Frage von miichaayy, 117

Kann ich meine 19 jährige Reitbeteiligung trotz seines Alters noch etwas in Stellung reiten?

Kann ich meine 19 jährige Reitbeteiligung trotz seines Alters noch etwas in Stellung reiten also ich meine ihm das beibringen oder ist das dann auch zuspät weil er wurde nie richtig durchs Genick geritten und auch selten mit Gebiss also komplett Freizeit 

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 44

Natürlich - jedes Pferd kann das ob 3 oder 30 ist da egal. Beibringen muß man da auch nichts. Du reitest ganz normal gerade aus und stellst ihren Kopf ein bisschen nach innen oder außen.

Ich nehme mal an, das das Pferd sich ohne Probleme normal umdrehen kann.

Kommentar von Baroque ,

pssst, ich glaub, es wurde "Stellung" mit "an die Hilfen stellen" verwechselt und "an die Hilfen stellen" mit dem Ziel für Pferde mit leichter Ganasche "Nase findet sich an der Senkrechten ein" ;-)

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 40

Was heißt da "trotz seines Alters"? 19 ist nicht alt! Wer sowas sagt, sucht nur Ausreden dafür, die Pferde munter verschleißen zu können. Wäre früher ein Arbeitspferd schon mit 19 ausgefallen, hätt das für viele Besitzer einen wirtschaftlichen Ruin bedeuten können. Ziel war, so lange ich Arbeitspferde kannte, immer, dass die mit 30 noch arbeiten können.

Und ja, natürlich hat ein Pferd IMMER korrekt gymnastiziert zu werden, egal in welchem Alter. Weder mit 5 noch mit 35 haben sie es verdient, unphysiologisch geritten zu werden und sich damit Probleme einzuhandeln.

FREIZEITREITEN ist nicht = Pferde um ihre Gesundheit bringen! Bitte nicht so einen Schmarrn schreiben. JEDER Freizeitreiter sollte genauso wie jeder Berufsreiter immer dran interessiert sein, die Gesundheit seines Pferdes zu fördern und 90% derer, die ich kenne, sind das auch ... nur von denen verstehen es wiederum leider 70% völlig falsch und machen versehentlich genau das Gegenteil, kommen dann mit Kraftreiterei daher oder meinen, mit der Hand alles lösen zu können statt hinten sauber zu reiten und vorne anzunehmen, was das Pferd nachgibt.

Kommentar von miichaayy ,

Ich suche keine ausrede und ich meine mit trotz seines Alters dass er das nochnie gemacht hat und auch keinerlei so ausgebildet ist und dann wollt ich wissen ob er sich dann tzd noch darauf einlässt da er auch nichtmehr zu den aller jüngsten gehört. Und früher ist nicht heute!  Er ist hald eher mehr Western ich meine nicht direkt deshalb Freizeit und ob ich es hingekommen könnte ihn an der Senkrechten zu reiten wie ein Pferd dass es schon früher gelernt hat


Kommentar von friesennarr ,

Du hast geschrieben, das du ihn in Stellung reiten willst - das ist easy und absolut kein Problem.

Ob du es hinbekommst, das er sich besser trägt, ist eine andere Sache - das würde ich an der Longe erarbeiten und das kann er auch machen, jedes Pferd, das nicht schon schrecklich im Rücken kaputt ist kann das.

Kommentar von Baroque ,

Naja, man reitet ja nicht die Pferde "an der Senkrechten", sondern reitet sie über den Rücken und nimmt auf, was sie einem "geben" ... einer von mehreren Anhaltspunkten dafür, dass man es gut über den Rücken geritten hat, ist, dass ein Pferd mit leichtem Genick und mittlerem bis langem Hals annähernd an die Senkrechte kommt. Bei Pferden mit kurzem, möglicherweise noch kräftigem Hals und enger Ganasche wird das nie eintreten, weil es für die viel zu eng wäre. Das heißt, wo der Kopf dann wirklich landet, hängt von der individuellen Anatomie ab.

Für eine gesunde Ausbildung ist es nie zu spät. Am besten sucht man sich dazu einen Trainer, der ein gutes Auge für einen offenen Rücken hat (leider bewerten viele, die ich sehe, auch nur, wo die Nasenlinie ist und haben keinen Blick für das, was hinterhalb der Schulter passiert) und lässt den schauen, weil man ja nicht schauen und reiten gleichzeitig kann. Wer gut reiten kann, erreicht mit der Wahl der richtigen, auf Gesundheit und Tagesbefindlichkeiten abgestimmten Trainingsweise auch ohne Trainer viel Lebensqualität für's Pferd.

