Frage von ehmann123, 158

EBay Kleinanzeigen darf ich als Verkäufer vom Kauf zurücktreten (möchte mein iPhone doch behalten)?

Ich hab mal eine Frage und zwar hab ich mein iPhone 6 Plus bei eBay Kleinanzeigen für 200€ reingestellt. Es hat sich dann auch jemand gemeldet und wollte es abholen ich habe im Nachrichtenverlauf nur erwähnt "das am Preis nichts mehr geht" und das "eine Abholung vor 19 Uhr nicht möglich sei und ich mich nochmals melde". Daraufhin hab ich geschrieben das ich mein iPhone doch behalten möchte und ich deshalb der Person absagen muss (also ich hab noch nicht sozusagen fest zugesagt ich hab nur gesagt am Preis geht nichts mehr und eine Abholung ginge erst ab 19 Uhr und das ich mich dann nochmals melde). Jetzt hat die Person gesagt das er dies seinem Anwalt weitergibt muss ich mich vor etwas befürchten oder da ich ja nicht zugesagt habe und eigentlich bei eBay Kleinanzeigen vor einer komplett 100%igen auch kein Vertrag wie beispielsweise bei eBay direkt zustande kommt wollte ich hier nachfragen.

Antwort
von Frankenmuggl, 48

Der Vertrag ist zustande gekommen. Aber nicht weil Du es in Ebay Kleinanzeigen eingestellt hast, sondern weil ihr ausgemacht habt, dass es der Käufer abholen will. Dadurch hat er signalisiert, dass er Dein Vertragsangebot angenommen hat. Die Frage ist jetzt nur, wie genau das im Schriftverkehr das steht, also ob der Käufer es vor Gericht nachweisen könnte. Das kann ich natürlich nicht beurteilen.

Antwort
von imager761, 23

Kaufverträge kommen durch übereinstimmende Willenserklärungen zustande.

Wenn der Interessent dir ein Kaufangebot über 200 EUR bei Selbstabholung macht und du mit den Worten "das am Preis nichts mehr geht" die gleichlautende Preisofferte annimmst und erklärst, das "eine Abholung vor 19 Uhr nicht möglich sei und ich mich nochmals melde", mithin einer Abholung zu einem noch zu bestimmenden Termin nach 19 Uhr zustimmst, ist wirksam Kaufvertrag geschlossen worden.

Ich gehe davon aus, dass der Interessent den Verlauf eurer Willenserklärungen gespeichert hat.

Daher kann er auf Erfüllung des Vertrages bestehen und andernfalls Schadensersatz zu einem ggf. anderweitig gleichwertigen Artikel beanspruchen.

Lerne: Wenn man die Ware behalten will, nimmt man die Anzeige heraus ("Artikel nicht mehr verfügbar") und tritt in keinerlei Verhandlungen mehr ein.

G imager761

Antwort
von peterobm, 62



bei eBay Kleinanzeigen für 200€ reingestellt.

das ist die eine Willensbekundung - 



Es hat sich dann auch jemand gemeldet und wollte es abholen


damit hätten wir die 2. und ein Kaufvertrag ist vorhanden. 



ich habe im Nachrichtenverlauf nur erwähnt "das am Preis nichts mehr geht" und das "eine Abholung vor 19 Uhr nicht möglich sei und ich mich nochmals melde"


das hat mit dem eigentlichen Verkauf nichts mehr am Hut, das kann auch nur eine Terminabsprache sein.



Jetzt hat die Person gesagt das er dies seinem Anwalt weitergibt muss ich mich vor etwas befürchten oder da ich ja nicht zugesagt habe


es kann durchaus Probleme geben

Kommentar von uni1234 ,

Ich denke nicht, dass man bei Ebay Kleinanzeigen davon ausgehen kann, dass das Einstellen des Artikels auch das Angebot des Verkäufers darstellt. Es dürfte sich vielmehr um eine sog. inventatio ad offerendum handeln, also die unverbindlcihe Bitte, Angebote abzuliefern.

