Frage von neno2013, 129

Ebay, Negative Bewertung, Anwalt?

Hallo! Ich habe einen Artikel auf Ebay gekauft und sofort mit Paypal bezahlt (ich war der Höchstbietende für eine Auktion ab €1 OHNE Mindestpreis). Für den Verkäufer war der erzielte Preis aber zu wenig und er wollte die Ware dann doch nicht verkaufen (seine Ausrede war, dass er in der Beschreibung geschrieben hat, dass er sich als Preis €240 wünscht).

Nach seiner Nachricht, dass er die Ware zu dem Preis nicht verkauft, habe ich einen Fall geöffnet und das Geld erst nach einigen Tagen - aber nicht zur Gänze - bekommen (€ 62,90 bezahlt, € 61,40 bekommen). Ich habe dann den Verkäufer negativ bewertet. Jetzt schickt er mir E-Mails mit Drohungen von geeigneten Schritten (wie er sagt) und Beschimpfungen wie zB "es gibt keine Pillen gegen Dummheit, ich kann nicht lesen, ich kann kein deutsch". Meine Frage ist jetzt, ob Ebay mir helfen kann, dass er seine Drohungen und Beschimpfungen stoppt, weil ich glaube, dass das ein Verstoß gegen die Ebay-Regeln ist. Kann mir was passieren?

Danke für eure Hilfe!!!

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay, 38

Mit diesem Formular kannst Du die emails an ebay melden:

ebay unerwünschte emails melden

http://goo.gl/mGWHTN

Dann wäre ich an Deiner Stelle böse genug das Angebot an ebay zu melden.


(seine Ausrede war, dass er in der Beschreibung geschrieben hat, dass er sich als Preis €240 wünscht).


Der Link ist im Artikel auf der rechten Seite, ganz dezent, "melden". ebay wird verflixt sauer, wenn ein angeblich cleverer Verkäufer auf diese Art Verkaufsprovision sparen will.

Ja, es besteht ein gültiger Kaufvertrag zu dem von Dir ersteigerten Prteis. Es bringt ausser Ärger leider nichts, wenn Du diesen einklagen möchtest. Für die Kosten einer solchen Klage, die mit Sicherheit Erfolg haben dürfte, müstest Du in Vorlage treten:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh...

Aber es sind immer wieder Einzelurteile für den jeweiligen Fall zu erstreiten.

Antwort
von Interesierter, 30

Eine Frage vorab: Hast du dem Abbruch zugestimmt? Wenn nicht, besteht immer noch ein rechtsgültiger Kaufvertrag und der Verkäufer ist zur Herausgabe der Ware verpflichtet. 

Wenn du zugestimmt hast, muss dir der Verkäufer den kompletten Betrag erstatten. 

Gegen die beleidigenden Äusserungen des Verkäufers kannst du über die Polizei vorgehen. Interessant wäre auch eine strafbewehrte Unterlassungsklage. 

Kannst du die Bewertung noch ändern? Wenn ja, dann schreibe diese doch nochmals in sachlichem Ton und füge die Anschuldigungen des Verkäufers mit ein. Diese entsprechen der Wahrheit und können von ihm nicht beanstandet werden. 

Was sich der Verkäufer wünscht und was er letztlich kriegt, sind zwei Paar Stiefel. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Will er einen Mindestpreis, muss er diesen bei der Angebotserstellung mit aufnehmen. Sonst gilt er nicht. 

Kommentar von neno2013 ,

Ich habe leider dem Abbruch zugestimmt.

Antwort
von ichweisnix, 39

Für den Verkäufer war der erzielte Preis aber zu wenig und er wollte die Ware dann doch nicht verkaufen

Das ist kein Grund vom Kaufvertrag zurückzutreten. Es ist hier ein verbindlicher Kaufvertrag zustande gekommen.

seine Ausrede war, dass er in der Beschreibung geschrieben hat, dass er sich als Preis €240 wünscht

Dann hätte er einen Mindestpreis festsetzen müssen.

Hier kann er sich höchsten fragen, ob der Kaufvertrag wieder einvernehmlich augehoben werden soll.

Jetzt schickt er mir E-Mails mit Drohungen von geeigneten Schritten (wie er sagt)

ER muß froh sein, wenn sie es bei einer negativen Bewertung belassen. Sie hätten ja auch die Möglichkeit den Kauf auf den Klageweg durchzusetzen.

Meine Frage ist jetzt, ob Ebay mir helfen kann, dass er seine Drohungen
und Beschimpfungen stoppt, weil ich glaube, dass das ein Verstoß gegen
die Ebay-Regeln ist.

Ob Ebay da auf Anfage was tun ist fraglich, möglicherweise sperren die aber den Account und schließen den Verkäufer vom Handel aus.  Beleidungen sind übrigens strafbar.

