Frage von drngrtl, 121

EBay Käufer will Geld teilweise zurück?

Hallo, ich habe auf EBay eine Modellbahnlok verkauft. In der Beschreibung der Lok hatte ich geschrieben, dass ich ihre Funktion nicht getestet habe, und dies sogar noch ein 2.tes mal im Privat Chat geschrieben...der Käufer hat mich dann sehr stark runtergehandelt...ich habe dies auch nur machen lassen, weil ich halt nicht wusste ob sie fährt. Nun hat er sich wieder gemeldet, und sagt die Lok würde nicht fahren und er wäre auch schön im MoBa Shop gewesen->er hätte schon alles versucht um sie zum laufen zu bekommen. Ich fragte ihn was genau kaputt sei, doch er ignorierte dies einfach und machte mir den "Vorschlag" ich könne ihm 15€ (Kaufpreis: 21) erstatten und würde die Lok als Bastlerware auf EBay stellen, dass aber erst nach meiner Zahlung... Er hatte auch gedroht, er würde mich Anzeigen. Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen, Darian

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von troublemaker200, 51

Ebay-Kleinanzeigen oder normales Ebay?

Wahrscheinlich versucht er nur den Preis noch weiter zu drücken nachträglich.

Lass Dich auf nix ein. Du hast ihn nachweislich darauf hingewiesen.

Reagiere nicht auf mails oder Anrufe von ihm. Nix machen. Nicht reagieren!!! Tot stellen!!

FALLS (sehr unwahrscheinlich) Post vom Anwalt kommen SOLLTE. Dann erst aktiv werden.

Kommentar von drngrtl ,

Das ganze läuft über Kleinanzeigen...

Kommentar von troublemaker200 ,

Dann ist alles gut.

Mach garnix. Stell Dich tot. Kann nix passieren.

Antwort
von wilees, 97

Indiskutabel - der Käufer wußte was er kauft. Eine Lok die möglicherweise nicht fährt. Und so sollte auch Ebay reagieren, falls er einen Fall eröffnet.

Und was möchte er bei der Polizei anzeigen? Das er am Ende doch kein Schnäppchen gemacht hat?

Kommentar von drngrtl ,

Er schrieb, er würde zur Betrugsabteilung der Stadt Kehl gehen... er hoffe ich habe eine Rechtsschutzversicherung...

Kommentar von wilees ,

Der Vogel hätte sich doch auch nicht gerührt, wenn er ein Sammlerstück von hohem Wert spottbillig erhalten hätte.

Ich denke hier kannst Du Dich gelassen zurücklehnen. Übrigens brauchst Du sie auch garantiert nach zig "Reparaturversuchen" des Käufers nicht zurücknehmen.

Kommentar von SirKermit ,

Zur Betrugsabteilung eine Stadt? Cool, dein Käufer ist einer von der sich gern aufblasenden Sorte. Mal zum Betrug: zu einem Betrug gehört zwingend der Vorsatz und noch ein paar Dinge mehr.

Zum Thema: du hast eine ungetestete Lok verkauft, dies auch klar als Eigenschaft heraus gestellt und auch keine weiteren Angaben zum Funktionieren gemacht, Das ist doch eine wahrheitsgemäße Artikelbeschreibung.

Damit liegt das Risiko beim Käufer. Ich würde ihn nach seiner Anspruchsgrundlage fragen: Er muss begründen, warum und weshalb. Lass dich nicht mit erpresserischen Methoden in die Richtfertigungsecke drängen.

Kommentar von Zaubersterni ,

Eine Stadt hat gar keine „Betrugsabteilung“ ;-))) *lol*

Kommentar von Interesierter ,

Das sehe ich etwas anders. Der Käufer wusste überhaupt nicht, was er kauft. "Nicht getestet" ist nicht gleichzusetzen mit "Defekt".

Das heisst, der Verkäufer hat in diesem Fall für die Funktion geradezustehen.

Man könnte dem Verkäufer unterstellen, er hätte bewusst defekte Ware so angeboten, um bei einem Käufer den Eindruck zu erwecken, die Ware wäre nicht defekt. Wenn er dann sämtliche Verantwortung von sich weist, erhärtet sich dieser Betrugsverdacht. Eine Anzeige steht daher durchaus im Raum.

