Frage von Alexlepfa, 88

ebay käufer will kauf nicht zahlen?

hallo ... angeblich hat ein 6 jähriger "ausversehen" mit dem acc. der eltern (oder so) etwas bei mir gekauft und will nicht zahlen deshalb . er sagt auch dass das nicht gültig ist da er (der käufer) nicht 18 ist ... aber der jenige der dem acc gehört ist doch für die käufe verantwortlich oder ?? wer hat jetzt recht hier ?

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay, 47

Du hast zwar Recht, das nützt Dir aber wenig.

Eröffne einen Fall bei ebay, den Du nach vier Tagen mit einer Verwarnung an den Käufer schliesst.

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 23

Wenn der Käufer tatsächlich sechs Jahre alt ist, dann hängt es vom Einzelfall ab, ob ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Wenn die Eltern dafür gesorgt haben, dass das Kind den Ebay Account nutzen kann, dann könnte man von einem wirksamen Vertragsschluss mit den Eltern ausgehen; es läge dann eine sog. Rechtscheinvollmacht vor.

Das steht allerdings auf wackeligen Beinen. Ich würde Dir daher empfehlen die Sache eBay zu melden. In jedem Fall liegt nämlich ein Verstoß gegen die eBay AGB durch die Eltern vor, da sie nicht auf ihre Zugangsdaten geachtet haben.

PS: Weder die hier in anderen Antworten zitierte BGH-Entscheidung zur Haftung der Eltern, noch die verschiedenen Ausführungen zur "schwebenden Unwirksamkeit" sind im vorliegenden Fall zutreffend:

- Die BGH-Entscheidung betrifft Fälle in denen das Kind mind. 7 Jahre alt ist. Nur dann kann es eine Erklärung in Namen der Eltern abgeben (§ 165 BGB).

- Die Ausführungen zur "schwebenden Unwirksamkeit" sind unzutreffend, weil das Kind keinen eigenen Vertrag abschließt, sondern im Namen der Eltern handelt.

Kommentar von bobcar ,

Ist es hierbei nicht irrelevant wie alt das Kind ist, dass den Kaufvertrag über eBay abgeschlossen hat? Allein die Tatsache das das Kind den eBay Account der Eltern nutzen konnte um den Kauf zu tätigen stellt doch bereits einen Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht im Umgang mit den Zugangsdaten da. Im Umkehrschluss kann doch der Verkäufer nicht derjenige sein, der das durch Rücknahme des Artikels zu verantworten hat. Der Verkäufer hat sich ja zu keiner Zeit falsch verhalten und muss doch davon ausgehen, das der Bieter/Käufer die Richtlinien von eBay erfüllt und voll geschäftsfähig ist. Sicherlich kommt es auf den Artikel und den dafür gebotenen Betrag an, aber bei höheren Beträgen würde ich durchaus auf Schadensersatz klagen. Und das bestimmt auch erfolgreich... Ja, muss man nicht. Geht ja auch nur ums Prinzip.

Kommentar von uni1234 ,

Das was Du ansprichst ist eine sog. Rechtscheinvollmacht. Auch hierüber kann man einen Vertragsschluss mit den Eltern konstruieren, das stimmt. Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass ein Gericht von einem Vertragsschluss mit den Eltern in diesem Fall ausgehen würde.

Im übrigen würde man nicht auf Schadensersatz, sondern einfach auf Erfüllung klagen, also auf Zahlung des Kaufpreises.

Antwort
von sr710815, 14

Es ist schon fahrlässig, wenn sich ein 6-Jähriger bei Ebay anmeldet. Dieser sollte auch später nach dem 18. Lebensjahr gesperrt bleiben.

So gaukelt er über den Account der Eltern dann die Volljährigkeit vor. Können diese dann eine Aufsichtspflichtverletzung nicht nachweisen, bleibt der Kaufvertrag bestehen.

