Gibt es da was zu beachten? Marken usw.?Mein Sohn wird (15Jahre)und wünscht sich eine zum Geburtstag.Habe aber leider überhaupt keine Ahnung davon.

eigentlich gibt es da nicht viel zu beachten. Da er Anfänger ist, reicht ein einfaches Einsteiger-Set. Das kostet so zwischen 50 und 100 Euro. Dafür ist aber auch alles dabei. Wenn es dir aber wirklich nur um die Gitarre geht - und nicht um den Verstärker und Co, schau einfach bei ebay nach. Dort kannst du für 40 bis 60 Euro schon eine nette Gitarre bekommen. Kleiner Tip: die meisten kaufen sich Stratocaster (das ist die Form) als Einsteigerinstrument. Wenn du deinem Sohn einen Gefallen in bezug auf "Angeben vor Freunden" machen willst, kaufe eine SG oder eine Les Paul in schwarz. ;-)

Mach das ja nicht!!!
Eine schlechte Gitarre garantiert, dass das Kind es irgendwann frustriert in der Ecke liegen lässt. Wenn man Musik macht, bildet sich auch gleichzeitig das eigene Gehör. Je länger man spielt, desto besser hört man, desto unerträglicher wirken schlechte Instrumente.
Diesen Fehler machen viele Erwachsene. Das kann auch nicht funktionieren.
Gehe in einen guten Gitarrenladen. Das ist kein "Musikalienhandel" sondern ein Zupfinstrumentenmacher, also eine Gitarrenwerkstatt. Die verkaufen auch Seriengitarren, aber eben Handverlesene.
Dort kriegst du vernünftige Dimensionen, zu fairen Preisen.
Wichtig bei einer E-Gitarre ist nicht die verbaute Elektrik (aktiv= mit batteriebetriebene Vorverstärker; passiv= Vorverstärker ohne Batterie), denn die lässt sich jederzeit einfach und kostengünstig aufrüsten.
Das Instrument muß eine sehr gute Saitenlage haben. Das ist gerade für Kinder wichtig, da die Finger leiden werden. Bei billigen Instrumenten besonders, aber eben nicht lange....
Eine gute Strategie ist, nur die Gitarre (samt gut gepolsterten, teueren! Koffer!!) zu kaufen und da viel Geld reinzustecken. Das restliche Equipment kann sich das Kind ja erüben... betreiben läßt sich die Gitarre für den Anfang mehr oder minder an jedem Krachmacher...
Wenn das Kind zu jung ist, dann gibt es Kindergitarren, die im wesentlichen in vier Größen angeboten werden. (eine Viertel- , Halbe-, Dreiviertel- Gitarre). Besser ist es eine gute Kindergitarre zu kaufen, die gut zu pflegen, was ihren Wert auf die Jahre wesentlich steigert (und in der Regel den Wertverlust durch Schrammen gut wettmacht), und später kann das Kind dann auf eine große Gitarre umzusteigen.
Egal welche Gitarre du nun aber kaufst: Ein Tip rentiert sich dicke: Mache sofort alle Saiten runter vom Instrument, kaufe drei Sätze vom Gitarrenbauers Besten und zieh' die auf: Schon klingt das Ding drei Klassen besser...
Bevor du dich doch zum Kauf einer Ich-bin-doch-saudoof-Gitarre entscheidest, empfehle ich einen mp3-Player. Dann hat das Kind wenigstens Musik.
wandpilz am 22. April 2008 16:15 okay, da haben wir wohl zwei Fronten. Was soll ich darauf noch antworten? Vielleicht mit Logik und Statistik? Hui, versuchen wir es mal: jeder kleiner 15jährige kommt irgendwann auf die Idee Gitarre spielen zu wollen. Und 1 von 10 spielt auch noch nach einem Monat weiter. Selbstverständlich klingen teurere Gitarren besser, aber als Anfänger 2000 Euro in eine Gitarre zu investieren, die mit 90%iger Wahrscheinlichkeit in der Ecke landet...tja...das gehört zur ich-bin-doch-saudoof-Kategorie. Wenn man am Ball bleibt, kauft man sich irgendwann eine eigene und bessere Gitarre (das nicht zu Lasten des Elterngeldbeutels), um sie seinem Talent anzugleichen. Aber schon von Anfang an tief in die Tasche zu greifen ist absoluter Blödsinn. Sogar schädlich: denk mal daran, wie sauschwer es ist bei einigen teuren Gitarren neue Seiten draufzuziehen. Da lob ich mir doch die 100 € Gitarre und sorg dafür, dass der Junge nicht schon bei den Basics gefrustet ist.
DanebenDenke am 23. April 2008 12:54 Meine Gitarre kaufte ich vor ca. 30 Jahren für 400,- DM inklusive eines stabilen Koffers. Vor ein paar Jahren bot man mir für diese Gitarre 2000,-Euro. Neulich lies ich sie begutachten und auf Empfehlung meines Gitarrenmeisters renovieren. Neues Griffbrett, bessere Saitenlage, Knochen statt Plastik am Steg und Hals, Tonabnehmer samt Zubehör. Jetzt spiele ich ein Instrument, das locker 4000 Euro bringen könnte, un unauffällig mitklingt in er 8000 Euro Klasse. Ich rede nicht davon einem Kid eine Stradivari zu kaufen, sondern ein vom Handwerker empfohlene günstige Lösung. Und das ist allemal (nicht nur bei Instrumenten) mindestens doppelt so "günstig", als bei letztlich teuren Billigheimern. Und die Hunderteuroausrüstung garantiert dir fast schon das In-der-Ecke-stehen. Wenn du heute ca. 200 Euro auf den tresen legst, kaufst du ein Instrument. Legst du Hundert, kaufst du den Schein davon.
So habe jetzt eine Cort für 300€ gekauft.Hoffe nun das es nicht das schlechteste ist.Der Verkäufer meinte auch das sich eine Preiswerte nicht lohnt ,wegen dem Klang usw...Man hätte dann irgendwann den Eindruck das man nicht richtig Spielen kann.
DanebenDenke am 26. April 2008 10:05 grins. Dann war der Verkäufer gar nicht schlecht. (aber 200 hätten auch genügt, wenn man sorfältig sucht...)
Hatte keine Zeit lange rum zu suchen.
Ich würde mich einfach in einem Gitarrenforum danach erkundigen: http://www.gitarre-spielen-lernen.de/forum/forum10.html
Danke für die nützlichen Tipps.