EDM Equipment (Tipps...)?

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7 Antworten

Hallo.

Meine Empfehlung: Ableton
Warum? Aufgeräumte GUI, komplett anderer Workflow als andere DAWs unschlagbar gute Audio Bearbeitung, günstiger Preis. Habe mit FL angefangen, über reason, cubase protools alles durch. Mit Ableton hat sich mir die Musikproduktion erst erschlossen. Solange es kein Mehrspur Recording sein muss hat man mit Ableton nur Vorteile. Wenn du es einmal mit diesem Programm erlernt hast und siehst dann wie andere mit FL o.ä. Arbeiten merkst du erstmal wie bescheiden die Workflows anderer DAWs sind.

Plugins:
Besonders Synth Plugins würde ich mir schon direkt am Anfang besorgen. Ansonsten macht es nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr wenn du merkst dir fehlen einfach die Sounds. Fang doch mit einem Plugin an (z.b. Massive) und schau dann ob du noch etwas vermisst.

Die richtigen Effekt Plugins sind natürlich auch wichtig, aber haben meiner Meinung nach keine Priorität. Die Standard Ableton Plugins sind für den Anfang gut, Defizite gibt es aber in Limiting und stereo Verbreiterung.

Samples: Ein Vengeance sample Pack hilft einem schon eine Zeit lang weiter. Wenn du eins besorgst achte am besten drauf ein "essential ..." Pack zu kaufen. Dort sind meist die meisten Basis samples drin.

Gruß

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Es gibt nicht "das beste DAW", es gibt nur das DAW, mit dem DU am besten zurecht kommst. Das ist dann für dich das beste DAW. Denn wenn du beispielsweise mit Ableton Live nicht zurecht kommst, nützt es dir auch nichts. Probiere dich durch verschiedene DAWs (die meisten Entwickler bieten eine kostenlose Testversion ihrer Programme an) und entscheide dann, welches dich am meisten anspricht. :)

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Es gibt KEINE beste DAW, die DAW ist nur so gut wie ihr Benutzer. Es geht um den Workflow, also welcher Workflow dich am meisten anspricht. Dasselbe gilt für Plugins, es gibt Plugins, die einfach sehr gehypt werden, aber wenn du die Grundlagen von Synthesizern (Additive, Subtractive, FM und Wavetable Synthesis) verstehst, kannst du mit jedem Plugin mehr oder weniger das gleiche tun (vorausgesetzt, du hast ein Plugin für jede Art der 4 Klangerzeugungen). Lass dich wirklich nicht von den Meinungen anderer Leute in eine Richtung drängen. Gute Tontechniker können auch mit einem schlechten Mikro gute Aufnahmen machen einfach, weil sie wissen wie es geht. Ähnliches gilt für DAW und Plugins. Teste verschiedene DAWs und schau, was dir persönlich am besten liegt.

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Kommentar von Musikfreak2020
17.05.2016, 10:28

Hallo.

Prinzipiell hast recht, bei schlechtem Sound wird immer zuerst das Equipment beschuldigt. Dabei geht es bei den meisten Leuten viel mehr um fehlendes Wissen bzw. Erfahrungen.
Aber: mit schlechtem Equipment kommt man immer schnell an seine Grenzen, deswegen lieber gleich was ordentliches kaufen als zuerst Schrott kaufen, jahrelang ärgern und dann doch was gutes kaufen.

Gruß

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Kommentar von Beatinfected
17.05.2016, 16:55

Gute Tontechniker können auch mit einem schlechten Mikro gute Aufnahmen machen einfach, weil sie wissen wie es geht.

Naja, das glaube ich kaum. Schlechte Qualiät bei der Aufnahme lässt sich selten wirklich gut beheben. Wenn das Mikro zB zuviel Raum mit aufnimmt, dann kann man den nachträglich zwar entfernen, aber es wird im Endeffekt nicht so gut klingen wie bei gutem Equipment.

Ich schließe mich Musikfreak an: mit schlechtem Equipment kommt man leider nicht sehr weit.

Ich würde das Zitat oben umformulieren in: "Schlechte Tontechniker können auch mit einem guten Mikro schlechte Aufnahmen machen. Einfach, weil sie nicht wissen wie es geht."

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Kommentar von Agiltohr
17.05.2016, 20:23

Ja, so kann man es auch formulieren. Ich persönlich kämpfe sehr gegen High End Equipment (und Plugins) an. Wenn man das Ganze durch mehrere Kompressor und Reverbs gejagt hat, ist der Unterschied von 500€ zu 5000€ für den Otto-Normalverbraucher nicht zu erkennen, vor dem Processing wahrscheinlich auch nicht. Ich meine, für wen mixe ich? Als Bedroom Producer vor allem für mich und ein paar Zuhörer und nicht für Audiophile mit dem teuersten Equipment. Aber gute Tontechniker können tatsächlich mit schlechtem Equipment akzeptable Aufnahmen machen. Es gab da mal eine 300€ Challenge von TheRecordingRevolution und die Qualität ist für das Budget beeindruckend. Mir geht es darum, dass gutes Equipment viel weniger ausmacht als das Wissen, wie man es benutzt.

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Kommentar von Agiltohr
19.05.2016, 06:54

Definitiv. Aber der Unterschied zwischen 50€ und 500€ Monitoren ist auch viel viel größer als jener zwischen 500€ und 5000€.

