Frage von impressimo, 92

eBay Kleinanzeigen: an Betrüger geraten?

Liebes gutefrage.net-Team, ich stehe vor einem Problem: Ich habe auf meinem Account Kleidung angeboten, die nach einigen Tagen verkauft wurde. Nun habe ich dem Käufer den genauen Preis (inkl. Versand) und meine Bankdaten zur Überweisung genannt und er hat mir seine Adresse geschrieben. Anschließend habe ich das Päckchen verschickt, leider ohne zu prüfen, ob das Geld tatsächlich auf dem Konto drauf ist, da ich an diesem Tag sowieso aufgrund von anderen Paketen zur Post fahren musse und der Weg relativ weit ist. Nun ist schon eine Woche vergangen und der Käufer muss die Ware auf jeden Fall schon erhalten haben. Ich habe ihm schon mehrere Nachrichten auf eBay Kleinanzeigen gesendet und ihn dazu aufgefordert zu bezahlen, jedoch hat er sich nicht gemeldet. Was kann ich nun tun, um an mein Geld zu kommen? :( Bitte keine Antworten wie "selber schuld" oder "hättest auf Überweisung warten müssen", denn das weiß ich nun selber. Liebe Grüße und danke im Voraus für hilfreiche Antworten

Antwort
von metodrino, 41

Bevor du jetzt wie angeraten Mahnungen verschickst sollen wir erstmal die Sachlage klären: Päckchen oder Paket? Zeuge oder kein Zeuge?

Du musst nachweisen können das "Päckchen" verschickt zu haben, gerade bei Päckchen ist das nicht so einfach wie bei einem Paket.
Wenn der Käufer also später einfach sagt "Ware nie erhalten" ist es an dir das Gegenteil zu beweisen.

Solltest du das Päckchen nachweislich abgeschickt haben und es geht unterwegs verloren so ist wiederum der Käufer der Dumme. Hier sollte also erstmal die Begrifflichkeit geklärt werden.

Je nach Warenwert kann man dann entscheiden ob man dann weitere Schritte einleiten möchte, da Kleinanzeigen aber oftmals mit einem sehr geringen Warenwert zu tun haben ist es fraglich ob man sich die Mühe macht....

Im übrigen Kleinanzeigen ist nicht für den Versandhandel gemacht. Das steht dort an jeder ecke 5x. Ebay Kleinanzeigen dient dazu die Ware abzuholen und auch vor Ort in Bar zu bezahlen. Nichts versenden, nichts überweisen. Du hast gesehen warum.
(Neben der Tatsache das man natürlich nichts versendet ohne das es bezahlt wurde..)

Auch wäre es gut zu wissen was genau(und welche Versandart) vereinbart wurde. weichst du davon ab bist du wiederum der blöde...


Kommentar von impressimo ,

danke für deine Antwort, ja, du hast Recht und dann lohnt es sich warscheinlich echt nicht, bei meinem Wahrenwert ...

Kommentar von metodrino ,

Auch wenn es Gebühren kostet so ist die Hauptplattform Ebay dafür doch besser geeignet als Kleinanzeigen :/

Ebenso sollte man als Privatverkäufer *immer* als Paket verschicken. Egal was die Gegenseite dir erzählt. Du hast einen Nachweis das Paket abgegeben zu haben und bist damit aus dem Schneider. Auch wenn man von Privatleuten kauft, gilt das gleiche. Lieber ein wenig mehr ausgeben aber mit einem Paket einen Nachweis haben.

Bei einem Händler kannst du theoretisch die Varainte wählen die du möchtest aber auch hier rate ich (als Versandhändler) dazu ein Paket zu nehmen. Beide Seiten wissen dann wenn etwas nicht ankommt woran es liegt und das die Gegenseite einen nicht belügt.

Ansonsten würde ich vielleicht die Hoffnung auch nicht ganz aufgeben: nicht jeder ist täglich im Internet. Wie unsere Bundesmutti schon sagte: Das Internetz ist Neuland. Leider ist es, so lächerlich es klingt, Tatsache. Unheimlich viele Menschen sind derart unbeholfen und auch selten im Netz. Wenn es jetzt noch darum geht etwas zu bestellen/bezahlen...

Kommentar von haikoko ,

Du hast einen Nachweis das Paket abgegeben zu haben und bist damit aus dem Schneider.

... und online einen Abliefernachweis.

Antwort
von DrStrosmajer, 47

Ok, also kein "Selber schuld" und kein "hättest warten sollen, bis das Geld da ist".

Schick einen Brief hinterher und mahne die Zahlung an. Zum Glück hast Du ja die Adresse des Käufers.

Wenn innerhalb 8-10 Tagen keine Reaktion erfolgt, schick ein Einschreiben hinterher, mahne erneut mit max. 7 Tagen Zahlungsfrist an und droh gleichzeitig rechtliche Schritte an.

Kommentar von MannDerArbeit ,

Das zweite Mahnen und das Androhen kannst du auch direkt weglassen.
Wenn er die Frist verstreichen lässt ist er automatisch im Verzug.
Im gerichtlichen Mahnbescheid dann direkt die Kosten für Porto und die Verzugszinsen draufpacken.
Der soll sich ruhig richtig erschrecken.

Kommentar von DrStrosmajer ,

Hast recht. Ich habe den "kulanten" Weg vorgeschlagen, aber da sich der Käufer schon jetzt totstellt, ist es wirkungsvoller, so vorzugehen, wie Du geschrieben hast.

Kommentar von metodrino ,

Bitte erstmal klären welche Sachlage vorliegt. Bei einem Päckchen hat der Fragesteller nichtmal einen Beweis das er es abgegeben hat. Und zumindest dies muss er nachweisen können (Versandrisiko trägt dann der Käufer).

War es ein Paket sieht es natürlich wieder anders aus, davon schrieb der Fragesteller nur nichts..

Was im übrigen vereinbart wurde wissen wir ebenfalls nicht. Wenn vereinbart wurde es im Paket zu verschicken und er es als Päckchen verschickt ist es ebenfalls wieder eine ganz andere Geschichte und er schaut in die Röhre wenn das "Päckchen" urplötzlöich weg ist...

Antwort
von Kreidler51, 40

Da kannst du ihn nur Anzeigen mehr möglichkeiten hast du nicht.

Kommentar von miezepussi ,

doch hat der Fragesteller -> Mahnung, gerichtlicher Mahnbescheid...

Antwort
von MannDerArbeit, 45

Den Verkäufer per Einschreiben eine Rechnung schicken mit Fristsetzung.
Wenn er die Frist verstreichen lässt direkt einen gerichtlichen Mahnbescheid schicken.
Nicht rumlabern, diskutieren usw. .
Anschreiben, Frist setzen und direkt den Mahnbescheid.

Antwort
von Apfelwerfer, 24

Sorry, aber bei der schlechten Beweislage hast du noch nicht mal Chancen, wenn du ihn anzeigst. Schreib es als lehrreiche Erfahrung ab.

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