Kommentar von peterobm ,

aber sicher, der VK stellt die Anzeige und schreibt sogar für 200€ rein, was ist das?

Kommentar von Falkenpost ,

Steht im Schaufenster auch!

Kommentar von peterobm ,

du gehst rein und bekommst das Teil für die 200€ 

auch das ist nix anderes wie ein Angebot

Antwort
von LiamsBatgirl, 23

Mal angenommen, der jenige geht zum Anwalt/ Polizei. Was hätte er denn für Daten von dir? Soweit ich weiß, muß man bei EbayKleinanzeigen nur seine Email Adresse und Passwort Hinterlegen.... und als ob sich die Polizei die Mühe macht, da zu ermitteln wage ich zu bezweifeln.

Antwort
von Margita1881, 49

Nein, Du darfst nicht vom Verkauf zurücktreten.

Du hast mit Deinem Käufer gemäß BGB einen rechtsverbindlichen Kaufvertrag abgeschlossen.

Der Käufer kann Dich zivilrechtlich zur Erfüllung des Kaufvertrages belangen.

Kommentar von Richard197 ,

Nur erst mal zum mitschreiben bevor ihr alle den Jungen den Kopf verdreht ...

Ich selber besitze ebenfalls Ebay Kleinanzeigen und es unterscheidet sich grundlegend von jeglichen anderen Plattformen da folgender Fall :

"Ich kaufe gerne ihr Objekt wollen wir einen Treffpunkt ausmachen etc. ?" 

In den Fall sowie davor und auch danach nicht bindend weder rechtswirksam geschweige denn vor der Polizei als Rechtswirkend vorgelegt werden könnte.

Sagen kann man viel aber Deutschland ist immer noch ein Bürokratenstaat also wenn er sich sorgen machen müsste dann nur wenn der Typ der einen wasserdichten rechtsverbindlichen Vertrag mit ihm hat und da ich selber oft auf Ebay bin und die Abläufe kenne schätze ich vom Objekt her und von meiner Intuition aus das der Typ nicht so schlau ist . 

Sprich , er hat nichts zu befürchten . Weder vorm Staat noch vor sonst jemanden ;) 

Kommentar von peterobm ,



einen wasserdichten rechtsverbindlichen Vertrag mit ihm hat


nicht dein ernst; meinst wohl in Papierform? schön mit Unterschrift und so!

Kommentar von Richard197 ,

Ja na klar was denn sonst . Das ist Ebay Kleinanzeigen damit ihr das alle mal versteht . Ihr verwechselt hier wohl Ebay die Auktionsseite mit dem Ableger Kleinanzeigen ...

Gibt doch bitte keine Antworten wenn ihr keine Ahnung habt ...

Kommentar von imager761 ,

So einen hahnbüchenden Unsinn im Brustton der Überzeuigung zu vertreten, erfordert schon einiges an Arroganz.

Nimm einfach die Rechtsvorschriften über das Zustandekommen vom Kaufverträgen zur Kenntnis, die in Annahme eines Angebots in übereinstimmender Willenserklärung vorliegen müssen.

Egal ob am Zigarettenautomat, beim Bäcker, im (Prospekt des) Media-Markt, auf ebay oder in virtuellen Flohmärkten wie ebay-Kleinanzeigen:

  1. Der Verkäufer bietet seine Ware feil: invitatio ad offerendum
  2. Der Kaufinteressent macht daraufhin sein Angebot
  3. Der Verkäufer nimmt es (innerhalb einer Frist) an
  4. Es kommt ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag mit wechselseitigem Erfüllungsanspruch zustande
  5. und zwar auch stillschweigend (beim Bäcker auf Kuchen zeigend und Geld hinlegend), konkludent (am Zigarettenautomat Bankkarte einschiebend und Taste drückend) und zwar ohne "wasserdichten Vertrag", gar in Schriftform oder nur mit ausdrücklichen Zusage
Antwort
von ich313313, 71

Wenn du das iPhone zum Verkauf angeboten hast, ist ein Kaufvertrag zustande gekommen. Du hast deine Willenserklärung abgegeben, der Käufer auch.