Antwort
von SoDoge, 43

Dir kann deswegen nichts passieren. Im Gegenteil, du bist/warst da eher im Recht und ich an deiner Stelle hätte vorher auch auf den rechtsgültigen (!) Kaufvertrag bestanden. In der Beschreibung kann ich auch sagen, ich wünsche mir 1 Mio. € für irgendwelchen Ramsch, das ist dann aber auch nicht der zum Schluss verbindlich festgelegte Preis, wenn dieser zu Beginn völlig offen steht (da es immerhin eine Auktion ist), ist das auch völlig klar.

Wenn er das so wünscht, muss er von der Funktion, einen Mindestpreis anzugeben Gebrauch machen oder sein Angebot als "Sofort-kaufen" einstellen, das wäre dann auch so rechtens. Aber so geht das auf keinen Fall. Etwaige Gebühren hin oder her, wenn er das auflösen möchte, dann musst du zumindest all dein Geld zum Schluss wiederhaben. Das ist unseriös und ich würde mich, wie du du schon richtig erwähnt hast, umgehend an eBay wenden. Neben einer für dich akzeptablen Klärung sollte dieses Vorgehen in seinem gesamten Umfang (d.h. inkl "Drohungen und Beschimpfungen") gemeldet werden.

Antwort
von neno2013, 2

Ich danke euch allen für eure Antworten. LG

Antwort
von peterobm, 69

auch wenn keiner mehr bietet; entsteht ein rechtsgültiger Kaufvertrag. Da wollte jemand Gebühren sparen. 

>dass er sich als Preis €240 wünscht

DANN hätte er genau den Preis als Mindespreis einstellen müssen. Fall wurde eröffnet; warum wurde weniger ausbezahlt? Kurios 

Verkäufer kann sich nicht auf Preisirrtum berufen.

>Drohungen und Beschimpfungen 

da könnte man sich auf dem Privatklageweg wehren; ob das Sinn macht?

Antwort
von Carlystern, 19

Dir kann garnichts passieren. Doch hättest du den Verkäufer auf  Rausrücken der Ware verklagen sollen. Ich hätte nicht so schnell klein Wein gegeben. Denn das Recht liegt ganz klar uf deiner Seite. Der  Verkäufer knn in den Text soviel schreiben was er sich wünscht zählt aber nicht. Wenn hätte er einen höheren Startpreis  ansetzen müssen oder Minestpreis nehmen sollen.


Antwort
von Basti6000, 49

Was will der Anwalt da reissen?
Dann soll er halt als mindestgebot 240 € einstellen...

Antwort
von leftysteam, 55

Hey, Ich kenne mich zwar mit Ebay nicht aus, aber dir kann definitiv nichts passieren. Ich würde mich erstmal an Ebay wenden, da er dich erstens nicht beleidigen darf und zweitens der Auktion zugestimmt hat, die ja soweit ich weiß verbindlich ist. Seine Beschreibung ist definitiv keine Grundlage um den Artikel nicht zu versenden und da ist er selbst Schuld, wenn er die Auktion bei 1€ beginnt.

Antwort
von hoermirzu, 27

Du solltest Dich wehren!

Wer versteigern lässt, muss damit rechnen, dass jemand u.U. den Zuschlag bei € 1,50 bekommt.

Antwort
von Margita1881, 23

Jetzt schickt er mir E-Mails mit Drohungen

Sofort ebay melden, das könnte mit einer Sperre für diesen Verkäufer enden; ebay ahndet aufs schärfste Beleidungen.

Antwort
von SnapDog12, 44

Soweit ich das verstehe, gibt es 2 einfache Möglichkeiten: 

A - Ihr bleibt Menschlich und verhandelt noch einmal, dabei kannst du die Rezession als Druckmittel verwenden

B - Du nimmst dir einen Anwalt und erhebst Rechtliche Schritte gegen ihn... (Beleidigung, Drohungen etc. - dein Anwalt wird da bestimmt noch mehr finden)

Antwort
von AnonYmus19941, 36

Ich weiß nicht, ob es gegen die Nutzungsbedingungen verstößt, könnte es mir aber durchaus vorstellen. Ich würde dir empfehlen, dich an den Support zu wenden und die E-Mails an sie weiterzuleiten.

Ansonsten besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Verkäufer wegen Beleidigung zu verklagen. Ob sich das allerdings lohnt...

Dir kann überhaupt nichts passieren. Eine negative Bewertung kannst du aus jedem Grund geben und dagegen kann man auch nicht klagen.

Der Verkäufer ist allerdings gezwungen, dir den Artikel zu dem Höchstpreis zu liefern. Falls er das nicht kann (oder will), kannst du Schadensersatz von ihm verlangen.

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