Frage von sponky60, 327

Ebay Kleinanzeigen Widerruf Verkäufer gibt Anzahlung nicht zurück?

Hallo Ich wollte über Ebay Kleinanzeigen Möbel kaufen. Am Abend sind wir also zu diesem Anbieter hin und haben uns die Sachen angeschaut. Ich war jedoch etwas skeptisch wg der Lagerung in einer Garage. Na ja meine Frau zahlte dann 60 Euro an .Rest sollte bei Abholung der Ware ein Paar Tage später erfolgen.Darüber haben wir eine Quittung.Einen schriftlichen Vertrag gab es nicht. Direkt am nächsten Morge haben wir jedoch den Kauf telefonisch wiedrrufen und der VK stellte seine Ware noch am selben Tag wieder zum Verkauf bei Ebay ein. 10 Euro von unserem Geld wollte er einbehalten ,dann wollte er sich melden um uns zu sagen wann wir den Rest zurück bekommen.Bis heute haben wir das Geld nicht aber er wird immer unverschämter. Und jetzt besteht er wieder auf die Abnahme der Ware und einhaltung vom Vertrag ,und sollen ihm mitteilen wenn wir auf die Rückgabe des Geldes verzichten.

Hat jemand einen Rat.

Antwort
von Forte90, 231

Da ihr beide die Möbel vom Verkäufer kaufen wolltet (durch die Anzahlung und wahrscheinlich auch nochmal mündlich) ist ein rechtsgültiger Kaufvertrag zustande gekommen und beide Vertragsparteien sind an den Kaufvertrag gebunden.

Es gibt bei Privatverkäufen kein Widerrufsrecht. Dies besteht nur z.B. im Fernabsatz. Daher kommt ihr durch einen "Widerruf" nicht aus dem Kaufvertrag raus. Ihr seit dazu verpflichtet die Ware abzunehmen.

Die Anzahlung ist eine Sicherheit zur Abnahme. Eine Rückerstattung an euch in Höhe von 60,00 € muss der Verkäufer nicht leisten. Die Anzahlung kann als Schadensersatz für den entstanden Aufwand durch Euch gesehen werden. Entweder Ihr bezahlt den kompletten Betrag, oder ihr verbucht die 60,00 € als Lehrgeld.


Antwort
von Royce, 214

Der Verkäufer hat auch das Recht dazu einen Teil als Schadensersatz einzubehalten. Nachdem dies ein Privatgeschäft war ist er nicht verpflichtet den Rücktritt anzunehmen, er hätte auch auf das ganze Geld bestehen können. Sei also froh

Kommentar von sponky60 ,

Er hat ihn aber auch nicht ausgeschlossen in seinem Angebot.Im übrigen kann er doch nicht schreiben ich soll die Ware abnehmen wenn er sie schon wieder anbietet.

Kommentar von Forte90 ,

Bei Privatverkäufen muss der Widerruf auch nicht ausgeschlossen werden, da es rechtlich überhaupt keinen gibt.

Ein Recht auf Widerruf gibt es nur bei Fernabsatzgeschäften oder auch Haustürgeschäften.

Anders ist es bei der Gewährleistung. Die wird rechtlich auf zwei Jahre gelegt, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird.

Kommentar von sponky60 ,

Aber er hatte dem Nichtkauf ja schon zugestimmt .Wollte uns einen Termin nennen wann wir das Geld bekommen.Und es ist doch wohl auch nicht korrekt auf Abnahme zu bestehen wenn er diese Ware direlt nach Widerruf ja schon wieder zum Kauf anbietet?Da kann ja etwas nicht richtig sein.Für mich ist das ein Ganove.



Kommentar von Forte90 ,

Diese Zustimmung werdet ihr aber wahrscheinlich nicht schriftlich haben, oder?

Klar ist es nicht die feine englische Art, aber mit jemanden einen Kaufvertrag einzugehen, um kurz danach trotz Anzahlung "widerrufen" zu wollen, auch nicht.

Der Verkäufer hat ja schließlich auch damit gerechnet, dass Ihr die Möbel von ihm abnehmt und daraufhin z.B. schon neue bestellt.

Die Anzeige erneut einzustellen kann unbewusst gewesen sein, z.B. durch einen falschen Klick bei eBay Kleinanzeigen (geht schnell).