Der kann ggf. Schadensersatz verlangen, wenn er ein teureres iPhone kauft.

Kommentar von ehmann123 ,

Ja allerdings kann man ja bei eBay Kleinanzeigen die Anzeige beispielsweise löschen oder so also mit der Anzeige direkt kann man denke ich nicht sagen das ein Vertrag zustande kam. 

Kommentar von ich313313 ,

Sobald du das Produkt angeboten hast, hast du eine sogenannte Willenserklärung abgegeben. Der Käufer wollte es abholen, hat also auch eine Willenserklärung abgegeben.

2 übereinstimmende Willenserklärungen = Kaufvertrag.

Es ist laut BGB ein verbindlicher Kaufvertrag zustande gekommen.

Du kannst nicht so einfach sagen, dass du es nicht mehr verkaufen möchtest.

Kommentar von Falkenpost ,

Nicht unbedingt. Theoretisch könnten sich auf eine solche Anzeige bei eBay Kleinanzeigen 200 Personen melden. Dann hätte ich nach deiner Theorie 200 Kaufverträge für einen Artikel abgeschlossen.

Die Anzeige bei eBay Kleinanzeige ist nicht mehr als die "Aufforderung zur Abgabe eines Angebots" (invitatio ad offerendum). Diese gibt der Interessent ab mit seiner Email. Erst wenn der Verkäufer ihm schreibt "OK", wäre ein Kaufvertrag zustande gekommen.

Kommentar von peterobm ,

Löschen, das hilft dir auch nicht weiter, er hat garantiert nen Sreen-Shot davon

Kommentar von Richard197 ,

Screenshots werden weder vom Rechtsstaat noch von der Staatsgewalt als Beweismittel für sowas lächerliches wie ein Privat Verkauf eines iPhones anerkannt . Wenn das so wäre könnte ja jeder behaupten er hätte ein Screenshot gemacht wie das und jenes passiert ist .


Nicht davon hat Relevanz für niemanden und nichts davon ist aussagekräftig , Peter...

Kommentar von SupraX ,

Gib dir keine Mühe Falkenpost. Hab das jetzt bestimmt schon 3x geschrieben mit dem invitatio ad offerendum. Das wird von den ganzen BGB Experten hier einfach ignoriert.

Es ist erstaunlich, wie viele Leute mit überhaupt keiner Ahnung sich als Rechtsexperten aufspielen. Ich wurde im Studium 2 Jahre lang fast tagtäglich mit BGB gequält und musste stundenlange Prüfungen darüber schreiben, bezeichne mich trotzdem als Laie, da ich (scheinbar im Gegensatz zu manch anderen "Fachleuten" hier) kein Jurist bin.

Wäre echt mal gespannt wie viele der Experten hier im Ernstfall für ihre juristischen Ratschläge gerade stehen würden. Bestimmt nicht einer.

Kommentar von ich313313 ,

Würde ich nicht, weil ich mich tatsächlich habe. Bei meinem Dad war der Fall etwas anders, was tatsächlich einen großen Unterschied macht. Tut mir Leid, wieder was gelernt.

Antwort
von Richard197, 56

Nein musst du nicht da du so wie du es beschreibst ein Privat Inserat war und alles auf Privater Basis statt fand . 

Klar gibt es Richtlinien die jeder einzuhalten hat wie das man niemanden beleidigen soll etc. , Jedoch , insofern du keinen  Rechtswirkenden Kaufvertrag mit ihm aufgesetzt hat sprich du irgendwas unterschrieben hast bist du auf der sicheren Seite und sein Anwalt kann dir nichts anhaben .