Oder die senden nur den Sohn vor, wollen den Kauf doch nicht & plädieren auf Geschäftsunfähigkeit < 7 Jahren. im BGB gilt Jemand unter 7 Jahren als nicht geschäftsfähig, später kommen mit dem § 110 BGB auch nur Geschäfte zustande, wenn die Eltern dem Vertrag nicht widersprechen

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__104.html

Bei Ebay den Fall schildern. 

Beides dürfte für die Käufer trotzdem nicht gut ausgehen. Entweder Anmeldung mit dem Elternaccount oder Geschäftsunfähigkeit & Vertrag über § 104 BGB geschlossen mit Nichtigkeit.

Antwort
von bobcar, 40

Schau mal hier: http://m.heise.de/ct/hotline/FAQ-Rechtliche-Position-von-Minderjaehrigen-im-Inte... da ist genau so ein Fall wie Du ihn hast beschrieben. Vorab, der Kauf ist rechtskräftig. Einen Gerichtsurteil zufolge haftet der Inhaber eines Kontos bei eBay grundsätzlich für dessen Benutzung durch Unberechtigte. Dies gelte auch bei minderjährigen Familienangehörigen!!!

Kommentar von kevin1905 ,

Ein Kauf ist niemals rechtskräftig. Ein Urteil dazu aber vielleicht.

Kommentar von heurekaforyou ,

Wo hast du denn diese Weisheit her?

Selbstverständlich ein Kaufvertrag rechtskräftig, sobald bei eBay ein Gebot abgegeben oder ein Artikel zum Festpreis gekauft wurde.

§ 433 BGB Pflichten im Kaufvertrag:

Der Käufer verpflichtet sich an den Käufer den Kaufpreis zu zahlen.

Der Verkäufer verpflichtet sich die Ware mangelfrei und in der vereinbahrten Beschaffenheit an den Käufer zu übergeben.

Wie der Kauf zustande gekommen ist, spielt keine Rolle. Wie ja bereits erwähnt, haftet bei eBay der Account-Inhaber.

Eltern haften für ihre Kinder. Aber das es angeblich 4-5 jährige waren die bestellt haben, habe ich schon öfter gehört.

Wenn überhaupt klappt das nur, wenn die eBay Seite geöffnet und länger nicht beobachtet wird. Dann hat man irgendwann einen Treffer.

Ähnliches passiert wenn man das Handy ohne Hülle in der Taschen hat. Irgendwann hat es automatisch eine Nummer gewählt.

Wer seine Kinder aber solange unbeaufsichtigt vor dem PC sitzenlässt, dem Tablet oder was weiß ich, der handelt fahrlässig und muss dafür geradestehen.

Das Problem ist nur, man muss seine Ansprüche aus dem Kaufvertrag zivilrechtlich geltend machen.

Oft lohnt sich das bei kleinen Beträgen nicht. Ein Schaden ist ja eigentlich auch nicht entstanden und dann ist die Sache oft hinfällig.

Doch rechtlich gesehen kannst du auch 10,00 EUR einklagen.

Kommentar von bobcar ,

Ja, da hast Du recht. Ein Urteil ist rechtskräftig, nicht aber ein Kaufvertrag. Trotz der unglücklichen Formulierung ändert das jedoch nichts am richtigen Inhalt meiner Aussage.

Ergänzung:

..."Über den eBay-Marktplatz werden rechtsverbindliche Verträge über die dort angeboten Waren oder Dienstleistungen geschlossen.

Wie der Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer zustande kommt, ist in den § 6 der eBay-AGB festgelegt.

Wer als Verkäufer einen Artikel bei eBay einstellt, gibt ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Vertrages über diesen Artikel ab. Wenn Sie ein Gebot für einen Artikel abgeben oder den Artikel über "Sofort-Kaufen" erwerben, erklären Sie damit die Annahme des Angebots.

Kommt es über den eBay-Marktplatz zum Abschluss eines Kaufvertrages, sind Sie nach § 433 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) grundsätzlich verpflichtet, den gekauften Artikel abzunehmen und zu bezahlen.

