DVD Film (kopiert) in MPEG / avi konvertieren?

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4 Antworten

Eigentlich kann jeder Rechner auch die originale Ordnerstruktur einer DVD wiedergeben.

Wenn Du aber eine DVD in ein anderes Format wandeln möchtest, dann empfehle ich Dir:

  • Nutze die kostenlose Software "DVD Demuxer" von "Logic" (http://www.dvd-logic.com/demuxer.htm)! Diese wandelt die VOB-Dateien wieder in "echte" Streams um. (Funktioniert nur bei nicht mit einem Abspielschutz versehenen Datenträgern!) Du hast dann die Video-, Audio- und Untertitelspuren als Einzeldateien vorliegen.
  • Importiere die gewünschten Dateien in das Programm "MKVToolNix" und erstelle einen MKV-Container. MKV ist mittlerweile sehr stark verbreitet und sollte von beinahe jedem Endgerät verarbeitet werden können.

Lukas

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Kommentar von Libertinaer
30.08.2016, 17:03

Ähm, mit MKVToolNix wird "nur" das (Container-)Format von VOB in MKV umgewandelt. Der Inhalt selbst wird nicht angetastet (sprich: kleiner, wie es der Wunsch nach Umwandlung ins AVI-Format andeutet). VOBs können die gängigen Android/iOS-Apps (ich benutze VLC und Kodi) aber auch direkt verarbeiten. Die sind nicht auf MKV angewiesen.

Und: Ich kenne zwar den DVD Demuxer nicht, aber das dürfte meistens "nur" ein Komfortgewinn ergeben. Auch mit MKVToolNix alleine kann man i.d.R. aus den DVD-Streams diese MKV erstellen (mehrere Quelldateien kann die Software zu einer MKV-Datei zusammenführen - und zumindest der Hauptfilm ist ja schon ob seiner Größe gut zu erkennen).

Der DVD Demuxer dürfte dann zwingend sein, falls die einzelnen Streams auf der DVD nicht unterscheidbar sind. I.d.R. sind sie es aber. ;-)

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Es wurde damals die komplette DVD einfach 1:1 per C&P auf die Platte kopiert.

Wenn es sich um kommerzielle DVDs handelt: Die sind i.d.R. kopiergeschützt. Wenn man DIE so "einfach per C&P auf die Platte kopiert", sind die Dateinamen zwar identisch, der Inhalt ist aber (da verschlüsselt) nicht verwendbar.

Wenn sich die Filme aber auf dem PC anschauen lassen, dann wurden sie nicht nur einfach kopiert, sondern der Kopierschutz wurde entfernt.

Was mich zum zweiten Teil der Antwort bringt! ;-)

2. Teil der Antwort ;-):

Wie / womit kann ich dieses "Backup" nun in eine AVI / MPEG Datei konvertieren, damit ich den Film z.B. auf eine Speicherkarte im Tablet kopieren kann?

Z.B. mit Handbrake.

Aber wozu?

Ich schaue meine DVDs so wie sie sind auf dem Tablet an (logischerweise nach Entfernung des Schutzes ;-))

Die 1-GB-großen VOB-Dateien sind der Hauptfilm. Die kann man direkt mit Apps anschauen. Entweder nacheinander (kann man auch automatisch nacheinander abspielen lassen), oder man macht daraus eine megagroße VOB-Datei (Freeware z.B. VOBMerge).

Oder man macht aus den Dateien wieder eine DVD-Datei (also eine Datei, die inhaltlich wie eine DVD aufgebaut ist: einfach VIDEO_TS-Ordner nehmen und via Nero o.ä. auf "Video-DVD herstellen", dann aber nicht "brennen", sondern in eine ISO-Datei sichern). Solche DVD-Abbilder können einige Apps auch direkt verwenden. Dann bleibt sogar das Menü erhalten.

Ich benutze als Apps am liebsten den VLC, und wenn es damit Probleme geben sollte (kann bei den DVD-Menüs ab und an mal der Fall sein), dann Kodi.

Geht schneller, Originalqualität, Speicher ist preiswert, ab dafür ... ;-)

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Kommentar von Libertinaer
30.08.2016, 17:14

Nachtrag: FALLS Du aber wirklich zeitaufwendig die Dateigröße runterrechnen lassen möchtest (MicroSD-Karten mit 128 GB liegen mom. bei rund 40 EUR, die mit 200 GB kosten ab 80 - also Platz für viiieeele DVDs in Originalgröße ;-)), dann beschäftige dich mit dem CRF (Constant Rate Factor).

Mit dem CRF gibst Du eine Basis-Qualität vor, die z.B. Handbrake dann einhält. Erfahrungsgemäß sehen bei CRF-20 die Menschen auf einem Tablet schon nicht mehr den Unterschied zur Original-DVD.

Wer für größere Bildschirme sichergehen möchte, sollte vielleicht CRF-19 verwenden.

CRF-17 und kleiner ist dann i.d.R. schon auf jeden Fall Platzverschwendung (MKV wird größer als notwendig).

Also einfach mal testweise mit verschiedenen CRF encodieren, und dann bei Szenen mit viel Bewegung/Bildänderungen schauen, ob die Qualität für DICH ausreichend ist.

Sollte das Ausgangsmaterial stark "verrauscht" sein: Das ist schwer zu komprimieren - auch und gerade mit CRF.

Da empfiehlt es sich dann mit einem 2-Pass-Encoding zu arbeiten (der Encoder wandelt erst testweise um, und schaut dann, wo er mehr Bandbreite braucht und wo weniger, um es dann im 2. Anlauf gut hinzukriegen).

Wenn Du nach "Constant Rate Factor" suchst, wirst Du auch diverse Anleitungen im Netz finden. ;-)

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