Wenn du dich umentscheidest ist das schlussendlich immer deine Entscheidung sprich die des Verkäufers und solange wie bereits erwähnt kein Vertrag unterzeichnet wurde von beiden Parteien sprich Käufer so wie Verkäufer ist alles andere Irrelevant denn dann liegt es schlussendlich bei dir ob du verkaufst , oder nicht ;) 

Kommentar von Margita1881 ,

Nein musst du nicht da du so wie du es beschreibst ein Privat Inserat war und alles auf Privater Basis statt fand

falsch, auch auf privater Basis werden rechtsverbindliche Kaufverträge abgeschlossen.

Mit deiner Antwort hilfst Du dem Kind in keinster Weise

Kommentar von Richard197 ,

Das brauche ich auch nicht da ich genug Köpfchen habe um zu wissen dass er nichts zu befürchten hat ;)

Kommentar von imager761 ,

Getretener Quark wird breit, nicht stark. Ich hoffe, du übernimmst für diese im Brustton der Ahnungskosgkeit geäußerten Ratschläge wenigstens die Anwalts- und Prozesskosten, wenn der Käufer wie angekündigt demnächst Kaufvetragserfüllung und Übergabe zivilrechtlich durchsetzt. Oder Schadensersatzanspruch des nunmehr höheren Kaufpreises eines vergleichbaren Handys. Das kann er, Rechtsgrund §§ 145 ff, 323 BGB.

Dass du Kopfschmerzen bekommst, wenn du fortwährenden Unsinn wie Polizei und Starfverteitigung ist nicht zu befürchten von dir gibst, kann ich nachvollziehen. Hör doch einfach damit auf, wenn es dir wehtut - hilft allen.

Antwort
von SupraX, 59

Ich würde mal abwarten, ob er überhaupt wirklich deswegen zum Anwalt geht. Im drohen sind viele Ebayer immer sehr groß, meistens passiert dann doch nichts.

Meine unverbindliche Laienmeinung ohne Gewähr: Ein wirksamer Kaufvertrag bedarf (hier) 2 übereinstimmender Willenserklärungen. Alleine durch das einstellen des Artikels bei Ebay Kleinanzeigen hast du noch keine wirksame Willenserklärung abgegeben. Es handelt sich lediglich um eine Aufforderung ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum). In deiner Aussage am Preis wäre nichts mehr zu machen und eine Abholung wäre erst ab 19 Uhr möglich erkenne ich keine Annahme - zumal du mit der Aussage du würdest dich wieder melden eindeutig eine Gedenkzeit erbeten hast. Meiner Meinung nach ist da kein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen.

Wäre ja auch schlimm, wenn du mit jedem Hanswurst der eine Mail an dich schreibt einen verbindlichen Vertrag eingehen würdest.

Kommentar von ich313313 ,

Durch das Anbieten der Ware (hier das Einstellen der Anzeige) wurde die Willenserklärung abgegeben. Der Vertrag ist zustande gekommen. 


"Wäre ja auch schlimm, wenn du mit jedem Hanswurst der eine Mail an dich schreibt einen verbindlichen Vertrag eingehen würdest."

Genau so ist es aber. ;)

Sonst müsstest du jedes Mal, wenn du eine Brezel kaufst, einen schriftlichen Vertrag anfertigen. Im Prinzip ist es genau dasselbe. Der Verkäufer bietet Brezeln an und gibt die WE ab.

Kommentar von SupraX ,

Ich sehe es nicht so, dass alleine das Einstellen einer Kleinanzeige eine Willenserklärung darstellt. Viel mehr stellt es eine Aufforderung an Interessenten dar ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Er wird damit nicht automatisch verpflichtet das Gerät an den Erstbesten zu verkaufen.

Spinnen wir das mal weiter, es melden sich 20 Leute gleichzeitig und wollen das IPhone haben. Hat er dann 20 verbindliche Kaufverträge geschlossen? Sicher nicht.

Kommentar von ich313313 ,

Vielleicht siehst du es nicht so. Es ist aber (leider) so. Schau mal in's BGB.