Dies gilt auch dann, wenn Sie in der Zwischenzeit Ihre Meinung über den Artikel geändert haben oder Ihnen der Preis des Artikels nun doch zu hoch erscheint.

Beim Erwerb eines Artikels von einem gewerblichen Verkäufer haben Sie jedoch in der Regel die Möglichkeit, sich von dem Vertrag durch Ihr Widerrufsrecht wieder zu lösen."... (Quelle: http://pages.ebay.de/rechtsportal/kaeufer_1.html)

Kommentar von bobcar ,

Er meint den Begriff rechtskräftig... Korrekt muss es "rechtsgültig" und nicht "rechtskräftig" heißen.

Antwort
von dirksowieso, 12

Keine Ahnung was du verkauft hast aber möglicherweise hat der Käufer es später irgendwo billiger erstanden und redet sich jetzt raus.

Wenn es ein Kinderspielzeug oder so ähnlich war dann kann das schon stimmen, denn schließlich muss man zuvor sein Gebot abgeben und
danach wird man ja noch mal gefragt ob man das Gebot bestätigen will

- bis dahin hat man ja noch nichts gekauft.

Aber andererseits kenne ich kein Kind das im Alter von sechs Jahren schon perfekt lesen und schreiben kann um so eien Aktion durchzuführen i. d. R. würde er eher davor zurückschrecken (aus Angst was schlimmes zu tun).

Man muss ja eine Summe eingeben ausgenommen es handelt sich um einen Sofortkauf.

Ebay macht dabei übrigens gar nichts ich hatte mich auch schon oft mit denen rumschlagen müssen und am Ende kam - außer sinnfreien Weisheiten, was man demnächst besser machen könnte um so was zu verhindern - absolut
nichts dabei rum.

Ich würde ihn negativ bewerten - Vorsicht Spassbieter oder so und auch am Ende bei deine Artikeln in der Beschreibung darauf hinweisen das machen andere VK inzwischen auch so.

Antwort
von dresanne, 19

Ich würde demjenigen schreiben, dass er sich schämen soll, für seine Fehleinkäufe ein Kind vorzuschieben. Das ist eine beliebte Masche, wenn man sichs anders überlegt. Außerdem ist nut der Inhaber verantwortlich für seinen Account.
Eröffne einen Nichtzahlerfall und schließe den nach 4 Tagen, da bekommt der Käufer seine wohlverdiente Verwarnung.

Antwort
von Prongling, 1

Ja ich würde denn Fall bei ebay melden und schauen welche Angaben der Verkäufer in seinem Profil hat.
Eigentlich müssen die Eltern dafür aufkommen.

Antwort
von kevin1905, 18

Der Accountinhaber hat sicherzustellen, dass dein Account nicht durch Dritte benutzt wird.

Antwort
von Christi88, 40

Na du bist im Recht. Behaupten kann man viel, wäre ja noch schöner.

Sogar wenn die Geschichte stimmen sollte, müssen die Eltern dieses sechsjährigen das ausbaden, nicht du. Mach ihm das doch mal klar. Und wenn er/sie das nicht begreift, lass es ebay klären.


Kommentar von ninamann1 ,

Das stimmt nicht ,der Vertrag ist schwebend ungültig

Kommentar von Christi88 ,

Ich hatte, obwohl ich nicht sehr viel dort verkaufe, schon 2 mal so einen Fall. Was dabei hängen geblieben ist: Die Person auf die das Konto angemeldet ist, trägt die Verantwortung, und es gab glaube ich ein paar Ausnahmen, die es zulassen vom Kaufvertrag zurück zu treten, bzw ein Gebot zurück zu nehmen. In einem der beiden Fälle bekam ich mein Geld nach 2 Monaten. Im anderen habe ich freiwillig darauf verzichtet, weil es einfach nicht so wichtig war.

Wie es jetzt genau rechtlich aussieht weiss ich nicht. Aber es ärgert mich sehr, wenn Leute den Preis hochtreiben, und dann einfach nicht bezahlen möchten.

Kommentar von kevin1905 ,

Eltern haften nicht für ihre Kinder.

ein 6-jähriges Kind ist gänzlich geschäftsunfähig.

