Frage von natomecko, 61

Ebay: Hinversand bei zurückgesendeten Artikeln möglich?

Hallo Freunde,

ich habe am 4.April T-Shirts aus einem Shop geordert. leider zu groß. Also habe ich den Verkäufer angeschrieben und angerufen und um eine Rückgabe gebeten. Alles in den ersten 14 Tagen der Widerrufplicht. Rückversand ging auf meine Kappe.

Nach einigen Tagen rief ich den Verkäufer an und fragte ob die Shirts eingegangen sind. Er bestätigte und teilte mir, dass der Betrag voll erstattet wird. Nach 2 Monaten bekomme ich vom Paypal-Inkasso Dienst eine Aufforderung 30 Euro zu löhnen, für nicht gezahlte Versandkosten in Höhe von 2,30Euro.

Ich gucke mir seine AGB´s an. Dort steht folgendes:

**Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren.

** Also hätte er die 2.30 Euro nicht verlangen können, oder? Beim Inkassodienst habe ich um Aufschub gebeten um die Sache zu klären. Der Verkäufer meldet sich nicht. Was soll ich jetzt tun? Wäre nett wenn Ihr mir einen Tip geben könntet. Danke und LG

Nat

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Antwort
von Xipolis, 12

Liebe Nat,

Du hast in Bezug auf den Widerruf alles richtig gemacht.

Für die Versandkosten darf der Verkäufer keine 2,30 € von Dir verlangen. Es sei denn, Du hättest auf einen teureren Versand gewählt als den Standardversand, dann wäre es zulässig die Differenz von Dir zu verlangen (wobei dies dann normalerweise mit dem Betrag der Dir erstattet wird, verrechnet wird).

Bezieht sich die Mahnung des Inkassounternehmens denn tatsächlich auf diesen Vorgang?

Falls ja, musst Du diese Kosten nicht tragen. In dem Fall würde ich Dir empfehlen, dem Inkassounternehmen einmalig zu widersprechen.

Entwurf (bitte unbedingt anpassen):

-------------------- schnipp --------------------

Absender (Nat)

Empfänger (Inkassounternehmen)

Ort, Datum

Aktenzeichen

T-Shirt Shop ./. Nat

Ihre Mahnung vom Datum

Widerspruch gegen Ihre Forderung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre oben genannte Mahnung habe ich am Datum erhalten. Ich widerspreche der Forderung Ihrer Auftraggeberin und den weiteren von Ihnen aufgestellten Verzugs-/Mahnkosten. Ich werde nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt:

Der Kaufvertrag mit Ihrem Auftraggeber wurde am Datum wirksam widerrufen und die Ware vollständig und einwandfrei auf meine Kosten am Datum zurückgesendet. 

Im Übrigen weise ich weise Ihre Mahnung mangels Vorlage einer ordnungsgemäßen Vollmachtsurkunde im Original zurück (§ 174 BGB).

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf (§ 28a BDSG).

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihrer Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Kommentar von natomecko ,

Vielen lieben dank. Das hilft mir sehr

Antwort
von Jewi14, 31

Du hast alles richtig gemacht. Die Rücksendekosten hast du bezahlt, den Widerruf innerhalb von 14 Tagen erklärt und auch die Ware 14 Tage nach dem Widerruf zurückgesandt.

Im Gegenzug muss der Händler innerhalb von 14 Tage nach Erhalt der Ware oder Nachweis des Rückversand das Geld erstatten. Dies umfasst auch die Hinlieferkosten.

Von daher kann ich mir die 2,30 Euro nicht erklären. Ich nehme an, du hast Standardversand für die Hinsendung gewünscht und keine Expresslieferung.

Schreibe daher den Inkassoladen, dass du die Forderung voll und ganz abstreitest. Damit diese Inkassobetrüger wissen, dass du dir nichts alles gefallen lässt, schreibe dann noch folgendes:

Da nun die Forderung eindeutig strittig ist, weiße ich auf folgendes hin:

1. Inkassoläden sind der ständigen irrigen Auffassung, dass der vermeintliche Schuldner etwas zu Aufklärung des Falls leisten muss. Dies ist eindeutig nicht so! Ich sehe keinerlei Verpflichtung mich in irgendeiner Weise zur Aufklärung zu beteiligen. Es ist ihre Sache, meine angebliche Verbindlichkeit zu verweisen.

2. Werden strittige Forderungen dennoch mit Hinweisen auf Lohn- und Kontopfändungen, Einschaltung eines Gerichtsvollziehers, Besuch eines Inkassoteams u. ä, so sieht das die Rechtsprechung als Nötigung und versuchte Erpressung. Ich werde daher Sie persönlich, Herr [Name] strafrechtlich zur Verantwortung ziehen.

Kommentar von natomecko ,

Vielen lieben Dank. Ich werde als nächsten Paypal unterrichten, den Verkäufer und das Inkassounternehmen. Ich beziehe mich dann auf die AGB´s des Shops!

Kommentar von Jewi14 ,

Die AGB sind Banane, das Gesetz, in dem Fall das BGB steht immer über den AGB.

Außerdem warum machst du dir so viele Mühe, die bist nicht verpflichtet, bei der Klärung des Falls mitzuhelfen. Der Gläubiger / der Inkassobetrüger müssen beweisen, niemals du.

Da reicht ein Schreiben, dass du die Forderung bestreitest.

Kommentar von Xipolis ,

Im Gegenzug muss der Händler innerhalb von 14 Tage nach Erhalt der Ware oder Nachweis des Rückversand das Geld erstatten. Dies umfasst auch die Hinlieferkosten.

Die 14-Tage-Frist wird hier nach dem Eingang des Widerrufs gerechnet. Es besteht nur ein Zurückhalterecht bis die Ware eingegangen ist.

Der Eingang der Ware verlängert aber die Frist nicht.

Antwort
von kevin1905, 18

Er hätte zwar ausgehend vom BGB die Kosten der Rücksendung von dir verlangen dürfen, schließt dies aber in seinen AGB aus.

Diese AGB sind Bestandteil des Vertrages also gelten sie für beide Seiten.

Kommentar von Xipolis ,

Zum einen hat die Fragestellerin den Rückversand auf Ihre Kosten vorgenommen und zum anderen steht in der AGB: Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Und dies ist auch BGB-konform.

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