Kommentar von Richard197 ,

Eben nicht denn alleine Sein Beispiel ist der beste Wiederspruch . Wenn 20 läute sein Handy wollen ist er dann mit jedem einzelnen einen verbindlichen Vertrag eingegangen der besagt jeder darf was von Kuchen haben ? 

 Ich glaube nicht .

Kommentar von ich313313 ,

Der Vertrag kam definitiv zustande. Ein Problem ist u.a. diese Tatsache:

"eine Abholung vor 19 Uhr nicht möglich sei und ich mich nochmals melde"

Der Käufer geht davon aus, dass er das Handy abholen kann. Er weiß nur noch nicht, wann. Es wurde nicht ausdrücklich widersprochen.

Außerdem ist es etwas anderes, wenn das Gerät an eine andere Person verkauft wird. In diesem Fall wird es überhaupt nicht verkauft.

Wenn er die obere Aussage und die, dass der Verkäufer sein Handy behalten möchte an einen Anwalt weitergibt, kann es Probleme geben.

Kommentar von Falkenpost ,

Es kam kein Vertrag zustande, da keine ausdrückliche Wissenserkärung seitens des Verkäufers für diesen Käufer abgegeben wurde. Die Veröffentlichung einer Anzeige (mit oder ohne Preis) ist nur die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

Alles andere würde auch nicht funktionieren.

Kommentar von imager761 ,

Herrje, muss hier jeder seine Unbedarftheit zur Schau stellen?

Verträge kommen durch Angebot und Annahme übereinstimmender Willenserklärungen zustande.

Unbestritten stellt die Anzeige lediglich eine invitatio ad offerendeum dar.

Der Interesssent (!) machte demnach ein Angebot: "(Für 200 EUR wie inseriert) hole ich es sofort ab".

Der Inserent (!) nahm es an: "(OK, 200 EUR,) am Preis geht nichts mehr", nur "nicht vor 19 Uhr (und heute nicht mehr), ich melde mich wg. der Abholung".

Damit kam wirksam Kaufvertrag zustande, der nach Terminabsprache übereinstimmend erklärt erfüllt werden soll.

Kommentar von SupraX ,

Imager761, das gibt die Fragestellung aber nicht her. Wenn der Gesprächsverlauf genau so gewesen wäre wie du das schreibst, dann ja. Er schreibt aber:

Es hat sich dann auch jemand gemeldet und wollte es abholen ich habe im Nachrichtenverlauf nur erwähnt "das am Preis nichts mehr geht" und das "eine Abholung vor 19 Uhr nicht möglich sei und ich mich nochmals melde

Er selbst schreibt nichts davon, dass er zugestimmt hat. Vielleicht hat der Interessent auch geschrieben "ich würde es nehmen, wann könnte ich es denn abholen? Und  kann man am Preis noch was machen?" Dann ist die Aussage "am Preis geht nichts mehr und Abholung wäre frühestens 19 Uhr möglich aber ich melde mich nochmal" nicht als Annahme auszulegen.

Je nach dem wie man es auslegt ist beides denkbar. Den exakten Gesprächsverlauf kennen wir nicht.

Kommentar von Falkenpost ,

Dies ist richtig. Die Informationen, welche du voraussetzt (Der Inserent (!) nahm es an: "(OK, 200 EUR,) am Preis geht nichts mehr",) fehlt mir allerdings in der Fragestellung so eindeutig. Und eben diese eindeutige Zusage ist relevant!!

Kommentar von SupraX ,

Das habe ich. Frag doch mal bei Ebay Kleinanzeigen an. Die werden dir garantiert sagen, dass ich recht habe.

Viele verwechseln da einfach wieder Ebay mit Ebay Kleinanzeigen.

Kommentar von ich313313 ,

"Meine unverbindliche Laienmeinung ohne Gewähr"

und jetzt hast du plötzlich Recht? Langsam wird's lustig.