Oder er wollte euch das Geld zurückzahlen, hat durch die Reaktivierung der Anzeige bereits versucht parallel einen neuen Käufer dafür zu finden, sich aber dann spontan doch dafür entschieden, auf seinem Recht zu beharren.

Die Beweggründe werden wir wohl nie erfahren. Versuch einfach dich höflich und sachlich mit dem Verkäufer zu einigen und in Zukunft nur dann eine Anzahlung zu leisten, wenn Ihr euch auch wirklich sicher seid.

Antwort
von martinzuhause, 208

wenn es ein privatkauf war gibt es kein recht auf rücktritt vom vertrag.

Antwort
von BalTab, 140

Ihr habt KEIN Recht, von einem solchen Verkauf zurück zu treten, da es sich WEDER um einen gewerblichen Verkäufer, NOCH um ein Fernabasatzgeschäft handelt.

FALLS der Verkäufer einen Rücktritt akzeptiert, kann er die Bedingungen fest legen.

rein rechtlich habt ihr eine verbindlichen Vertrg geschlosssen, den ihr einhalten müssst. Sprich: Möbel bezahlen und abholen.

Antwort
von DanBam, 151

Hi, da hilft nur die Polizei, Dein Freund und Helfer.

Kommentar von martinzuhause ,

die kann da ja nun garnichts machen.

Kommentar von DanBam ,

Die muss eingreifen, sobald Du eine Strafanzeige stellst. Der Typ hat von Dir Geld als Anzahlung genommen und zahlt sie Dir nicht zurück. Deine Gattin ist als Zeugin dabei gewesen. Also wenn die Story stimmt, dann hat er Geld unterschlagen - das ist eine Straftat.

Kommentar von Forte90 ,

Ist es nicht.

Beide Parteien sind einen gültigen Kaufvertrag eingegangen, von welchem sich nun ungerechtfertigter Weise der Käufer zurückziehen möchte, nicht der Verkäufer.

Somit kann der Käufer angezeigt werden, da er seine Vertrag nicht einhält.

Die Anzahlung dient als Sicherheit zur Abnahme und muss nicht erstattet werden, da Sie wie ein Schadensersatz für den enstanden Aufwand zu sehen ist.

Kommentar von DanBam ,

Was für einen Kaufvertrag? Es gibt keinen. Es gibt ein Gespräch zwischen zwei Menschen und einen Verkauf der nie stattfand und eine Geldübergabe die stattfand. 

Also so wie ich die Sache sehe muss das Geld komplett dem Mann zurückgegeben werden. 

Kommentar von Forte90 ,

Eine Anzahlung ist eine Teilzahlung für einen Kaufvertrag. Dieses wurde ja schriftlich festgehalten (Quittung). Somit ist mehr oder weniger sogar schriftlich ein Kaufvertrag entstanden.

Ein Kaufvertrag an sich kann jedoch auch mündlich abgeschlossen werden. Er Bedarf keiner Form. Zur Nachweisbarkeit ist es sicherlich sinnvoll etwas schriftliches zu haben (die Quittung).

Die Geldübergabe bzw. der Verkauf (Teilzahlung) hat doch stattgefunden, oder wie nennst du sonst die Anzahlung?

Kommentar von DanBam ,

Laut dem Bericht gibt es drei Beteiligte. Den Verkäufer, den Ehemann u. seine Ehefrau - sehr überschaubar. Warum ein Fass aufmachen? Er soll zur Polizei, den Vorgang schildern und Strafanzeige stellen. Es geht nicht um eine gewaltige Summe. Mit wem sonst außer der Polizei soll er auf legalem Weg an sein Geld kommen? Mit einem Anwalt etwa? 

Kommentar von Forte90 ,

Und auf welcher Grundlage sollte die Polzei in diesem Fall hier die Ermittlung überhaupt einleiten, wenn der Angeklagte zweifelsfrei im Recht ist?

Auf legalem Wege wird er gar nicht mehr an sein Geld kommen, da er rechtlich keinen Anspruch mehr darauf hat.

Wie "martinzuhause" schon geschrieben hat, wenn überhaupt ermittelt werden sollte, wird das Verfahren ins Leere laufen.