Natürlich geht die Muskelbildung bei Pferden über 10 Jahren langsamer als bei den jüngeren, entsprechend wird's schwierig, bei einem "Neuaufbau" so schnell vorwärts zu kommen wie beim Jungpferd.

In der "ganz klassischen" Ausbildung, als man noch ein solides, auch phsiologisch gefestigtes Pferd brauchte und sich dafür auch Zeit genommen hat, weil man drauf angewiesen war, sagte man ja, mit 3 beginnen an der Hand zu gymnastizieren, dann schonmal mit Gewicht gradeaus laufen lassen auf festen Böden, also zum Beispiel auch mal als "berittenes Handpferd" mitnehmen, sodass der Reiter nur nicht einwirkgendes Trainingsgewicht war, das Pferd aber als Handpferd gelaufen ist und das eben viel geradeaus, keine engen Bögen, wie man sie in der Reitbahn hat. Nach einem Jahr dann in die Bahn und die Bögen mitnehmen, die Einwirkung des Reiters ausarbeiten. Vier Jahre nach dem absoluten Ausbildungsbeginn, siebenjährig ist dann so der Punkt, wo mehr vorwärts erarbeitet wird, es geht in die Richtung, die heute in Dressurklasse L etwa verlangt wird. Erst 10jährig, also 7 Jahre nach Beginn galt dann die Remonteschule als abgeschlossen, man erarbeitete die vermehrte Lastaufnahme, die dann in die Versammlung führte. Mit 12 stellte man die Pferde entsprechend heutigen Grand Prix vor. Wenn Du das jetzt mal auf die 19 Jahre setzt (das Pferd bringt Erfahrung mit, weshalb manches schneller geht, dafür geht die Muskelbildung langsamer also sind die Abstände ähnlich sinnvoll), dann ist mit 20 wieder Bahnarbeit dran, mit 23 das vermehrte Vorwärts, mit 26 geht's an die vermehrte Lastaufnahme ... wenn nicht die Muskelbildung dann mehr verlangsamt ist, als die Erfahrung Beschleunigung bringt. Aber ob Du so weit überhaupt willst oder ob Dir ein "gut gerittener Fünfjähriger" als Ziel reicht? Die werden ja auch schon nicht mehr krank vom reiten, insofern wäre da schon geholfen.

Eigentlich, genau genommen, ist beim Westernreiten ähnliches verlangt wie beim klassischen Reiten. Dass man deren Zügel ab einem gewissen Punkt "durchhängen" sieht, bedeutet nicht, dass da nicht mehr geritten wird, ein gut gerittenes Westernpferd spürt beim Anheben einer Reiterhand den Zügel, den diese Hand führt, schwerer werden und das ist sowas wie wenn der klassische die Zügelfaust zudrückt.

Antwort
von Maresoleill, 70

Das geht schon, ist aber sehr aufwendig und langwierig, wenn man gut genug ist, bekommt man das schon noch hin, es wird aber voraussichtlich nicht so gut wie bei einem Pferd, welches von Anfang an so geritten wurde

Antwort
von tierfreundin500, 51

Es kann auf jeden Fall funktionieren wenn du es ihm beibringen kannst. Ich weiß ja nicht wie gut du reitest aber es ist auf jeden Fall möglich. Ich finde es aber schön, dass du es versuchen möchtest, da es ja auch für die Gesundheit deiner RB beiträgt.

LG tierfreundin

Antwort
von BigPrincess, 34

Ich denke, dass so gut wie jedes Pferd das kann. Wenn man es lange genug mit Geduld übt. Und mit dem Alter hat das sowieso nichts zutun :) Reite meinen 20 Jährigen auch noch ganz normal :)

Also warum nicht. Und in Stellung reiten geht sowieso auch ohne Gebiss dafür braucht man normalerweise keins :) außer deine RB ist sehr stumpf.

Kommentar von friesennarr ,

Das braucht man nicht mal zu üben.

Kommentar von Baroque ,

... wie sagt Paul Stecken? "Richtig reiten reicht" ;-)

Antwort
von LoverIsi, 32

Ja aufheden fall ! Ich habe es bei meiner vorherige Rb (22) gelernt war nich einfach, aber sorgen machen musst du dir auch nicht

Antwort
von Spiky2008, 37

Wenn das Pferd gesund ist und du guten Unterricht hast,geht das

Antwort
von Quarterhorse88, 8

Ja, mit 19 ist das Pferd deshalb noch lange nicht zu alt. Das geht und klappt mitunter besser als bei Jungpferden.

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