Frage von SilenceKrieger, 510

Ebay Waren Betrug 6 Fälle anzeigen - was kommt auf mich zu?

hab damals große mist gebaut 6 betrugs fälle in höhe von 2,500 Euro hab einen Gerichts termin bekommen mit welcher strafe muss ich rechnen da ich noch keine vorstrafen anzeigen hatte

Antwort
von blackforestlady, 317

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.Hoffentlich merkst Du Dir das für de Zukunft. Eine zweite Chance bekommst Du nie mehr in Deinem Leben. Vielleicht kommst Du noch mit einem blauen Auge davon und Du bekommst nur Sozialstunden aufgebrummt und wirst zu Tagesgeldsätzen verdonnert. Es konnte auch auf eine Bewährungsstrafe herauslaufen, da es sich um sechs Betrugsfälle handelt, also kannst Du jetzt nur noch hoffen.

Kommentar von ParagrafenChef ,

Man bekommt immer eine zweite oder auch dritte Chance im Leben!

"Nur" Sozialstunden bekommt er bei einen Schaden von 2.500 € ganz sicher nicht. Wenn dann bekommt er die Sozialstunden als Zusatz zur härteren Hauptstrafe!

Antwort
von Deepdiver, 361

Rechne mit einer Strafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird.

Den Schaden musst du natürlich zurückzahlen und wirst die Kosten des Verfahrens tragen müssen.

Ein Geständnis gleich zu Beginn der Verhandlung wird sich dann strafmildernd auswirken.

Nimm es als Schuss vor den Bug hin und bleibe in Zukunft ehrlich.

Da ich denke, das die Strafe nicht unter 1 Jahr ausfallen wird, giltst du dann als Vorbestraft, Und das steht bei dir im Führungszeugnis.

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay, 359

mist gebaut 6 betrugs fälle in höhe von 2,500 Euro hab einen Gerichts termin bekommen

Nun Du fragst hier ja schon länger an, was dich mit den vormals vier Betrugsfällen erwartet.

Voraussagen kann Dir das keiner.

Einen Tipp habe ich: Wenn da noch etwas in der Luft hängt und bis  jetzt nicht angezeigt / angeklagt wurde, dann sprich mit Deinem Anwalt darüber. Hast Du erst einmal Deine Vorstrafe und da "dröppeln" dann nach und nach weitere Anzeigen von Geschädigten ein und es gibt neue Verfahren, stehst Du wesentlich schlechter da.

Antwort
von DaBozZ, 232

Geldstrafe und Bewährungsstrafe. Das Geld musst du wohl oder übel zurück zahlen. In den Knast gehst du bei so einem Betrag auf keinen Fall, dazu kommt noch, dass du dass erste mal eine Straftat begangen hast. Nehme die Schuld an, umso besser fällt dein Urteil aus.

Antwort
von Waaat, 29

Ah, bist du so ein Heini, der iPhones verkauft, aber nicht liefert?

Schön das sie dich erwischt haben!
Hoffentlich bekommst du auch eine anständige Strafe.

Solche Menschen wir du, k0tzen mich an.

Kommentar von ParagrafenChef ,

Das mag moralisch korrekt sein, rechtlich und allgemein bringt es den Fragesteller aber nicht weiter!

Kommentar von Waaat ,

Die Frage wird ihm der Richter beantworten.

Antwort
von Jewi14, 303

Hast du kein Anwalt? Denn der kennt deinen Fall genau und kann dir daher auch genauer sagen, was auf dich zukommt. Wir können nur mutmaßen.

Antwort
von tiergartennbg, 187

Gib alles zu dann gibt es Bewährung

Antwort
von ParagrafenChef, 233

Ist nicht gerade ein kleines Delikt.

Eventuell sieht der Richter hier auch gewerbsmäßiges handeln bei deinen Betrugstaten. Es gibt Richter, die sehen gewerbsmäßige Betrüge schon ab 25 € Schaden als gegeben an.

Es gibt aber auch Richter, die bei einer Summe von 3.200 € von einem normalen Betrug ausgehen. Die Definition von "gewerbsmäßig" ist bei Betrugstaten rechtlich umstritten. 

Allgemein und oft liest man, dass Gewerbsmäßigkeit dann anzunehmen ist, wenn die Taten so begangen worden, dass man aus dem Ertrag dessen sich eine nicht nur geringe und nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von einiger Dauer verschaffen wollte.

Was aber auch zu beobachten ist:  Bei Ersttätern wird Gewerbsmäßigkeit eher verneint.

Warum schreibe ich das? Weil das Merkmal der Gewerbsmäßigkeit ein besonders schwerer Fall des Betrugs nach 263, Absatz 3, Satz 1 StGB darstellt und mit einer Mindeststrafe von 6 Monaten geahndet wird.

Beim normalen Betrug gibt es hingegen keine Mindeststrafe.

Nun kommt es auf dein Nachtatverhalten an. Ist die Beweislage eindeutig, so solltest du gestehen. Ist sie nicht eindeutig, solltest du zur Tat schweigen.

Schweigen ist in Strafprozessen dein gutes Recht und darf dir niemals als Schuldeingeständnis oder sonst wie negativ ausgelegt werden.

Wenn du gestehst, wird das strafmildernd berücksichtigt.

Spontan würde ich jetzt eine Verurteilung von 6 bis 12 Monaten Gesamtfreiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, in Erwägung ziehen. Bewährungszeit 2 Jahre. Ohne Bewährungshelfer.

Auflagen:  Eventuell Sozialstunden und jeden Umzug dem Gericht unverzüglich mitzuteilen.

Natürlich kannst du gegen ein Urteil vom Amtsgericht auch das Rechtsmittel der Berufung einlegen.

Das Landgericht macht dann nochmal das Gleiche wie das Amtsgericht. Es kann dann alles beim alten bleiben, die Strafe abgemildert oder aber auch verschärft werden.

Wenn die Staatsanwaltschaft kein Rechtsmittel oder nur Rechtsmittel zugunsten deiner Person einlegt, dann darf deine Strafe nicht höher ausfallen.

Die Staatsanwaltschaft kann aber auch Rechtsmittel mit dem Ziel einer härteren Bestrafung einlegen.

Du solltest in den nächsten 5 Jahren und möglichst nie wieder Straftaten, schon gar nicht in Vermögenssachen ( Betrug, Diebstahl, Raub, evtl. Urkundenfälschung, Leistungserschleichung usw. ) begehen.

Wobei natürlich auch bei weiteren Gerichtsverfahren immer wieder Bewährung oder auch mildere Strafen möglich sind.


Allgemein an alle Rechtsexperten:

Ich finde 263, Absatz 3, Satz 1 StGB und 263, Satz 5 StGB im Vergleich etwas sperrig formuliert!

Einerseits können Mitglieder einer Bande beim ( normalen ) Betrug, oder wenn es gewerbsmäßiger Betrug bei Nicht Banden Mitgliedern ist, mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 10 Jahren bestraft werden.

Andererseits können Mitglieder einer Bande bei gewerbsmäßigen Betrug mit einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr bis 10 Jahren, in minder schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 5 Jahre bestraft werden.

263, Absatz 3, Satz 1 StGB geht also beim Strafrahmen von einer Privatperson mit gewerbsmäßigen handeln oder Mitglied einer Bande OHNE gewerbsmäßigen Hintergrund aus.

Während 263, Absatz 5 StGB vom Mitglied einer Bande MIT gewerbsmäßigen Hintergrund ausgeht. Richtig?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten