Frage von Mika100, 178

Ehegattenunterhalt und Steuererklärung (siehe unten)?

Im Jahre 2014 musste ich nach einem Gerichtsurteil rückwirkend für die Jahre 2012, 2013 und 2014 Ehegattenunterhalt zahlen. Zusätzlich musste ich für 2015 monatliche Beträge entrichten Dieses Urteil wurde vor dem Landgericht angefochten. Im Jahre 2015 wurden die Unterhaltszahlungen der ersten Instanz abgeändert. Ich machte den Ehegattenunterhalt bei den Steuererklärungen in der Anlage U für die Jahre 2012, 2013 und 2014 geltend. Das Finanzamt teilte mir mit, dass der Unterhalt für die oben genannten Jahre nicht abzugsfähig wäre, da die Zahlung erst im Jahre 2015 erfolgte.Wie ich bereits erklärte, erfolgte die Zahlung aber schon in 2014. . Nur die Beträge wurden in 2015 rückwirkend geändert.

  1. Richtet sich die Absetzbarkeit nach der wirklich erfolgten Zahlung (2014) oder nach dem letzlich gültigen Urteil (hier also 2015) oder doch nach dem Zeitraum für die die Zahlung gelten sollte (also 2012, 2013 und 2014)?
  2. Wenn ich den Ehegattenunterhalt wirklich erst in 2015 geltend machen könnte, entstehen mir extreme Nachteile. Da meine Ex-Frau den Unterhalt als Einnahmen angeben muss, würde ihr Einkommen von 450 Euro (geringfügige Beschäftigung) monatlich, mit den Unterhaltszahlung auf durchschnittlich ca. 1700,00 Euro ansteigen, da die Einmahlzahlung und auch die monatlichen Zahlungen in 2015 zusammenkommen. Dadürch müsste sie wohl erhebliche Steuern nachzahlen, gleichzeitig würde ich für das Jahr 2015 mehr als 15000 Euro geltend machen. Sind meine Überlegungen richtig?
  3. Wenn meine Annahmen richtig sind: Ist es nicht so, dass es für mich besser wäre, die Unterhaltszahlungen gleichmäßig (hier also über drei Jahre hinweg) zu verteilen?
Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Familienrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 147

An § 11 EStG (Zufluss-Abfluss-Prinzip) kann auch das Gerichtsurteil nichts ändern.

die 450,- Euro sind bei Deiner Ex nicht in die Steuererklärung aufzunehmen, weil die Steuer und anderen Abgaben der Arbeitgeber pauschal entrichtet.

Kommentar von Mika100 ,

Also ist der Ehegattenunterhalt im Jahre 2014 steuerlich geltend zu machen?

Kommentar von wfwbinder ,

Richtig, die von 2014 und früher in 2014, die von 2015 in 2015

Kommentar von Mika100 ,

Warum hat das Finanzamt auf das Jahr 2015 verwiesen?

Kommentar von wfwbinder ,

Das kann ich Dir nciht sagen, weil ich weder Deine 2014er Erklärung ausgefüllt, noch den 2014 Bescheid gesehen habe. Aber die in 2014 gezahlten Beträge sind, Höchstbeträge und Formvorschriften beachten, in 2014 abzugsfähig udn die in 2015 gezahlten in 2015 abzugsfähig. Der § 11 EStG gilt auch für das Finanzamt.

Kommentar von Mika100 ,

Vielen Dank!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community