Kommentar von jacky91t ,

Nicht getestet ist zwar in der Tat nicht mit "defekt" gleichzusetzen, wohl aber mit "möglicherweise defekt". Das hätte der Käufer aus der Formulierung durchaus erkennen können oder erkennen müssen. 

Anzeigen und unterstellen kann man immer alles mögliche, ob es denn zu beweisen ist, steht aber auf einem anderen Blatt.

Auch wenn das rechtstheoretisch auf dem Niveau der ersten paar Semester alles ganz toll klingt, wird zu 99,9% in der Praxis absolut gar nichts passieren. Selbst wenn eine Anzeige erfolgen sollte, wird die Staatsanwaltschaft diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einstellen. Und selbst wenn das ganze vor Gericht landet, wird sich kaum ein Richter finden, der es dem Käufer nicht auch Schwarz auf Weiß gibt, dass er einen möglichen Defekt aus der Formulierung (noch dazu bei einem Privatverkauf) hätte erkennen können. Außerdem fehlt für den Tatbestand des Betruges der Vorsatz beim Verkäufer.

Antwort
von iNeedHilfeFromU, 70

Absoluter Quatsch, geh einfach garnicht weiter darauf ein. Du hast ihm mehrfach mitgeteilt das du die Funktion nicht gewährleisten kannst. Damit wusste er von dem Risiko und es gibt überhaupt keinen Grund, dass als Betrug anzusehen.

Kommentar von Interesierter ,

Hier bist du im Irrtum! Er hat nicht geschrieben, er könne die Funktion nicht gewährleisten sondern er hat geschrieben, er hätte es nicht getestet.

Rechtstechnisch steht der Verkäufer immer noch in der gesetzlichen Sachmängelhaftung. Ob er nun testet oder nicht, macht keinen Unterschied. Das Risiko mit einem derartigen Satz in der Beschreibung auf den Käufer abzuwälzen, funktioniert nicht.

Antwort
von holgerholger, 41

Würde ich mich nicht drauf einlassen. Er hat sie ersteigert, ohne sicher zu sein, daß sie läuft. Seine Hoffnung war wohl, er könne sie leicht reparieren. Aber Hoffnungen sind nicht einklagbar. Anzeigen kann er Dich nicht, Du hast ja nicht bewusst falsche Angaben gemacht. Also lass ihn reden. Der tut nix, der will nur spielen und sucht einen Dummen.

Antwort
von Zaubersterni, 40

Bitte lasse dich nicht einschüchtern! Du hast geschrieben, dass du nicht weißt, ob sie fährt, diese Angabe ist Gegenstand des Kaufvertrages.

Antworte einfach nicht mehr auf seine Mails und ignoriere alles konsequent. Manche Leute haben leider mit Drohungen und Erpressungen viel Erfolg, weil ihre Opfer aus Angst nachgeben.

Dir kann nichts passieren, du bist auf der sicheren Seite.

Niemand bezahlt um die 100 Euro für einen Anwalt bei solch einem Kleinstbetrag. Und falls ein Brief kommt, so hat er wahrscheinlich einen befreundeten Anwalt, der einfach mal schreibt und so tut, als müsstest du zahlen, das musst du aber nicht! Keine Angst!!!


Kommentar von Interesierter ,

Dieser Rat ist falsch und gefährlich.

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Verkäufer getestet hat oder nicht und es spielt auch keine Rolle, ob er dies dem Käufer schreibt.

Fakt ist, der Verkäufer steht in der gesetzlichen Sachmängelhaftung und wenn er die Ware nicht ausdrücklich als defekt beschreibt, geht die Sache mit ihm heim. Er hat funktionsfähige Ware zu liefern.

Ignorieren ist äusserst gefährlich. Gerade bei einer Strafanzeige, die hier durchaus im Raum steht, macht sich das gar nicht gut, denn genauso verhalten sich Betrüger.

Aus den 21 € können ganz schnell mehrere Hunderter werden. Dazu musst du nur an den Richtigen kommen.

Antwort
von Bartstoppel1902, 60

Lass dich von so einem nicht einschüchtern!

