Frage von Hunkpapa, 97

Ecuador, Erdbeben - wieder einer von vielen Beweisen, dass es keinen Gott gibt?

Antwort
von null815nicname, 3

Was ist denn für dich Gott? Meinst du den christlichen Gott? Ansonsten gehe ich mal vom allgemeinen Begriff aus, der Idee eines allmächtigen Wesens und/oder einem Schöpfer. Mal ohne Meinung, ob hier Gott eine Energie ist, eine Getsalt in irgendeiner Form hat etc.

Hinter einem Erdbeben steckt die Platternverschiebung, das heißt, die Bewegung der Kontinetalplatten auf dem plastischen Erdmantel. Wenn sie aneinander reiben und sich verhaken können sie sich durch einen plötzlichen Ruck lösen. So entsteht (unter anderem) ein Erdbeben, auch das in Ecuador, das auf dem pazifischen Feuerring liegt. Dahinter steckt also reine Physik, die ja Gott per Deffinition geschaffen hat. Die Geologie der Erde, die Beschaffenheit des Mantels und des Kerns beeinflussen maßgeblich das Leben auf der Erde. Nur so gibt es Vulkanismus, der die Beschaffenheit der Athmosphäre mitbestimmt, Landmassen schafft und für Leben an den "Black Smokern" der Tiefsee sorgt. Die Auswirkungen der Morphologie der Erde auf das Leben ist sehr vielfältig und hoch komplex, zum Beispiel hätten wir ohne sie höchstwahrscheinlich kein Magnetfeld, dass und vor kosmischer Strahlung schützt. Aber sie führt auch zu Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Zunamis.

Alles hat zwei Seiten, es kann nie nur gut oder böse geben, nie nur positiv oder negativ.  Oft ist für uns gar nicht überschaubar, welchen wichtigen Nutzen Prozesse an anderer Stelle haben, die gleichzeitig schreckliche Auswirkungen gehabt haben. Wieso sollte das Gott wiederlegen? Es zeigt höchstens, das wir nicht in der Lage sind, die Zusammenhänge zu durchschauen.

Es kann kein Leben ohne den Tod geben, keine Gesundheit ohne Krankheit, kein Glück ohne Unglück. Schau die in dem Zusammenhang doch mal den Film "Hüter der Erinnerung-the Giver" an, da wird diese Idee gut weitergedacht und er passt sehr gut zu deiner Frage.

Gibt es also Gott oder nicht? Letztendlich gab es in der Geschichte einige Versuche, die Existenz Gottes zu beweisen oder zu wiederlegen ( z.B. Thomas von Aquin, Nietzsche etc.) aber das ist eben der Kern des Glaubens- der Glauben. Speziell im christlichen Glauben auch gekoppelt mit dem Vertrauen gegenüber Gott. Ob du nun an einen Gott glaubst oder nicht- das ist  eine rein persöhnliche Entscheidung.

Wenn Gott also existiert,hat er den Menschen den freien Willen, Vernunft, Phantasie und Kreativität geschenkt. Ihn also so geschaffen, das er die Möglichkeit hat, sein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu leben ohne eine Marionette Gottes zu sein.

Auf dein Beispiel in Ecuador angewendet: Er hat einen wunderbaren Planeten geschaffen, der den von ihm geschaffenen Naturgesetzten folgt, die wir nicht vollständig durchschauen. Hier haben wir unseren Lebensraum, quasi den "Rahmen". Wie wir ihn füllen, ist wiederum unsere Sache. Gott hat uns den Lebensraum gegeben, aber keine Baupläne für Gebäude, in denen wir zu leben haben. Anders gesagt- bei vielen Erdbeben sterben Menschen größtenteils in von Menschen gemachten, nicht erdbebensicheren Gebäuden. Aber der Mensch entscheidet selbst aus verschiedensten Gründen, welche Gebäude er wo baut und bewohnt. Vorliebe, Tradition, Geld oder dessen Mangel, der Ausmaß des bautechnischen Wissens, Komfort, Standortvorteile etc... Oft haben Menschen keine Wahl, etwa wenn sie sich keine Wohnung an anderer Stelle leisten können. Geld ist aber wiederum rein menschengemacht.

Ich möchte hier niemandem eine Schuld zu den schrecklichen Ereignissen in Ecuador zuweisen, sondern nur Aspekte zu deiner doch sehr philosophischen Frage aufzeigen. Ich hoffe, ich konnte dir ein paar neue Denkanstöße geben.

Viele Grüße

Antwort
von elliellen, 66

Wieso sollte das ein Beweis sein? Es gibt keine Beweise und es wird auch nie welche geben.

Wir können(und sollten es auch) an Gott glauben, solange wir Gast auf der Erde sind. Sehen werden wir ihn erst, wenn wir nicht mehr leben.

Übrigens steht bereits in der Bibel Näheres über Erdbeben und andere Naturkatastrophen.

Kommentar von Hunkpapa ,

An deinen Gott können und sollten wir auch noch glauben?

Kommentar von 22Rafael22 ,

Was wären die Nachteile des Christlichen Glaubens? Ich seh irgendwie nur Vorteile :).

Kommentar von elliellen ,

Es ist nicht "mein" Gott, er ist für alle Menschen da. Es gibt viele Atheisten, die durch bestimmte Begegnungen oder Lebensereignisse zu Gott gefunden haben. Das kann ich nur jedem Menschen wünschen.

Kommentar von Hunkpapa ,

Deinen  Glauben kannst du in der Pfeife rauchen

Kommentar von Hunkpapa ,

 "Eure  Religion  will belehren...unsere meint, dass das Herz jedem Menschen seinen eigenen Weg zeigt."  sagte der Indianer MOHAWIZ, MAGPIE (CHEYENNE)...Er meinte wohl die Christen, die  versuchten ihn und sein Volk zu bekehren.

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