Ehemalig Betroffene werden Psychiater/Drogenberater/etc. Gut oder Schlecht?

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9 Antworten

Ich denke mal, dass ist nicht die schlechteste Voraussetzung für diesen Beruf. Die wissen, wovon sie reden und können sich besser in den Betroffenen einfühlen.

Was Therapeuten und Psychologen betrifft, sie müssen sich zumindest selbst analysieren lassen.

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Ich find es nicht schlecht. Die Anonymen Alkoholiker zum Beispiel gehen ja auch nach dem Prinzip vor, dass Trockene die Neulinge unterstützen.
Ich denke es ist doch eigentlich ganz gut wenn die Person sich auskennt. Sie sollte sich halt seeeeehr sicher sein, dass sie keinen Rückfall mehr haben wird, also schon einige Jahre abstinent sein.

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Also früher durfte man das nicht. Also vor über 30 Jahren wollte mal jemand aus dem Bekanntenkreis meiner Familie Psychologie studieren das ging aber nicht, weil die Person schon mal psychische Probleme hatte. Also damals durfte man das gar nicht erst.
Ob das heutzutage geht weiß ich nicht. Damals war der Grund dafür, dass die Leute womöglich einen Rückfall bekommen oder zu befangen sind und dadurch nicht mehr helfen können. Ich persönlich finde das im Prinzip sogar gut, wenn die Leute sich besser hinein versetzen können in die Situation. Allerdings finde ich den Grund der dagegen spricht den ich ebend beschrieben habe auch gut.
Ich persönlich hatte und habe immer das Gefühl, dass die Psychologen und, und, und... Mich nie verstehen konnten, weil was haben die schon für ein Leben gehabt. In einem Einfamilienhaus aufgewachsen mit Mutter und Vater nie Geldsorgen. Immer gut in der Schule und in dem von den Eltern bezahltem Studium. Dann erfolgreich im Beruf und eine heile Welt.
Probiere deinen Plan einfach. MfG

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Ich glaube einen Arzt, der eingesteht mal gekifft zu haben, wirst du nur in den aller seltensten Fällen vorfinden. Grundsätzlich finde ich deine Überlegung jedoch gar nicht so übel - sogar ziemlich gut um ehrlich zu sein!

Ich denke jedoch, dass es wohl am besten wäre, wenn ein Therapeut mit einem ehemaligen Abhängigen zusammen therapiert. Diese würden den Ärzten und Therapeuten dann in der Beratung zur Seite stehen, und auch dem Arzt etc. einfach mal eine andere Sichtweise auf das Thema nahezulegen. Nur auf die "Ehemaligen" alleine kann man aber wohl nicht bauen. Ein Großteil hat kein Studium und käme daher kaum als Mediziner in Frage. Trotzdem wären sie mMn. prima als Assistenten für Aufklärungsarbeiten und Verständnisgespräche geeignet!

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Hallo :-). Erfahrung ist das A und O. Zitat: Wer Tausende von Schriften über die Liebe gelesen hat, die Liebe studiert, analysiert und mit zig Menschen darüber gesprochen hat, und selbst noch nie geliebt hat, der hat keine Ahnung, was Liebe ist. Die Theoretiker arbeiten mit dem Kopf. Die Erfahrenen mit dem Herzen.

Zu Deiner zweiten Frage kann ich nur sagen: Ein Arzt, der selber betroffen war und das offenlegt, kann in dieser Gesellschaft seine Koffer packen! Und bzgl. Psychotherapie hier ein Buchtip: Die Abschaffung der Psychotherapie von Masson. 


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Ich denke es kann beides Hilfreich sein, einmal sich über die Erfahrungen austauschen und einmal es von einer außenstehenden Person zu hören. Eine Therapie ist meist durch ein Team von Psychologen und Beratern oder sollte meiner Meinung nach zumindest aus mehreren Personen bestehen die einem zur Seite stehen.

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Ich denke man kann mit der einen Gruppe wie auch mit der anderen eine gute wie auch eine schlechte Wahl treffen.

Wichtig ist, dass man sich angenommen und nicht abgefertigt fühlt - das ist die halbe Miete

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Bei Suchtmittel würde ich ganz klar sagen wenn der ehem. Betroffene wirklich absolut kein Verlangen mehr nach dem Zeug hat, und ihn /sie es nicht triggert ist das von Vorteil wenn derjenige den anderen hilft und ihm vielleicht in Anonymer form seine Tricks dagegen anzukämpfen versucht mitzuteilen.

& Gras war wirklich ein dummes Beispiel 99% der heutigen Gesellschaft hat schonmal gekifft...

Bei psychisch Kranken Menschen allerdings wäre das in meinen Augen nur OK wenn der ehem. Betroffene schon vieeeeele Jahre symptomfrei ist und keine "Extreme" Krankheit hat wie Schizophrenie o.ä. oder keine Krankheit hat die eben nicht komplett geheilt werden kann

Wenn der ehem. Betroffene eine leichte Depression hatte und diese vor 10 Jahren geheilt wurde sehe ich keinen Grund warum die Person den Menschen nicht helfen kann.

Dafür gibt es ja sog. Selbsthilfegruppen

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Kommentar von querbeet90
15.06.2016, 21:23

ich meinte ja nicht gras ausprobiert zu haben sondern abhängig gewesen zu sein, ueber einen langen zeitraum

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auf jeden Fall ist Beratung und Therapie von einer erfahrenen Person besser

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