Kommentar von DanBam ,

So und genau um das geht es. Es herrscht Rechtsunsicherheit bei allen drei Beteiligten. Die Polizei soll schlichtend eingreifen bevor schlimmeres geschieht. Was interessieren uns die verschiedenen Vereinbarungen, wenn die Sache eskaliert? Darum zur Polizei, die sollen es den Dreien erklären. Was ist, wenn der Verkäufer doch als Händler arbeitet? Was ist wenn die Vereinbarung auf der Quittung vermerkt wurde?

Kommentar von Forte90 ,

Naja, bei dem Verkäufer herrscht anscheinend keine Rechtsunsicherheit, da er sich vollkommen Konform verhält.

Er hat dem Käufer die folgenden Optionen zur Wahl gestellt:

Entweder der Käufer nimmt die Ware wie vereinbart ab und erfüllt den geschlossenen Vertrag, oder beide Parteien einigen sich darauf den Vertrag aufzulösen (ohne Rückzahlung bzw. eine Teilrückzahlung der Anzahlung - liegt hier im Ermessen des Verkäufers).

Was soll den genau eskalieren? Der Verkäufer ist im Recht, der Käufer nicht.

Somit ist die einzige potenzielle Eskalationsquelle der Käufer.


Kommentar von DanBam ,

Sorry, aber er kann ruhigen Gewissens zur Polizei damit. Solche "Verkäufer" die ihren Kram so an den Mann bringen haben meistens ordentlich Dreck am Stecken. Im umgekehrten Fall ist es genauso, wenn der Käufer Dinge verzapft, die im Nachgang nicht stimmen. Wer sonst sollte bei solchen Dingen bitte helfen, Forte90?

 

Kommentar von Forte90 ,

Klar wären die Ratschläge hier, sowie die Rechtslage eine andere, wenn der Verkäufer bewusst und vorsätzlich Geld "unterschlagen" hat, mit der Absicht die Ware erst gar nicht verkaufen zu wollen, sondern nur die Anzahlungen zu kassieren (Betrug).

Was hier aber wohl eindeutig nicht der Fall ist, da die Aufforderung zur Erfüllung des Vertrages des öfteren Seitens des Verkäufers kam und die Möbel auch physikalisch hätten abgeholt werden konnten. Somit sehe ich hier keinerlei Anzeichen von Betrug.

Wenn der Käufer die festgelegten Bedingungen des Vertrages plötzlich nicht mehr erfüllen möchte und seinen rechtlichen Pflichten nicht mehr nachkommt, ist er, so hart es auch klingen mag, selbst daran Schuld.

Dafür wurden die Gesetz schließlich gemacht, ist ja kein Wunschkonzert, wo jeder machen kann was er will.

Der Gang zur Polzei wird den beiden Ihr Geld auch nicht zurückbringen, sondern nur unnötig Zeit in Anspruch nehmen. Da die Polzei auch nicht mehr tun kan, als den Ratschlag zu geben: Einigt euch mit dem Verkäufer. -> Vertrag erfüllen oder Vertragsrücktritt ohne Anspruch auf die Anzahlung.

Kommentar von Forte90 ,

p.s. Wenn es laut dir keinen Kaufvertrag gab, und nur ein Gespräch zwischen zwei Menschen, einem Verkauf der nie stattfand und einer Geldübergabe die nie stattfand:

Warum sollte der Verkäufer 60 € für etwas zahlen, was laut dir nie stattgefunden hat?

Kommentar von martinzuhause ,

"Die muss eingreifen, sobald Du eine Strafanzeige stellst."

die polizei greift da sicher nicht ein. sie wird die anzeige aufnehmen und weiterleiten. nach einigen monaten kommt dann ein brief von der staatsanwaltschaft das kein öffentliches interesse besteht und man da gerne privat klagen kann.


"Na ja meine Frau zahlte dann 60 Euro an "

damit gibt es auch einen gültigen kaufvertrag. der verkäufer kann auf abnahme und zahlung oder sogar auf schadenersatz bestehen

Kommentar von DanBam ,

@martinzuhause Wenn Du die Antwort schon vorher weißt, wieso frägst Du dann?

Kommentar von ronnyarmin ,

Was hat martinzuhause denn gefragt?

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