stellst? Dort antworten Dir Rechntsanwälte oder Jura-Studenten - das ist sicherlich besser als hier, wo Laien antworten und Du viele Meinungen bekommst. Schließlich willst Du doch kein Stimmungsbild, sondern fundierten Rat.

Ansonsten solltest Du diese Frage direkt mit Deinem Rechstanwalt durchgehen, welche Möglichkeiten Du hast usw.

viel Erfolg

EHECK

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