Frage von huf63, 32

Ebay Versandart anders als angegeben jedoch keine Versandgebühren erhoben?

Hallo Hatte vor gut 10 Tagen bei Ebay etwas versteigert und als Versandart DHL Paket angegeben. Versendet habe ich jedoch als Päckchen , da ich auch keine Gebühren erhoben habe.

10 Tage später meldet sich der Käufer ,dass er noch keine Ware erhalten hat und vom Vertrag zurücktreten möchte.

Habe ihm angeboten , die gleiche Ware auf meine Kosten erneut kostenfrei zu versenden.

Wie sieht es rechtlich aus ich handele als Privatverkäufer.

Antwort
von peterobm, 25

er könnte durchaus bei Ebay einen Fall aufmachen; wegen nichterhaltender Ware. Geld solltest zurückzahlen

bzw. die Ware erneut schicken. 

Die Problematik ist, bei Päckchen lässt sich das nicht so einfach überprüfen, es fehlt eine Sendungsverfolgungsnummer. 

du hast keine Versandkosten erhoben. 

Antwort
von Xipolis, 13

Wenn Du mit dem Rücktritt und der damit verbundenen Rückerstattung des Kaufpreises nicht einverstanden bist, bleibt Dir nur eins:

Versende die gleiche Ware morgen nochmal als DHL Paket I(weil dieser Versand vertraglich vereinbart ist) und hinterlege bei eBay dann auch umgehend die Sendungsnummer, dann hast Du Deine Pflicht erfüllt.

Der Käufer müsste Dir vor einem Rücktritt eine ausreichende Frist zur Erfüllung setzen und nach fruchtlosem Ablauf den Rücktritt ausdrücklich erklären.

Antwort
von Flintsch, 32

Rechtlich gesehen, hast du mit der billigeren Versandmethode gegen den Kaufvertrag verstoßen. Mit einem Paketversand hättest du / der Paketdienst feststellen können, wo sich das Paket befindet, bzw., ob der Käufer dich betrügen will. Zudem wäre dein Paket versichert gewesen.


Kommentar von huf63 ,

Hatte ja keine Versandkosten berechnet.

Der Versand war für den Käufer Kostenlos angegeben.

Und die Versandart war bereits angegeben hatte nicht darauf geachtet.

Kommentar von Flintsch ,

Ob du für den Versand Geld verlangst oder nicht, spielt keine Rolle. Da DHL Paketversand in der Beschreibung stand, wärest du zu dieser Versandart verpflichtet gewesen. Und wenn die Versandart automatisch ausgewählt und nicht geändert werden kann, hättest du die andere Versandart im Beschreibungstext erwähnen müssen.

Mit dem Einstellen der Auktion / des Sofortkaufs hast du alle Bedingungen zu Vertragspunkten gemacht, für die du allein verantwortlich bist.

Und überleg dir mal, ob die paar Cent, die ein Päckchen weniger kostet, den ganzen Ärger wert ist. neubeschaffung des Artikels, erneuter Versand als Paket mit den entsprechenden Kosten und evt. eine negative oder neutrale Bewertung. Oder du musst das Geld zurückzahlen und hast zusätzlich den Verlust der Ware.

Kommentar von Xipolis ,

Und wenn die Versandart automatisch ausgewählt und nicht geändert werden kann, hättest du die andere Versandart im Beschreibungstext erwähnen müssen.

Das müsste der Anbieter dann aber deutlich kenntlich machen, wenn entgegen den Angaben im Versandabschnitt etwas anderes gelten soll, weil diese technisch nicht abänderbar waren (was definitiv bei ebay.de falsch ist).

Kommentar von Flintsch ,

Da hast du natürlich vollkommen Recht. Ich wollte es eigentlich nicht so deutlich schreiben, aber egal, was soll's: Ich hatte nach der Antwort von "huf63" nur gedacht, dass es sich dabei mal wieder um einen User handelt, der denkt, das Internet ist nur eine Klicki-Bunti-Welt und man müsse sich keine weiteren Gedanken machen. Mir ist schon klar, dass man die Versandart jederzeit ändern kann. Leider ist es aber so, dass sehr viele User einfach zu faul sind, um sich alles genau anzusehen, durchzulesen und ihr Gehirn einzuschalten. Aber nach einem Schaden sind es gerade sie, die am lautesten jammern.

Antwort
von ThommyHilfiger, 25

Du musst beweisen, daß du die Ware tatsächlich an ihn geschickt hast, kannst du aber nicht. Deshalb nicht an der falschen Stelle sparen und immer als Paket versenden. Dann kann dich kein Empfänger über den Tisch ziehen (Unterschr.).

Kommentar von huf63 ,

Habe einen Zeugen , der beim Versenden dabei war.

Kommentar von ThommyHilfiger ,

Aber leider keinen, daß das Päckchen angekommen ist...

Kommentar von huf63 ,

Warenschuld sind doch Holschulden und mit Übergabe an DHL geht der Gefahrenübergang doch an die Post über?

Kommentar von Xipolis ,

Dein Problem ist, dass Du Dich nicht an die vertraglich vereinbarte Versandart DHL Paket gehalten hast, sondern per DHL Päckchen versendet hast und daher greift das nicht.

Kommentar von ThommyHilfiger ,

Das Versandrisiko geht im Falle eines Versendungskaufes nach § 447 BGB erst dann auf den Käufer über, wenn die verkaufte Sache einem Transportunternehmen, etwa der Post, übergeben wurde. Genau diese Übergabe dieses Päckchens kann der Verkäufer im vorliegenden Fall jedoch nicht nachweisen.

Kommentar von Xipolis ,

ThommyHilfiger,

es geht nicht um den Nachweis der Übergabe an DHL (die kann man schon glaubhaft machen oder durch einen Zeugen belegen), sondern um den Verstoß gegen die vertraglich vereinbarte Versandart nach dem zweiten Absatz des von Dir genannten Paragraphen.

Vereinbart war der Versand DHL Paket und der Verkäufer hat als DHL Päckchen versendet.

Kommentar von ThommyHilfiger ,

Prizipiell hast du da recht, sie ist wegen Vertragsverletzung im Nachteil. Aber die Fragestellerin hat zudem Probleme nachzuweisen, daß der Kunde das Päckchen überhaupt bekommen hat.

Kommentar von spmuc ,

Das muss sie ja gar nicht. Wenn Päckchen/unversicherter Versand angegeben wäre und das Päckchen ins Nirvana entschwindet ist das das Problem des Käufers. Der Nachweis über die Übergabe kann auch anderweitig geführt werden, z.B. mittels Versicherung an Eides statt oder wenn eine zweite Person bei der Abgabe dabei war.

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