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Für EDM eignen sich Ableton Live, FL Studio und Bitwig sehr gut - sie sind alle auf einen solchen Workflow ausgelegt. Cubase wird dagegen eher von Musikern bevorzugt, die viele Instrumente aufnehmen und bearbeiten wollen.

"Nexus,Massive oder Sylenth1 " sind tatsächlich gute und beliebte Synthesizer für EDM, aber keine Pflicht. Man kann mit den in der DAW mitgelieferten Synthesizern auch das meiste bewerkstelligen und ich würde empfehlen sich erst mit den Geräten und Instrumenten in der DAW zu befassen, bevor man die Übersicht bei den ganzen Plug-Ins verliert. (Nexus bekommt man übrigens auch schon günstiger, nur die komplett-version mit allen soundpacks kostet so viel.)

Bei Samples würde ich auch erstmal gucken, was es bei der DAW schon dabei gibt. Man bekommt idR bereits paar GB hochqualitative Samples zur Verfügung gestellt. Später würde ich dann einfach bei google gezielt nach bestimmten Sounds suchen, wenn dir was fehlen sollte.

Übrigens kommen die ganzen DAWs immer in verschiedenen Versionen daher und da würde ich empfehlen lieber etwas mehr bei der DAW zu investieren. Der Grund ist: bei den höheren Versionen bekommt man zahlreiche Geräte, Instrumente und Samples für einen relativ kleinen Zusatzbetrag oben drauf. Würde man sich das alles als Plug-Ins zusammenkaufen, würde es das vielfache kosten. Und auch die Qualität ist bei den mitgelieferten Geräten eigentlicht immer gut bis sehr gut.

"Und ich habe gehört wenn man mit fl Studio arbeitete und ein Projekt
fertig hat das wenn man es veröffentlicht... Die Qualität nachlässt"

Darauf einzugehen, würde jetzt leider den Rahmen sprengen. Es sei nur soviel gesagt: wenn man gut mixen kann, kann man auch mit FL sehr gute Qualität erreichen. Und gleichzeitig: wenn man nicht gut mixt, wird es bei anderen DAWs auch nicht wesentlich besser klingen.

Zum Schluss würd ich dir noch den Tipp geben, nicht gleich dein ganzes Budget in Software zu investieren. Es gibt noch andere Bereiche, um die man sich kümmern muss, wenn man gute Qualität bei der Produktion erreichen will: Abhöre, Raumakkustik und nicht zuletzt auch Controller/Keyboards, um überhaupt vernünftig komponieren zu können.

Hoffe ich konnte ein paar Klarheiten beseitigen. Beste Grüße

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Kommentar von Musikfreak2020
01.06.2016, 17:02

Sorry, ich habe da eine andere Meinung bzgl. . Natürlich sind Nexus, Sylenth und teure Sample Packs keine Pflicht und es lässt sich auch viel mit DAW Plugins machen.

Aber:

Besonders Anfängern wird es mit oben genannten Synths sehr leicht gemacht, soundmäßig viel schneller zu einem guten Ergebnis zu kommen. Um z.b. aus dem Operator in Ableton einen annähernd "konkurrenzfähigen" EDM-Leadsound herauszubekommen muss man schon wirklich wissen was man tut und wie ein Synth funktioniert.

Ähnlich ist es mit Drumsounds: Bei z.B. Vengeance Sample Packs wählt man eine Bassdrum und sie klingt gut so wie sie ist. Auch ohne Kompressor, EQ, Zerrer etc.

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Wenn ich nochmals von null anfangen müsste, würde ich wieder FL studio nehmen. Das Pattern-system gefällt mir sehr gut. Die Piano-Roll ist absolut simple und einfach. Melody können in Minuten gemacht werden. In z.B Logic finde ich dies schon schwieriger. Du kannst dir, die Fl studio demo version gratis herunterladen.

Am Anfang würde ich mit den Fl studio "sachen" herumspielen und nach und nach VST's kaufen.

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Ich bin selber Produzent und arbeite mit FL Studio. Zwar ist die DAW nicht auf Deutsch verfügbar, vom Handling/Workflow, von der Optik und den mitgelieferten Plug-ins her zu urteilen aber die beste Option. Inzwischen benutzen die meisten EDM-Artists auch FL Studio. Meine sogar zu wissen, dass es aktuell allgemein der beliebteste Sequenzer ist. Insofern klare Empfehlung! :)

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Also ich habe Cubase, Ableton und FL Studio und finde eig. Ableton am besten

finde das VST Serum lohnt sich sehr du kannst alles mit dem machen

Hab auch das Fabfilter Pro Total Bundle und es ist eig. sehr gut

Kann alles nur weiter empfehlen

Für Samples kannst du ja die BHK Premium Drumz kaufen ^^ ist auch total geil

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Kommentar von Beatinfected
17.05.2016, 16:48

Fabfilter haben mich auch völlig überzeugt: Pro-C, Pro-MB, Pro-Q2, Saturn - auf die würde ich nicht mehr verzichten wollen.

Aber als Anfänger würde dennoch erstmal mit den Geräten arbeiten, die in der DAW dabei sind und das Geld zunächst an anderer Stelle investieren.

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