Du hast geschrieben du weißt nicht ob Sie geht. Wie soll er dann einen anspruch darauf haben das sie gehen soll? - Geht nicht!

Also lass dich nicht ärgern. Lass Ihn einen Fall eröffnen und er kann damit auch auf die Stadt oder auch zu Polizei, die warden Ihn dafür auslachen. Wenn du Ihm Geld zurückerstattest, wärst du schön blöd.

Antwort
von dresanne, 61

Du brauchst Dich darauf nicht einzulassen. Wer ungetestete Ware kauft, muss damit rechnen, dass sie nicht funktioniert. Du lehnst das Ansinnen höflich ab mit der Begründung, dass er ungetestete Ware gekauft hat und Du ihm deswegen schon preislich sehr entgegengekommen bist.

Kommentar von Interesierter ,

Das stimmt nicht! Ob der Verkäufer testet oder nicht, spielt gar keine Rolle. Solange er die Ware nicht als DEFEKT verkauft, muss sie frei von Sachmängeln sein. Das Risiko, dass sie evtl. nicht funktionieren könnte, kann der Verkäufer nicht auf den Käufer abwälzen.

Zu welchem Preis die Ware verkauft wurde, spielt dabei übrigens überhaupt keine Rolle.

Kommentar von dresanne ,

Jede Ware, die beschrieben ist als nicht getestet, ist kaputt. Das sollte jeder Käufer wissen. Von der Sache her hast Du recht, aber vom Verstand her nicht. Wer sowas mit diesem Zusatz kauft, kann nicht mit gut funktionierender Ware rechnen. So ist das nun mal.

Kommentar von Interesierter ,

Hier geht es einzig und allein um die rechtstechnischen Möglichkeiten. Diese sind eindeutig. Dem Käufer steht funktionsfähige Ware zu. Genau das wurde verkauft und nichts anderes.

Und lies dir bitte mal deinen eigenen ersten Satz des letzten Kommentares durch. Genau damit hast du die Rechtfertigung der Strafanzeige selbst aufgedeckt.

Antwort
von Interesierter, 42

Hier hast du ein Problem!

Auch wenn du schreibst, dass du die Funktion nicht getestet hast, stehst du trotzdem für die Funktionstüchtigkeit in der Pflicht, denn das Versäumnis, nicht zu testen, befreit dich nicht von deiner Verpflichtung mangelfreie Ware zu liefern.

Eine Anzeige könnte hier sogar Erfolg haben, denn deine Aussage "nicht getestet" lässt Spielraum in beide Richtungen. Hier könnte man dir durchaus die Absicht unterstellen, auf den Irrtum des Käufers zu spekulieren.

Ob du auf den Vorschlag des Käufers eingehen willst, musst du letztlich selbst entscheiden. Ich kann dir nur sagen, dass deine Position nicht gerade stark ist.

Kommentar von drngrtl ,

Der Käufer besitzt das Produkt jetzt schon seit einem Monat, und gibt an, schon versucht zu haben es ohne mein Kentniss zu reparieren...soweit ich weiß verfällt damit doch jeglicher Anspruch auf Gewährleistung? Außerdem muss er es doch auch beweisen können, dass es nicht erst bei ihm Kaputt gegangen ist, oder?

Mfg Darian

Kommentar von Margita1881 ,

@dmgrtl: Genauso ist es !!

Antwort
von qugart, 39

Schreib ihm, dass die Lok genau die Eigenschaften hat, wie du sie angepriesen hast.

Sollte er der Meinung sein, das wäre nicht der Fall, dann sag ihm, dass du gerne auf Nachrichten eines Anwalts oder der Staatsanwaltschaft wartest, um das dann deinem Rechtsanwalt übergeben zu können.

Antwort
von Margita1881, 12

Das ganze läuft über Kleinanzeigen...

das wäre in deiner Frage sehr wichtig gewesen zu schreiben; denn ebay hat mit KA nichts zu tun; ich ergänze dein Thema

Befolge den Ratschlag von @troublemaker200, der ist korrekt

Antwort
von wikinger66, 21

Einfach ignorieren! Nicht mehr antworten. Der"reitet" auf dieser Masche. (Druck dir dein Inserat aus, wenn es noch geht)

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