Kommentar von Christi88 ,

Ja, so ist es. Ebay ist aber nicht der laden um die Ecke. Und niemand weiss, ob ein Kind den Kaufvertrag abgeschlossen hat. Die rechtliche Lage ist mir schon klar. Aber wenn man etwas behaarlich ist, kann man unter Umständen doch eine Zahlung erwirken. Immerhin wurde man ja auch dadurch geschädigt, wenn man das so sagen kann.^^

Aus der SIcht von Ebay hat das voll geschäftsfähige Konto des Inhabers den Kaufvertrag abgeschlossen. Niemand sonst.

Antwort
von ninamann1, 35

Der Kaufvertrag ist nur gültig , wenn er unter Mitwirkung seiner Eltern gekauft hat . Der Kaufvertrag ist schwebend ungültig 

http://www.rechtslexikon.net/d/schwebende-unwirksamkeit/schwebende-unwirksamkeit...

Kommentar von Alexlepfa ,

toll

Kommentar von ninamann1 ,

Leider ist die Rechtlage so

Kommentar von bobcar ,

Das stimmt so leider nicht...

Kommentar von ninamann1 ,

Du hast offenbar Deinen eigene Link nicht gelesen

Erst wer das siebte Lebensjahr vollendet hat, ist nach dem BGB im Internet wie im normalen Leben geschäftsfähig. Jüngere Kinder dürfen deshalb auf keinen Fall selbstständig Rechtsgeschäfte tätigen, also zum Beispiel Verträge schließen oder kündigen. Sie benötigen einen gesetzlichen Vertreter, in der Regel die Eltern.

Zwischen dem 7. und dem vollendeten 18. Lebensjahr spricht man von einer „beschränkten Geschäftsfähigkeit“, die dazu führt, dass abgeschlossene Verträge „schwebend unwirksam“ sind. Sie gelten erst als rechtswirksam, wenn die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters vorliegt. De facto können Eltern also Rechtsgeschäfte ihrer Kinder auch nachträglich widerrufen – und zwar in der Regel innerhalb von 14 Tagen. 

http://m.heise.de/ct/hotline/FAQ-Rechtliche-Position-von-Minderjaehrigen-im-Inte...

Kommentar von metodrino ,

Nina, du solltest mehr als nur den Punkt "Geschäftsfähig" lesen.

Schaumal unter dem Punkt "Stibitzte Onlineshop-Konten"

Kommentar von ninamann1 ,

haften Eltern, wenn sie ihrem Filius bewusst ihren eBay-Account zur Verfügung stellen

so steht es da geschrieben

außerdem ist das Kind erst 6 Jahre alt


Kommentar von metodrino ,

Mein Kind hat meine eBay-Zugangsdaten stibitzt und mit meinem Konto Dinge ersteigert. Muss ich die Einkäufe bezahlen?

- Ja. [....]
Dem Gericht zufolge haftet der Inhaber eines Kontos
bei eBay grundsätzlich für dessen Benutzung durch Unberechtigte. Dies gelte auch bei minderjährigen Familienangehörigen.

Es ist daher also total egal ob zur Verfügung gestellt wurde oder nicht. Der KV ist so erstmal gültig.

Das es wahrscheinlich nichts bringt auf Erfüllung des KV zu pochen steht auf einem anderen Blatt.

Kommentar von uni1234 ,

Die Antwort ist leider nicht zutreffend, sogar aus mehreren Gründen. Zum einen kann ein 6-Jähriger gar keine wirksame Willenserklärung abschließen. Daher kann bereits gar kein schwebend unwirksamer Vertrag zustande kommen.

Außerdem wäre hier kein Vertrag mit dem Kind, sondern den Eltern zustande gekommen, da das Kind das eBay Konto der Eltern genutzt hat. Hier kommt es nicht auf die Mitwirkung der Eltern an.

Antwort
von Hessenlover, 4

Man wird dir hier keine Rechtsberatung geben

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