Kommentar von SupraX ,

Unverbindliche Laienmeinung deshalb, weil ich kein Anwalt und kein Jurist bin und daher keine verbindliche Rechtsberatung/Meinung abgeben kann/darf. Es bedeutet nicht, dass ich von der Materie keine Ahnung habe.

Kommentar von ich313313 ,

Wie schon gesagt, kann es in diesem Fall wirklich Probleme geben. Meinem Dad ist Ähnliches passiert.

Kommentar von SupraX ,

Hab erst jetzt vieles von dem gelesen was du geschrieben hast...

Die Aussage mit der Abholung nicht vor 19 Uhr ist tatsächlich der einzige strittige Punkt. Das könnte man als Annahme des Angebots sehen. Ich persönlich würde es nicht so sehen, da kann man aber auch durchaus eine andere Meinung haben. Wir kennen auch den exakten Wortlaut nicht.

Allerdings ist die Aussage, alleine das Einstellen der Kleinanzeige stellt bereits eine Willenserklärung dar die zu einem gültigen Kaufvertrag führt trotzdem noch immer falsch. Auch der Vergleich mit den Brezen passt nicht. Google mal nach invitatio ad offerendum. Alleine das ausstellen der Ware stellt nämlich eben keine Willenserklärung dar, sondern eben die Aufforderung ein Angebot abzugeben. So ist es auch bei den Brezen.

Ich wiederhole mich da. Wäre es nicht so, so würde der Ersteller der Kleinanzeige mit jedem Interessenten einen verbindlichen Vertrag abschließen. Ebenso müsste der Bäcker an jeden Kunden Brezen verkaufen, auch wenn er keine mehr hat. Der Bäcker stellt die Ware aus (invitatio ad offerendum). Du als Kunde nimmst das Brot und bietest dem Bäcker die 1,50 Euro an (Angebot). Der Bäcker übergibt dir das Brot und fordert die Zahlung des Kaufpreises (Annahme durch konkludentes handeln).

Kommentar von Falkenpost ,

Das bedeutet also, wenn ich eine Anzeige finde mit dem Text "Verkaufe mein iPhone 6 für 500 Euro" und der Verkäufer über Nacht 200 Emails bekommt mit dem Inhalt "Geil, kaufe ich", habe ich über Nacht und ohne weitere zutun 200 rechtsgültige Verträge über ein verfügbares Handy abgeschlossen?

Nach der Rechtstheorie würde die Geschäftswelt zusammenbrechen.

Antwort
von Wippich, 57

Der Kauf währe erst bei übergabe erfolgt.

Kommentar von peterobm ,

der Kauf ja, aber der Vertrag war vorher

Kommentar von Wippich ,

Ich kenne nur Verträge Schriftlich oder per Handschlag.Mündlich nur bei Versteigerungen.

Kommentar von peterobm ,

du bist im Supermarkt und lädst deinen Wagen voll; auch das ist eine Kaufabsicht; der eigentliche Kauf findet an der Kasse statt

Kommentar von Margita1881 ,

Der rechtsverbindliche Kaufvertrag wurde bereits vor Übergabe geschlossen.

Kommentar von ich313313 ,

der Vertrag wurde abgeschlossen

Kommentar von Wippich ,

Stimmt Ihr habt alle Recht,habe mich gerade mal Informiert.Aber der Käufer kann ja eigendlich nichts beweisen.Wie steht es damit?

Kommentar von peterobm ,

was ist mit dem Email-Schriftverkehr

Kommentar von ich313313 ,

wenn er eine Screenshot hat, schon. Den macht man normalerweise immer, wenn man etwas bei Ebay-Kleinanzeigen kaufen möchte.

Kommentar von Richard197 ,

E-Mails sowie Screenshots sind leicht zu fälschen deswegen wird sie kein seriöser Polizist geschweige denn Anwalt als Aussagekräftige Beweismittel anerkennen ;)

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