Frage von LenaMaria172, 45

Dyskalkulie/ Rechenschwäche--Matheabi?

hey da draußen =)

Ich habe dyskalkulie bzw eine Rechenschwäche. Im alltag finde ich das gar nicht mal sooo schlimm ist zwar peinlich manchmal an der kasse beim einkaufen oder bei irgendwelchen gesellschaftsspielchen wo mathe vorkommt aber darum soll es nicht gehen. ich bin jetzt in der 11 Klasse am Gymnasium und stehe kurz vor einer Mathe Klausur bei den letzten zwei test habe ich unterpunktet... ich schaffe das einfach nicht ! jetzt beim lernen ist auch schon wieder alles weg und ich verstehe nichts.

Wie soll ich da erst mein Mathe-Abi in einem Jahr schaffen?!

Von meinen Eltern gibt es da kein Verständnis selber schuld und sie geben schon genug für nachhilfe aus das bilde ich mir alles nur ein. einee offiziellen test machen oder therapie kommt erst gar nicht in frage.

Was soll ich denn jetzt tun?! gibt es irgendjemand dem es ähnlich geht/ging?

Antwort
von Othiz, 2

Hallo Lena Maria,
Von den anderen beiden wurden dir ja bereits Möglichkeiten geschrieben, wie du dir helfen lassen kannst.
Sollte es beim Lernen und Vor- oder Nachbereiten des Unterrichts oder auch den Hausaufgaben Probleme geben, dann stell deine Fragen einfach, ggf. hier drunter, ich sehe das dann ja als Kommentar.
Ich bin angehender Lehrer unter anderem für Mathematik und werde dann bestmöglich helfen :-)

Kommentar von LenaMaria172 ,

Das ist wirklich ein wahnsinnig nettes Angebot, vielen lieben Dank =)

Kommentar von Othiz ,

Gerne! Nichts zu danken :-) Einfach dann hier kurz kommentieren, wenn du eine Frage hast oder hier auch eine Frage hochgeladen hast. Viele Grüße!

Antwort
von Fuchssprung, 18

Ich habe das gleiche Problem und habe es mein Leben lang versteckt. Bei den Prüfungen habe ich betrogen. Ich bin nicht stolz darauf aber es war die einzige Möglichkeit für mich. So konnte ich den Beruf ausüben, den ich wollte. Hätte ich es nicht getan, wäre mein Leben anders verlaufen. Lernen und Nachhilfe hat bei mir nichts gebracht. Heute ist der Taschenrechner mein bester Freund, aber den kannst du in der Prüfung ja nicht verwenden. Ich habe damals ein Stück Pappe und eine Reißzwecke verwendet. Habe alles auf die Pappe geschrieben und sie dann mit der Reißzwecken am Rand unter meiner Tischplatte befestigt. In einem unbeobachteten Moment habe ich die Pappe wie an einem Scharnier hervor gedreht, drauf geschaut und die Pappe dann wieder unter dem Tisch verschwinden lassen. Einmal hatte ein Lehrer einen Verdacht und er hat unter den Tisch geschaut aber nichts gefunden.

Viel Glück bei deiner Prüfung!

Antwort
von Momo1965, 19

Zunächst einmal großen Respekt, dass Du es mit Deinem problematischen Bezug zu Zahlen bis dorthin geschafft hast, wo Du jetzt stehst. :-)

Wer hat denn bei Dir Dyskalkulie diagnostiziert, wenn offizielle Tests von Deinen Eltern kategorisch abgelehnt werden? Schwer begreiflich für mich, dass sich Deine Eltern dagegen sperren und Dir somit eine adäquate Förderung verweigern. Nachhilfe in Ehren, aber wenn die nicht zielgerichtet ausgelegt ist, kann sie Dir nur bedingt Nutzen bringen.

Ich empfehle Dir, Dich an die/den Beratungslehrer/in Deiner Schule zu wenden. Sie/Er ist autorosiert für eine Testdurchführung. So kannst Du also eine fundierte Diagnose bekommen. Wenn Du die hast, hast Du auch Anspruch auf finanzielle Unterstützung für eine professionelle und zielgerichtete Förderung/Lerntherapie; ebenso auch einen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich bei der Bewertung Deiner schulischen Leistungen. Ohne aussagekräftiges Testergebnis werden Dir diese Möglichkeiten aber nicht gegeben sein. Also, kümmere Dich darum und vereinbare möglichst kurzfristig einen Termin bei der entsprechenden Person in Deiner Schule.

Ich kann Dir nur wünschen, dass Deine Eltern umdenken werden, wenn Du ihnen ein entsprechendes Testergebnis präsentieren wirst. Und falls der Test doch zu einem anderen Ergebnis führen sollte, als Dyskalkulie, werden sich darüber aber dennoch Erkenntnisse ergeben, wo gezielte Förderung ansetzen muss und so hilfreich sein kann, damit Du Dein Abi möglichst gut und stressfrei schaffen kannst!

Kommentar von LenaMaria172 ,

Vielen Dank für deine Antwort =)

Ich habe das nicht offiziell bestätigt bekommen das war definitiv mehr selbstdiagnose und durch eine befreundete sozialpädagogin bestätigt.

Unsere Schulpsychologin die dafür zuständig wäre ist leider relativ unsensibel und mathe lehrerin. die nimmt so dinge wie rechenschwächen nicht wirklich ernst. Außerdem meinte sie für höhrere klassen bzw fast schon erwachsenen hat sie kein testmaterial zur hand und selbst wenn die das anfordert muss ich ein termin bei einem kinderpsychologen vereinbaren der erst in einem halben jahr verfügbar wäre und dann ist es eigentlich schon fast zu spät.

Ich habe einfach so einen Druck von meinen Eltern was Mathe angeht und sie verstehen das einfach nicht sagen das kann doch nicht sein ich bin da selber schuld und muss mehr anstrengung investieren und stunden pro tag üben .

Kommentar von Momo1965 ,

Was für ein Kappes aber auch! Diese Schulpsychologin scheint nicht nur in psychologischer, sondern auch in pädagogischer Hinsicht den Beruf verfehlt zu haben. Ihre Haltung zeugt nicht gerade von übermäßig hoher Kompetenz, zumindest nicht von Einsatzbereitschaft. :-/

Okay, kein Grund zum Aufgeben, schließlich führen viele Wege nach Rom. Dann wählst Du halt einen anderen. ;-) Google doch bitte mal, ob es in Deiner Wohnortnähe eine Lerntherapie-Einrichtung für den Bereich Dyskalkulie gibt. Oftmals bieten sie eine kostenlose Testung an in weiser Voraussicht auf eine später folgende Therapie. Ruf dort einfach mal an und schildere ihnen Deine Situation genauso, wie Du es hier jetzt getan hast. Weise auch darauf hin, dass Dir die Zeit davonläuft und frag höflich nach, ob möglichst kurzfristig ein Termin zur Verfügung steht.

Parallel dazu würde ich es aber - trotz bekannter Wartezeiten - dennoch auch mal bei einem niedergelassenen und darauf spezialisiertem Psychologen versuchen. Vielleicht hast Du ja Glück und schlupfst noch irgendwie in die Terminplanung hinein. Zunächst geht es ja erst mal nur um eine fundierte Diagnose. Wie es dann weitergehen könnte, wird sich dann erst herausstellen können.

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